Magnesium ist ein Mineralstoff. Es ist Bestandteil des Chlorophylls, grünes Gemüse enthält daher viel Magnesium. Gute Quellen sind außerdem Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie verschiedene Mineralwässer. Magnesiumverbindungen werden in kleinen Mengen auch als Zusatzstoffe - E 470b, E 504, E 530 - eingesetzt. Empfohlen werden 310 Milligramm für Frauen und 400 Milligramm Magnesium pro Tag für Männer. Der Bedarf ist bei Stress, in großer Hitze und beim Leistungssport erhöht. Ein Defizit ist bei längeren Magen-Darm-Erkrankungen, hohem Alkoholkonsum und häufigem Abführmittelgebrauch möglich.
Magnesium ist Kofaktor in vielen Enzymen. Zudem ist es an der Energiebereitstellung des Körpers beteiligt. Eine wesentliche Aufgabe besitzt es bei der Muskelkontraktion und der Weiterleitung von Nervenreizen. Daraus erklären sich die bekannten Muskelkrämpfe bei Magnesiummangel. Magnesium wird von Ärzten bei Herz-Rhythmus-Störungen und akutem Herzinfarkt eingesetzt. Eventuell können große Magnesium-Mengen auch vorbeugend bei Migräne helfen, Sie sollten dies aber mit Ihrem Arzt besprechen. Ein positiver Einfluss von zusätzlichem Magnesium auf das Leistungsvermögen im Fitnessbereich wird neuerdings infrage gestellt.
Bei der Verwendung von Magnesium in Nahrungsergänzungs-Mitteln besteht ein mäßiges Risiko für unerwünschte Wirkungen. Dabei kann es zu einem abführenden Effekt kommen bis hin zu Durchfällen, Übelkeit und Bauchkrämpfen. Personen mit Nierenstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen inklusive erhöhtem Blutdruck sollten zusätzliches Magnesium nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen.
Die Aufnahme von Magnesium aus Nahrungsergänzungs-Mitteln und angereicherten Lebensmitteln - nicht aber aus normalen Lebensmitteln - sollte langfristig höchstens 250 Milligramm pro Tag betragen und auf mindestens zwei Portionen verteilt werden. Angereicherte Lebensmittel oder Getränke sollten nicht mehr als 15 bis 28 Milligramm Magnesium pro 100 Kilokalorien beziehungsweise 22,5 Milligramm pro 100 Milliliter enthalten.
Gut verfügbar sind Magnesium-Citrat, -Lactat, -Chlorid, -Sulfat und -Aspartat sowie Magnesiumoxid: Die genauen Verbindungen stehen auf der Zutatenliste. Angereicherte Lebensmittel sollten nicht dauerhaft mit maximal dosierten Nahrungsergänzungs-Mitteln kombiniert werden.
Volker Clausen und Angela Clausen