Flavonoide gehören mit etwa 5.000 Vertretern zu der größten Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.
Sie kommen in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem in der Schale, vor. Man unterscheidet die gelb gefärbten Flavonole, die rötlich-violetten Anthocyane, und die Flavanole im grünen Tee oder in Kakao. Besonders bekannt sind Quercetin und OPC. Bis heute ist es nicht möglich, Zufuhr-Empfehlungen zu geben.
Flavonoide gehören zu den wirksamsten Antioxidantien. Deswegen wird ihnen eine Anti-Aging-Wirkung zugesprochen.
In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Männer mit einer hohen Flavonoidzufuhr durch pflanzliche Lebensmittel ein geringeres Risiko für Herzinfarkt hatten, hingegen solche mit einer geringeren Zufuhr ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.
Bislang ist unklar, ob die kurzfristige Einnahme von isolierten Flavonoiden positive Auswirkungen auf den Menschen hat. Aufgrund der Unwägbarkeiten möglicher Neben- und Wechselwirkungen mit Medikamenten sollte aber auf eine Langzeiteinnahme dieser Stoffe besser verzichtet werden.
Flavonoide sind wichtige Pflanzenbestandteile, die in unserer Nahrung nicht fehlen dürfen. Vielfalt wird durch einen vielfarbigen, an Obst und Gemüse reichen Speiseplan erzielt. Stammen Obst und Gemüse aus der Saison, enthalten sie - bedingt durch die längere Reifung - einen deutlich höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen. Wir empfehlen drei Handvoll Gemüse und zwei Handvoll Obst pro Tag - eventuell eine Portion durch ein Glas Saft ersetzen. Gut waschen, möglichst nicht schälen.
Volker Clausen und Angela Clausen