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27. Mai 2011, 13:19 Uhr

Ältere AKW sollen nicht wieder ans Netz

Die Umweltminister aus Bund und Ländern sind sich einig: Sieben ältere Atomkraftwerke, die derzeit nicht am Netz sind, sollen dauerhaft stillgelegt werden. Dagegen setzen die Minister beim Datum für den Atomausstieg auf die Bundesregierung. Sie soll ein "ehrgeiziges und realistisches Konzept vorlegen".

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Die Umweltminister sind sich einig: Kraftwerke wie hier das AKW Unterweser sollen nicht wieder ans Netz gehen© Ingo Wagner/DPA

Sieben ältere Atomkraftwerke in Deutschland sollen nach dem Willen der Umweltminister von Bund und Ländern nicht wieder ans Netz gehen. Darauf einigte sich die Umweltministerkonferenz einstimmig bei ihrer Tagung am Freitag in Wernigerode im Harz, teilte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mit. Nicht einig werden konnten sich die Minister offenbar über ein Datum für den Ausstieg aus der Atomkraft.

Wie Röttgen betonte, gibt es zum Beschluss, ältere AKW dauerhaft vom Netz zu nehmen, allerdings eine Reihe von Protokollnotizen aus den Ländern, in denen Einschränkungen formuliert sind - vor allem zur sicheren Energieversorgung. Zur Zukunft des Atomkraftwerks Krümmel, das ebenfalls derzeit stillsteht, gibt es noch keine genauen Angaben.

Kein Datum angeboten, Konzept gefordert

Auf ein Datum für die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke in Deutschland konnten sich die Minister nicht einigen. Stattdessen sprach sich die Umweltministerkonferenz für einen "frühestmöglichen gesetzlichen Ausstieg aus der Kernenergie aus", wie der Sprecher des Umweltministeriums von Sachsen-Anhalt, Detlef Thiel, mitteilte. Die Bundesregierung solle ein "ehrgeiziges und realistisches Konzept vorlegen", hieß es.

Damit wird mit Spannung der kommende Sonntag erwartet, wenn der Koalitionsausschuss mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das Ausstiegskonzept beraten will. Bei der Konferenz der Umweltminister waren nach Angaben eines Teilnehmers unter anderem 2017 und 2022 als mögliche Zeitpunkte für den Ausstieg genannt worden.

dho/DPA
 
 
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