Eis und Schnee behindern Flugverkehr

21. Januar 2013, 08:34 Uhr

Der Winter hält die Mitte und den Süden Deutschlands fest im Griff. Am Flughafen Frankfurt und München fallen Hunderte Flüge aus, auf den Straßen kommt es zu zahlreichen Unfällen.

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Das Winterwetter bringt den Flugplan in Frankfurt und München ins Rutschen. Auf den Straßen behinderten in Deutschland vielerorts Schnee und Eis den Verkehr. Etwa 180 Flüge wurden in Frankfurt am Montag gestrichen, allein Lufthansa sagte nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport 140 Verbindungen ab. "Es kommt mit Sicherheit noch zu Verspätungen", sagte ein Fraport-Sprecher.

Auf dem Flughafen München sollten am Montag 200 Flüge ausfallen. Ein Sprecher des Airports forderte Reisende auf, sich im Internet zu informieren. Glatte Straßen gab es in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Immer wieder kam es zu Unfällen. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Der Fraport-Sprecher sagte, noch schneie es, es müsse weiter enteist werden. "Eisregen erwarten wir heute nicht mehr." Der Flugplan müsse sich jetzt erst wieder einpendeln. Eisregen hatte am Sonntag Deutschlands größten Airport vorübergehend lahmgelegt. In München empfahl die Lufthansa ihren Passagieren, anstelle von innerdeutschen Flügen auf die Bahn umzusteigen. Das Ticket könne in einen Bahn-Gutschein umgetauscht werden, sagte eine Lufthansa-Sprecherin.

Auch am Flughafen Berlin-Tegel gab es am Montag Verspätungen und Flugausfälle. "Grund dafür ist der Eisregen in Frankfurt und München am Sonntag", sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Betroffen sind vor allem Flüge von und nach Frankfurt oder München. Wegen des Winterwetters fielen auch am Flughafen Leipzig/Halle Verbindungen aus. Wie ein Sprecher sagte, seien vorerst die Verbindungen von und nach Frankfurt/Main sowie München betroffen.

Sperrung der Berliner Stadtautobahn

Auf glatten Straßen wurden in Schleswig-Holstein bei Unfällen seit Sonntagabend sechs Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auch in Niedersachsen gerieten am Montagmorgen viele Autos ins Rutschen. Zumeist blieb es laut Polizei bei Blechschäden. Winterlich war die Lage auch in Bayern. Wie die Polizei in Bayreuth mitteilte, verwandelte Eisregen die Autobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Bindlacher Berg und Trockau in eine Rutschbahn. Dort krachte es seit Sonntagabend mindestens 20-mal. Mindestens drei Menschen wurden dabei leicht verletzt.

In Berlin musste am frühen Montagmorgen ein Abschnitt der Stadtautobahn A111 in Richtung Norden gesperrt werden. In Hessen rutschten Autos in Gräben, Lastwagen steckten fest. "Man kann nur empfehlen, äußerst langsam zu fahren", sagte ein Polizeisprecher in Wiesbaden. In Frankfurt und Darmstadt standen die Straßenbahnen zunächst still, in Kassel legte Schnee Busse und Bahnen auf manchen Strecken lahm. Vereiste Oberleitungen behinderten den Straßenbahnverkehr in Mannheim und Heidelberg sowie in der Region Bergstraße.

Eis und Schnee machten auch Belgien zu schaffen: Hochgeschwindigkeitszüge des Thalys, der Brüssel mit Paris und Deutschland verbindet, verkehrten mit teilweise erheblichen Verspätungen oder gar nicht. Mehrere Eurostar-Züge von Belgien nach Großbritannien wurden abgesagt. Die Bahnunternehmen rieten Kunden, ihre Reise möglichst zu verschieben.

kng/DPA
 
 
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