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31. Januar 2010, 14:31 Uhr

Thierse schließt Fusion mit Linkspartei nicht aus

Kaum hat sich Oskar Lafontaine aus der Bundespolitik zurückgezogen, streckt die SPD ihre Fühler aus: Wolfgang Thierse hält einen Zusammenschluss von Linkspartei und SPD in Zukunft für möglich. Auch ein Bündnis im NRW-Landtag scheint nicht mehr ausgeschlossen.

SPD, Linke, Linkspartei, Thierse, Steinmeier, Lafontaine

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hält eine Fusion von Linkspartei und SPD für möglich© Lennart Preiss/DDP

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat eine Fusion seiner SPD mit der Linkspartei auf lange Sicht nicht ausgeschlossen. "Alle unsere Ausgrenzungsbeschlüsse haben nicht dazu geführt, dass die Linkspartei geschwächt worden ist, eher im Gegenteil", sagte Thierse dem "Tagesspiegel". Die Frage sei nun, was möglich werde. "Wird die Linke radikaler und erzeugt die Hoffnung, dass Wähler zu uns zurückkehren? Oder doch sozialdemokratischer, mit der Möglichkeit einer späteren Fusion?" Mit dem angekündigten Rückzug von Oskar Lafontaine aus der Bundespolitik bestehe die Möglichkeit eines entspannteren Umgangs, sagte Thierse laut Vorabbericht. "Der emotionale Punkt Lafontaine ist weg."

Thierse schloss ebenso wenig wie SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier eine Koalition der SPD mit der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen aus. In dem Bundesland wird Anfang Mai ein neuer Landtag gewählt. "Es gibt bei uns keine Ausschließeritis, und es gilt bei uns der Grundsatz, dass die Landesverbände zu entscheiden haben", sagte Steinmeier im Deutschlandfunk. Parteichef Sigmar Gabriel hatte dem Linken-Landesverband in Nordrhein-Westfalen die Regierungsfähigkeit abgesprochen.

Steinmeier sieht nach dem Rückzug Lafontaines aus der Spitze der Linkspartei die Hindernisse für ein rot-rotes Bündnis auf Bundesebene keineswegs ausgeräumt: "Es bleibt ja dabei, dass es eine Reihe von politischen Feldern gibt, auf denen wir nun deutlich auseinander sind." Dazu gehöre das ungeklärte Verhältnis der Linken zu Europa. Nach der Ankündigung Lafontaines, kommenden Mai den Parteivorsitz abzugeben, war über eine Annäherung von SPD und Linkspartei spekuliert worden. Der ehemalige SPD-Chef Lafontaine galt als eines der Haupthindernisse für Bündnisse zwischen beiden Parteien.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
Daneel (02.02.2010, 13:25 Uhr)
Strategie, Taktik oder Überzeugung?
"Alle unsere Ausgrenzungsbeschlüsse haben nicht dazu geführt, dass die Linkspartei geschwächt worden ist, eher im Gegenteil", sagte Thierse.

Genau. So ist man mit den Grünen früher umgegangen. Es gibt bestimmt viele Leute, die eigentlich der SPD näher stehen, aber Linkspartei aus Protest gegen die Selbstherrlichkeit der SPD wählt. Nachdem Thierse jetzt zugibt, dass das Ausschließen nicht aus Überzeugung sondern aus taktischen Gründen betrieben worden ist, nach dem Motto, wenn wir nicht gewählt werden, dann ändern wir eben unser Programm, werden wahrscheinlich viele, die eigentlich der SPD näher stehen, auch weiterhin die Linkspartei wählen. Ich hätte mir gewünscht, INHALTLICHE Fragen hätten zu einer Zusammenarbeit oder Fusion beigetragen. Aber nein, darauf kommt es der SPD nicht an, wie Thierse nun zugibt. Auch die Person Lafontaine wird erwähnt, obwohl es sonst heißt, es geht um Inhalte. (Und wer Lafontaine wegen seines Abgangs kritisiert, Schröder aber nicht, ist sowieso ein Heuchler, genau wie Stiegler, der klipp und klar nach der Bundestagswahl sagte, die SPD würde Merkel nicht wählen.)
Skillet4 (02.02.2010, 02:07 Uhr)
Links Marx ? Engels, rechts versengt
Wenn ich die Empfehlung ausspreche, dieser Filzbart solle sich erstmal rasieren, dann ist das doch keine Beleidung!
Völlig subjektiv, nach welchen Kriterien hier seit einiger Zeit (?) Userkommentare gelöscht werden.
Und ebenso wenig objektiv, was hier manchmal so stehen bleibt.
Und solche Fotos zu veröffentlichen, dann aber eine Bildbeschreibung nicht zulassen.
Ziemlich arrogant!
So. Und jetzt löschen.
SethusCalvisius (01.02.2010, 16:14 Uhr)
HÄÄHHH?????
Ich glaub, mich tritt ein Pferd. Ich habe, wenn ich mich recht entsinne, 2 oder 3 Beiträge geschrieben. Die sind jetzt einfach weg und ich habe keine Ahnung, warum. Es ist nun überhaupt nicht meine Art, andere Leute zu beleidigen. Insofern sehe ich überhaupt keinen Grund, meine Kommentare zu löschen.
ganzbaf (01.02.2010, 15:43 Uhr)
1. Mai...

Bist Du dabei?
----

80% der Bürger wollen mehr Direktdemokratie. Dies ist also ein WEIT parteiübergreifendes Thema.

Ideal um als Aufhänger für einen Generalstreik und Marsch auf Berlin zu dienen.

Einfach mal so; weil´s SO nun wirklich nicht weiter gehen kann :-)

Ich werde noch den Gewerkschaften Bescheid sagen.

Heidiho - Liebe Freundinnen und Freunde...! ;-D

Sozimod (01.02.2010, 10:09 Uhr)
Zu den Löschungen!
Dies erinnert mich an den Film Mr. Smith geht nach Washington!

Zensur Frechheit!
Vegefranz geht am Thema vorbei. Bitte löschen!

Die Abgeordneten der SPD stimmten 2009 in der Mehrheit gegen unser Grundgesetz(Quelle: Abgeordnetenwatch,)

Solange diese Protagonisten der SPD weiterhin in der Führungsetage gegen das Grundgesetz votieren, sind sie kein Bündnispartner für die LINKE!

Nicht Oskar Lafontaine ist der Böse, sondern der Seeheimer Kreis.

Unwürdiges Verhalten bei der Abwahl Kurt Beck.

Johannes Kahrs(SPD Seeheimer Kreis), mobbte mitte der 90iger Jahre eine Genossin durch nächtliche Telefonanrufe.
Er wurde angeklagt und kam mit einer Jugendstrafe davon.

Er war damals über 30 Jahre alt.

Sein Verteidiger Ole von Beust(Quelle: Wikipedia).

Meine Kommentare griffen niemanden an, sondern machten auf Kommentare und ungerechtfertigte Löschungen aufmerksam.
Administrator (01.02.2010, 08:35 Uhr)
Liebe User,
wir mussten hier einen Großteil der Beiträge löshen, da diese entweder andere Leser beleidigt haben oder am Thema vorbei verfasst wurden.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins
giangastone (01.02.2010, 08:03 Uhr)
Lafontaine weg? Ha-ha
Lafontaine, einer der genialsten und unangenehmsten deutschen Köpfe des 20. Jahrhunderts, hat sich, wenn's brenzlich wird, immer auf und davon gemacht. Aber immer nur auf Zeit. Er ist ein Kämpfer, wird den Krebs besiegen und in 2-3 Jahren wieder auf der Matte stehen. Diese Katze lässt das Mausen ganz sicher nicht. Zu Thierses Vorstoß gibt es für die SPD UND FÜR DIE LINKEN keine Alternative.
Nojiko (01.02.2010, 01:46 Uhr)
Mal ganz ehrlich!
Wenn Frau Nahles schon kritisiert, dass DIE LINKE die mittels Steuer- d.h. Bürgers Geldern aufgebauten und dann an Konzerne in Übersee verhökerten Wasser- und Elektrizitätswerke gerne wieder zu Volkseigentum machen würde, sagt das doch schon alles! Es wurde mit unserem Geld gebaut und dann verkauft, so dass wir jetzt die Gewinne zusätzlich zum Produkt finanzieren müssen, während früher kostendeckend geliefert werden musste! Kapiert das denn keiner der SPD-Wähler? Die Politiker selbst haben das schon begriffen - man stelle sich vor: Sie wußten sehr gut, was sie taten und es war ihnen recht! Die Leute, die hier von Verrat an der SPD reden, seien einmal gefragt: Warum habt Ihr denn vor wenigen Wochen schon wieder Gabriel gewählt? Und zwar nachdem er überheblich grinsend erklärt hat, man brauche weder auf die JuSos zu hören noch irgendwelche Änderungen überhaupt zu erwägen. Ich kann Euch sagen, weshalb seine Rechnung nicht mehr aufgeht: Die CDU-Wähler haben bereits eine Partei, die seit über 50 Jahren treu ihrem Programm folgt, und die anderen - haben jetzt DIE LINKE!
Johann58 (01.02.2010, 00:59 Uhr)
SED Reloaded haben wir seit September 2009
Ueberwachung des kleinen Mannes mit gleichzeitiger Freigabe der Korruption fuer diejenigen welche genuegend Geld haben sich die Regierung zu kaufen. Steuern rauf fuer Geringverdiener und Steuersenkungen fuer Hoteliers, lueckenlose Ueberwachung der Lohnsteuerzahler, damit ja keiner ein Arbeitszimmer versucht abzusetzen und Amnestie fuer diejenigen welche Millionen ins Ausland schaffen. Was wollt ihr mehr? Wer sich die Geschichte der CDU ansieht stellt ganz schnell fest wie gross der Anteil von Altnazis war, die es bis zum Minsterpraesindenten gebracht haben. Dass ehemalige SEDler in Regierungsverantwortung sitzen ist fuer mich unbegreiflich, da ichdavon ausgehe, dass man hier auch alte Seilschaften und Ideen am Leben haelt, die menschenverachtend sind. Und unsere Kanzlerin, die aus der BlockfloetenCDUi hervorgegangen ist faellt genau unter diese Kathegorie. Die CDU ist der SED naeher als die SPD!

Thierses Vorschlag kommt nicht ueberraschend, der Zeitpunkt ist nicht gut gewaehlt. Solange bei der Linken jedoch mit einem relativ hohen Anteil von SEDlern ausgestattet ist, sollte die SPD die Finger davon lassen.
chris412 (01.02.2010, 00:45 Uhr)
Mangelnde Einsicht und Selbstkritik
Es ist schon erschreckend, wie wenig Thierse, Steinmeier, Gabriel und Konsorten verstanden haben was sie mit ihrer Politik Millionen Menschen in diesem Land angetan haben.
Sie wollen trotz 1O (!!) Millionen Wählerverlust am liebsten immer noch auf dem hohen Roß sitzen und Moralapostel über andere spielen.
Es ist Oskar Lafontaine, der den sozialdemokratischen Grundprinzipien bis heute treu geblieben ist und sich eben nicht wie viele andere korrumpieren ließ.

Es ist der Basta-Kanzler mit seinem Anhang wie Clement, Steinmeier, Müntefering etc., die die sPD verraten haben.
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