19. März 2012, 06:07 Uhr

Mitt Romney kann in Puerto Rico punkten

Bei der Präsidentschaftskandidatenkür der US-Republikaner hat diesmal Favorit Romney abgeräumt. Der Multimillionär punktete im US-Territorium Puerto Rico. Sein schärfster Rivale Santorum hatte die Insulaner verärgert.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Favorit Mitt Romney nach den Niederlagen der vergangenen Woche am Sonntag wieder einen Sieg eingefahren: Der Multimillionär punktete bei der Vorwahl im US-Territorium Puerto Rico. Nach Auszählung eines Viertels der abgegebenen Stimmen stand nach Informationen des Senders CNN fest: Der Ex-Gouverneur aus Massachusetts führt mit 83 Prozent. Weit abgeschlagen folgte ihm mit acht Prozent sein stärkster Herausforderer, der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum US-Vorwahlen. Dahinter rangierten Newt Gingrich und Ron Paul.

Romney dürften am Ende mehr als die Hälfte der Stimmen sicher sein und damit - nach dem Wahlrecht der Insel - alle 20 Delegiertenstimmen aus Puerto Rico. Nach CNN-Berechnungen führt der gemäßigte Konservative nun mit 513 Delegierten im Rücken das Bewerberfeld an. Ihm folgt der evangelikale Ex-Senator Santorum mit 239 Delegierten. Der ehemalige Parlamentssprecher Gingrich (139 Delegierte) und der texanische Abgeordnete Paul (69 Delegierte) rangieren auf den beiden letzten Plätzen. Um im August beim Parteitag der Republikaner zum Gegenkandidaten von Präsident Obama aufgestellt zu werden, muss ein Bewerber mindestens 1144 Delegiertenstimmen sammeln.

Romney wurde vom republikanischen Gouverneur Puerto Ricos, Luis Fortuño, unterstützt. Eines der Hauptthemen im Wahlkampf des Territoriums war sein Status. Die Bevölkerung soll im November in einem Referendum entscheiden, ob Puerto Rico zum 51. US-Staat werden soll. Romney unterstützt dies. Santorum, hatte die spanisch-sprechenden Puerto Ricaner mit der Forderung verärgert, sie müssten Englisch zu ihrer offiziellen Sprache machen.

Romney und Santorum warteten die Ergebnisse der Vorwahl aus Puerto Rico bereits an den nächsten beiden Schauplätzen ab: Romney in Illinois, wo am Dienstag gewählt wird, und Santorum in Louisiana, das am 24. März Ort der konservativen Primaries ist.

jar/DPA
 
 
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