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IS-Kämpfer richtet offenbar eigene Mutter hin

Ein 20-jähriger IS-Kämpfer soll vor Hunderten Augenzeugen in Rakka seine eigene Mutter exekutiert haben. Er beschuldigte sie offenbar, sich vom Islam abgewandt zu haben. Doch sie wollte ihn nur vor der Terrormiliz retten.

IS: Kämpfer richtet eigene Mutter in Rakka hin

Dieser 20-jährige IS-Kämpfer soll seine eigene Mutter hingerichtet haben

In der syrischen Stadt Rakka hat ein junger IS-Kämpfer offenbar in aller Öffentlichkeit seine eigene Mutter exekutiert. Das berichten mehrere Aktivistengruppen aus Syrien. Demnach soll am 6. Januar der 20-jährige Islamist Ali Saqr seine Mutter mit einem Kopfschuss hingerichtet haben. Der Grund: Die Frau wurde von den Dschihadisten des Islamischen Staates bezichtigt, sich vom islamischen Glauben abgewandt zu haben.

Tatsächlich soll sie aber versucht haben, ihren Sohn zu einer Abkehr vom IS zu überreden. Das berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte unter Berufung auf zahlreiche lokale Quellen. Wie es in einer Mitteilung der Organisation heißt, soll die Frau ihren Sohn zur Flucht aus der IS-Hochburg Rakka bewegt haben wollen, weil sie gefürchtet hätte, die Anti-IS-Koalition würde alle Kämpfer der Terror-Miliz töten. 

IS-Kämpfer richtet Mutter vor Hunderten Augenzeugen hin

Daraufhin habe Ali Saqr seine Mutter beim IS denunziert. Am vergangenen Mittwoch zerrte der 20-Jährige offenbar seine Mutter schließlich vor die Post-Filiale, in der die 35-Jährige arbeitete, und exekutierte sie vor den Augen Hunderter Menschen.

Ein Aktivist der Organisation "Raqqa Is Being Slaughtered Silently" (zu Deutsch: "Rakka wird lautlos abgeschlachtet") veröffentlichte auf Facebook ein Foto des IS-Kämpfers und mutmaßlichen Muttermörders. Auch seiner Darstellung zur Folge, wurde die Frau wegen des Vorwurfs der Apostasie hingerichtet.

50.000 Dollar Kopfgeld auf Aktivisten

Das Aktivistennetzwerk "Raqqa Is Being Slaughtered Silently" berichtet regelmäßig aus der Hauptstadt des selbsternannten Kalifats. Tim Ramadan, ein Pseudonym, lieferte bereits in der Vergangenheit zuverlässige Informationen aus Rakka. Unter anderem warnte er noch im Februar vor möglichen Anschlägen in Frankreich, nachdem er ein Gespräch von IS-Kämpfern belauscht hatte. Der IS hat auf den Aktivisten ein Kopfgeld in Höhe von 50.000 Dollar ausgesetzt, wie er im vergangenen November in einem Interview mit dem Radiosender "Public Radio International" berichtete.

ivi

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