Antioxidantien sind Stoffe, die die Wirkung von Sauerstoff, also die Oxidation, unterbinden. Zu ihnen gehören ganz unterschiedliche Substanzen, zum Beispiel Vitamine wie Vitamin E, Spurenelemente wie Selen oder sekundäre Pflanzenstoffe wie Beta-Carotin, Lutein, Lycopin, Anthocyane, Quercetin oder OPC.
Antioxidantien sind natürlicherweise in praktisch allen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Außerdem werden sie in der Lebensmittel-Industrie eingesetzt, um das Ranzigwerden von Fetten oder das Braunwerden von angeschnittenen Äpfeln zu verhindern. Zu den bekanntesten mit Antioxidantien angereicherten Lebensmitteln gehören die ACE-Säfte. ACE ist die Kurzform für drei antioxidativ wirkende Vitamine: (Pro)-Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E.
Antioxidantien machen sogenannte freie Radikale im Körper unschädlich, die die Zellwände, Zellbestandteile und auch den Zellkern mit seinen Erbinformationen schädigen können. Die Radikale entstehen im Körper zum Beispiel bei der Bereitstellung von Energie oder bei der Immunabwehr. Antioxidantien helfen dem Körper, sich gegen freie Radikale zu wehren, bestehende Krankheiten können sie jedoch nicht heilen.
Einzelne Antioxidantien haben sich in der Vergangenheit als gesundheitsschädlich herausgestellt: Beta-Carotin ist für bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht empfehlenswert, von Selen sollten Sie keine großen Mengen einnehmen. Gerade bei den antioxidativen sekundären Pflanzenstoffen ist bisher nichts über die Langzeitwirkung bekannt. Isolierte Antioxidantien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln sollte man deswegen weder regelmäßig noch in größeren Mengen aufnehmen. Natürliche Lebensmittel sind nicht nur sicherer, sie sind oft auch wirkungsvoller.
Am besten genießen Sie täglich fünf Portionen verschiedener Obst- und/oder Gemüsesorten, die von Natur aus einen hohen Gehalt an Antioxidantien haben. Außerdem sind entsprechende Saftmixe im Handel erhältlich.
Volker Clausen und Angela Clausen