Die Schmerzdame

15. Januar 2013, 17:00 Uhr

Erst "Der Bachelor", jetzt das Dschungelcamp: Georgina Fleur nutzt jede Gelegenheit, um berühmt zu werden. Doch sie ist vor allem unpopulär. Wer ist die Frau, die Millionen leiden sehen wollen? Von Carsten Heidböhmer

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Am Montag musste Georgina Fleur bereits zur dritten Dschungelprüfung antreten - und wurde danach prompt wiedergewählt.©

Am ersten Abend traf es noch Fiona Erdmann und Joey Heindle. Doch seit Samstag ist sie im Dauereinsatz: Georgina Fleur wurde schon zum vierten Mal in Folge von den RTL-Zuschauern auserkoren, die Dschungelprüfung zu absolvieren. Damit hängt es von ihr ab, wie üppig das Abendessen der Campbewohner ausfällt. Wer ist diese Frau, die das Publikum Tag für Tag auf Konfrontationskurs mit Kakerlaken, Ratten und anderem Getier schickt?

Geboren wurde Fleur Georgina Bülowius, wie sie mit vollem Namen heißt, 1990 in Heidelberg, wo sie noch heute lebt und inzwischen für ein Studium der Kunstgeschichte an der Universität eingeschrieben ist. Hartgesottene Fans des Trash-TV kennen sie seit ihrer Teilnahme an der Kuppelshow "Der Bachelor". Dort durfte sie Anfang 2012 immerhin fünf Folgen lang um die Gunst eines attraktiven Junggesellen werben. Schon damals fiel sie vor allem mit ihrer extremen Zickigkeit auf. So zog sie im Fernsehen über ihre Konkurrentinnen her und machte sie vor dem Bachelor schlecht.

"Die deutsche Paris Hilton"

Auch nach dem Ausscheiden hielt sie sich in den Boulevardmedien im Gespräch. Mal erschienen Geschichten über ihre Brustvergrößerung, die sie sich von der "Bachelor"-Gage gegönnt haben soll - anstatt ihre Mietschulden zu begleichen. Ein anderes Mal berichtete sie über ihre Liaison mit einem angeblichen Millionär.

Für ihre "Leistung", im Gespräch zu bleiben, ohne dafür etwas zu leisten, wird sie inzwischen als "die deutsche Paris Hilton" bezeichnet. Ein durchaus passender Vergleich: Wie Hilton polarisiert die Rothaarige. Auf ihrer Facebook-Seite spenden ihr treue Fans aufmunternde Kommentare. Viel häufiger wird sie dort aber heftig beschimpft. Sogar Giulia Siegel, die bei ihrer Campteilnahme 2009 von den Zuschauern ähnlich gemobbt wurde, hat sich schon zu Wort gemeldet: Sie erklärte Georgina zur Dschungelzicke 2013: "Sie ist aber nicht dumm wie Sara Knappik, sondern intelligent. Das macht sie zu einer anstrengenden Zicke".

"Ego-Powerfrau, die erst mal nur an sich denkt"

Im Vorfeld hatte man eher damit gerechnet, dass ihr Fiona Erdmann diesen Titel streitig machen könnte. Die frühere "Topmodel"-Kandidatin wurde von den Zuschauern gleich am ersten Tag für die Dschungelprüfung gewählt. Doch die Aufgabe bestand sie mit Bravour - seither hat sie Ruhe. Georgina Fleur blamierte sich dagegen am zweiten Abend mit Heul- und Kreischanfällen, die Zuschauer wollen sie deswegen jeden Abend aufs Neue leiden sehen.

Die Heidelbergerin ficht das alles bislang nicht an. Vor Beginn der Staffel sagte sie RTL: "Ich kann gut wegstecken." An dieser Einschätzung scheint sich bislang nichts geändert zu haben. Auf ihre mageren drei Sterne war sie am Montag mächtig stolz - die enttäuschten Gesichter der übrigen Camp-Teilnehmer schien sie nicht zu irritieren. Damit bestätigt sie die Einschätzung von Silva Gonzalez, der über sie sagt: "Sie ist ja nun mal eine Ego-Powerfrau, die erst mal nur an sich denkt."

Schön ist das alles nicht. Aber wenn sie heute Abend zum Kakerlakenessen antreten muss, bleibt ihr eine Gewissheit: Auch wenn die Schlagzeilen noch so negativ sind - sie bleibt im Gespräch. Und das ist die Hauptsache.

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