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Ratgeber Ernährung

Die wichtigsten E-Nummern

Ab E 900: Süßstoffe & Co

E 900: Dimethylpolysiloxan

Schaumverhütungsmittel. Auch als Silikonöl bekannt. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich.

E 901: Bienenwachs weiß und gelb

Trenn- und Überzugsmittel. Unverdaulich. Wird durch Ausschmelzen von Honigwaben gewonnen.
Herkunft: tierisch.
Bewertung: Gilt als unbedenklich.

E 903: Carnaubawachs

Natürliche Trenn- und Überzugsmittel. Unverdaulich. Wird aus einer brasilianischen Wachspalme gewonnen.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich.

E 904: Schellack

Trenn- und Überzugsmittel. Wird aus den Ausscheidungen der Gummischild-Lacklaus gewonnen.
Herkunft: tierisch.
Bewertung: Gilt als unbedenklich.

E 920: L-Cystein

Eiweißbaustein. Nur als Mehlbehandlungsmittel zugelassen. Bläht die Brötchen auf und verstärkt das Brötchenaroma. Kommt natürlicherweise, zum Beispiel in Pilzen oder Mais, vor. Kann auch gentechnisch hergestellt werden.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 941: Stickstoff

Treib- und Schutzgas, Kontaktgefriermittel. Kommt natürlicherweise in der Luft vor. Ist auch für Biolebensmittel zugelassen.
Herkunft: gasförmig.
Bewertung: Gilt als unbedenklich.

E 942: Distickstoffmonoxid

Treibgas und Extraktionslösemittel. Wird auch Lachgas genannt und beispielsweise als Narkosemittel eingesetzt. Aufgrund der geringen Einsatzmenge in Lebensmitteln ist der Beitrag zum "Treibhauseffekt" kaum relevant. Lachgasrückstände im Essen möglich (zum Beispiel bei Aufbereitung von Fertiggerichten in der Gastronomie oder in Schlagsahne). Kennzeichnung erfolgt hier nicht.
Herkunft: gasförmig.
Bewertung: Gilt als unbedenklich.

E 950: Acesulfam K, Acesulfam

Süßstoff und Geschmacksverstärker. Wirkt 200 Mal süßer als Zucker. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 9 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Widersprüchliche Studienergebnisse zur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: einige belegen appetitanregende Wirkung, die meisten stützen diese Ergebnisse nicht. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich. Vom Verzehr größerer Mengen ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen.

E 951: Aspartam

Süßstoff und Geschmacksverstärker. Wirkt 200 Mal süßer als Zucker. Eiweißbaustein. Wird teilweise (zum Beispiel in Japan und in den USA) gentechnisch hergestellt. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Einige Menschen leiden unter der seltenen Krankheit Phenylketonurie. Diese dürfen das im Aspartam enthaltenen Phenylanalin nur im begrenzten Umfang aufnehmen. Daher schreibt der Gesetzgeber folgenden Hinweis vor: "enthält eine Phenylalaninquelle". Eine eventuelle Gefährlichkeit von Aspartam ist in den letzten zehn Jahren immer wieder kontrovers diskutiert worden. Zahlreiche weltweite Studien haben die Unbedenklichkeit von Aspartam belegt, italienische Forschungsergebnisse zeigten jedoch ein höheres Tumorrisiko bei Ratten (Hirntumore, Blutkrebs oder Nierenkrebs). Die Ergebnisse werden von vielen Wissenschaftlern angezweifelt. Widersprüchliche Studienergebnissezur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: Einige belegen appetitanregende Wirkung, die meisten stützen diese Ergebnisse nicht. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich. Vom Verzehr größerer Mengen ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich, für Kinder nicht zu empfehlen. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 952: Cyclamat, Cyclohexansulfamidsäure und ihre Natrium- und Calcium-Salze

Süßstoffe. Wirken 30 bis 50 Mal süßer als Zucker. Führten im Tierversuch in hohen Konzentrationen zu Blasenkrebs, verminderter Fruchtbarkeit und Zellveränderungen, daher in den USA verboten. In neueren europäischen Untersuchungen konnten diese Befunde nicht bestätigt werden. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge wurde inzwischen auf 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gesenkt. Begründung: Kinder können den ADI-Wert schnell überschreiten (zum Beispiel mit Limonade oder Süßigkeiten). So kann ein Kind mit einem Körpergewicht von 15 Kilogramm mit der Aufnahme eines einzigen Glases eines cyclamathaltigen Getränkes die zulässige Tagesdosis bereits überschreiten. Ist daher in der EU in Kaugummis und Bonbons verboten worden. Die Höchstwerte für Cyclamat in Getränken sollen von 400 Milligramm auf 350 Milligramm pro Liter gesenkt werden, kritische Wissenschaftler fordern eine Absenkung auf mindestens 100 Milligramm pro Liter. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen.

E 953: Isomalt

Süßungsmittel und Zuckeraustauschstoff aus Zuckerrüben. Greift nicht die Zähne an. Hat ca. die halbe Süßkraft von Zucker. Aufnahmemengen von mehr als 20 bis 30 Gramm können abführend wirken und zu Blähungen führen. Diese Menge ist zum Beispiel in einer halben Tafel Diätschokolade enthalten. Vom häufigen Verzehr - mehr als 20 bis 30 Gramm pro Portion oder 50 Gramm am Tag - ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich.

E 954: Saccharin und seine Natrium-, Kalium- und Calciumsalze

Süßstoffe. Können bitteren und metallischen Beigeschmack hervorrufen. 500 Mal süßer als Zucker. In alten Tierversuchen wurde die Entstehung von Krebsgeschwüren nachgewiesen, neuere Studien stellen dies in Frage. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen.

E 955: Sucralose

Süßstoff. 500 bis 600 Mal intensiver als Zucker. Vorkommen insbesondere in nichtalkoholischen Getränken, Desserts oder Süßwaren. Widersprüchliche Studienergebnisse zur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: Einige belegen appetitanregende Wirkung, die meisten stützen diese Ergebnisse nicht. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich.

E 957: Thaumatin

Süßstoff und Geschmacksverstärker für Aromen. Wirkt 3000 Mal süßer als Zucker. Eiweißbaustein aus einer afrikanischen Pflanze. Kann auch gentechnisch hergestellt werden. Widersprüchliche Studienergebnisse zur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: Einige belegen appetitanregende Wirkung, die meisten stützen diese Ergebnisse nicht. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 962: Aspartam-Acesulfam-Salz

Süßstoff, eine Mischung aus zwei Dritteln Aspartam und einem Drittel Acesulfam. Leichtlösliche Kristalle für nichtalkoholische Getränke oder Süßwaren, wirken beim Kaugummi auch konservierend. Warnhinweis "enthält eine Phenylalaninquelle" vorgeschrieben. Siehe auch E 951 und E 950. Widersprüchliche Studienergebnisse zur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: Einige belegen appetitanregende Wirkung, die meisten stützen diese Ergebnisse nicht. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich. Vom Verzehr größerer Mengen ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich.

E 965: Maltit/ Maltitsirup

Süßungsmittel, Zuckeraustauschstoff und Feuchteregulator. Herstellung aus genverändertem Mais möglich. Hat eine geringere Süßkraft als Zucker. Bei Tagesdosen über 30 bis 50 Gramm bei Erwachsenen und 20 Gramm bei Kindern können Durchfälle oder Blähungen auftreten. Vom Verzehr von täglich mehr als 30 Gramm bzw. 20 Gramm bei Kindern ist abzuraten.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 966: Lactit

Süßungsmittel, Zuckeraustauschstoff und Trägerstoff. Hat halb so viel Süßkraft wie Zucker. Wird zum Teil aus Milchzucker hergestellt, auch tierische Herkunft möglich. Bei Tagesdosen von mehr als 50 Milligramm können Durchfälle und Blähungen auftreten. Vom Verzehr von täglich mehr als 50 Gramm ist abzuraten.
Herkunft: künstlich und tierisch.
Bewertung: Gilt als bedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 967: Xylit

Süßungsmittel, Zuckeraustauschstoff und Trägerstoff. Hat eine ähnliche Süßkraft wie Zucker. Kann Durchfälle und Blähungen verursachen. Vom einmaligen Verzehr von über 20 Gramm oder insgesamt 50 Gramm täglich ist abzuraten. Gentechnische Herstellung möglich.
Herkunft: künstlich.
Bewertung: Gilt als bedenklich. Für Kinder nicht zu empfehlen. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1404: Oxidierte Stärke

Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1410: Monostärkephosphat, modifizierte Stärke

Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1412: Distärkephosphat, modifizierte Stärke

Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1413: Phosphatiertes Distärkephosphat, modifizierte Stärke

Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1414: Acetyliertes Distärkephosphat, modifizierte Stärke

Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1420: Acetylierte Stärke, modifizierte Stärke

Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

E 1422: Acetyliertes Distärkeadipat, modifizierte Stärke


Verdickungsmittel, Stabilisator und Füllstoff. Herstellung aus genverändertem Mais möglich.
Herkunft: pflanzlich.
Bewertung: Gilt als unbedenklich. Da der Stoff gentechnisch verändert sein kann, ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

 
 
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