26. Mai 2009, 12:18 Uhr

HSV-Coach Jol wechselt zu Ajax Amsterdam

Schock für den HSV: Trainer Martin Jol wird den Bundesligisten nach nur einer Saison verlassen und sich Ajax Amsterdam anschließen. Wie der niederländische Traditionsclub bestätigte, erhält Jol einen Dreijahresvertrag.

Martin Jol, Hamburger SV, Ajax Amsterdam

Martin Jol wechselt nach nur einem Jahr beim Hamburger SV zu Ajax Amsterdam©

Fußball-Bundesligist Hamburger SV muss sich überraschend einen neuen Cheftrainer suchen. Nach nur einem Jahr bei den Norddeutschen wechselt der Niederländer Martin Jol zu Ajax Amsterdam. Wie der niederländische Traditionsclub und der HSV am Dienstag mitteilten, erhält der 53-Jährige einen Dreijahresvertrag. Jol tritt in Amsterdam die Nachfolge des Anfang Mai zurückgetretenen Marco van Basten an. In Hamburg hatte er einen Kontrakt bis Juni 2010.

Drei Tage nach dem Erreichen des Saison-Minimalziels Europa League schockte die spektakuläre Nachricht die Hamburger Fans. Schließlich sind die Hanseaten unter Jols Regie aufgeblüht. Die Hanseaten erreichten erstmals seit 26 Jahren wieder ein Europapokal-Halbfinale, zudem standen sie in der Vorschlussrunde des DFB-Pokals und spielten lange um die deutsche Meisterschaft mit. Am Ende reichte es zu Platz fünf und der Qualifikation zur Europa League.

Noch am Sonntag hatte Jol in einem Interview auf der HSV-Homepage erklärt, die abgelaufene Spielzeit mit dem Vorstand um Clubchef Bernd Hoffmann mit Blick auf die neue Saison analysieren zu wollen. "Wir wollen unser Level halten und dafür braucht man natürlich auch gute Spieler, zumal uns ja auch einige Profis verlassen. Doch das werden wir jetzt alles in Ruhe besprechen und dann geht es Anfang Juli ja schon wieder los", hatte Jol gesagt.

Den ganzen Dienstag hatten Verantwortliche des HSV und von Ajax verhandelt. Möglicher Knackpunkt war die Zahlung einer Ablösesumme. Ajax wollte angeblich kein Geld für ihren neuen Trainer bezahlen.

Noch bevor der Wechsel bestätigt war, wurde über Jols Nachfolge spekuliert. Als ein Kandidat wurde der ehemalige Schalker Coach Mirko Slomka gehandelt.

DPA/mak
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
nixisfuerimmer (26.05.2009, 18:01 Uhr)
und diese Holländer...
..gehen mir ehrlich auch auf den Keks. Gibts keine Charakterköpfe mehr, die sich beim HSV mal durchsetzen?! Und dann Jarolim als Kapitän, ein alter Torwart, kein Mittelfeld außer Troche, 2 Zufallsknipser, dänische Papierkugelsucher, das ist ein Haufen Einzelkämpfer. Das Ergebnis der Hoffersdöferschen Buchhalterei. Mensch der HSV ist ein Traditionsclub - da gehts auch um Emotionen - da muss mal einer SCH... schreien!
nixisfuerimmer (26.05.2009, 17:51 Uhr)
1987
in dem Jahr hat der HSV den letzten "interessanten Pokal, nämlich den DFB-Pokal gewonnen. Leute, wie soll man denn da noch an wirkliche Erfolge denken. Der Glaube und Wunsch allein hilft. da müssen Profis ran. Beiersdorfer und Hoffmann sind auch nur UEFA und keine Champions. Die werden niemals einen TOP-Trainer bekommen, weil Sie keine konkreten Wege, Perspektiven und nicht das Geld hinlegen. Das sind Pfeffersäcke im schlimmsten Sinne. Mutig, sind die nicht..... aber - nix is für immer!
friendly2004 (26.05.2009, 17:42 Uhr)
Wechsel inzwischen bestätigt
siehe Homepage des Vereins
Fraenkie2 (26.05.2009, 15:40 Uhr)
Langfristiger Erfolg....
...scheint mir eher bei Hoffmann und Beiersdorfer als bei Jol gegeben. Seit Jahren international dabei, inzwischen in Europa unter den Top 20 auf Rang 13. Jol einmal Platz 9 mit Tottenham und nun Paltz 5 mit dem HSV. Aber richtig ist schon, dass es der Klub wirklich nicht schafft, über längere Zeit seine Leistungsträger beisammen zu halten und dann das Team punktuell noch zu verstärken, wie z.B. Bayern München. Das ist der eigentliche Grund dafür, dass der HSV seit zig jahren keine Titel mehr gewinnt. Es beginnt fast jede Saison wieder bei null. Und schon sind wir auch beim Trainer: Hier wären Kontinuität und zumindest längerfristige Engagements sicherlich auch ein Weg, Spielsysteme und Spieler zu etablieren. Zumindest so lange, bis ein Klub ein "Standing" hat, dass Top-Spieler und Top-Trainer automatisch kommen - genau davon ist der HSV noch weit entfernt.
SirDidimus (26.05.2009, 15:18 Uhr)
sind die verträge
im fußball auf papier geschrieben? muss man sich eigentlich an nichts halten? der mann hat einen vertrag bis 2010! das geht mir mehr auf den keks, als wenn gommez für 30 mios zu den bayern geht. was sind denn das für vorbilder.
philmoe80 (26.05.2009, 15:06 Uhr)
keine finanziellen risiken eingehen
sagt hoffmann auf den wunsch jols hin, das team zu verstärken. nun gut, dann sitzt man doch lieber auf nem geldberg welchen man nach der zwangsläufig mittelmäßigen nächsten saison sowieso nicht ausgeben kann, da kein top-spieler mehr zum hsv will - wie es jetzt schon der fall ist.
das team zu verstärken halte ich für das einzig richtige, vielleicht sollte man eher mal den hsv-boss hoffmann hinterfragen.
top20 - das ich nicht lache!
raptor-xl (26.05.2009, 14:58 Uhr)
jol kein überflieger...
...aber der vorstand des hsv nervt mächtig. die ausrichtung an die internationale spitze wird da eher nach dem glücksklee-prinzip versucht. professionalität sieht anders und unterliegt einem längerfristigen aufbau.
doch dafür haben die herren keinen plan, sondern maximal wunschvorstellungen.
Fraenkie2 (26.05.2009, 14:32 Uhr)
Schmierentheater
Eben noch die Glücksphrasen gedroschen, über neue Spieler philosophiert und nun das: Der "plötzliche" Wechsel zu Ajax. Und alles sooo plötzlich. Da kann man mal sehen, was sich hinter solch freundlichen Dauer-Lächeln doch alles verbergen kann. Der vermeintliche Schock wird sich bei genauerem Hinsehen jedoch schon bald als eher heilsam entpuppen. Jol ist kein Übertrainer. Wer genau hinschaut erkennt einige taktische Fehlleistungen, permanent neue Teamaufstellungen unter dem Deckmantel der Rotation, der regelmäßige Ruf nach Verstärkungen, am Schluss gar mangelnde Spielkultur. Das schöne ist, dass der HSV genug Zeit hat, einen neuen Trainer zu finden. Vielleicht kommt ja nun doch die Zeit des Bruno Labbadia; das wäre keine Alternative, sondern ein Fortschritt!
dreizweieins-keins (26.05.2009, 14:29 Uhr)
Welch Wunder...
...bei der (nicht vorhandenen) Transferpolitik. Da müssen sich die Herren Hoffmann und Beiersdorfer wohl noch den Kopf zerbrechen, will man die (wenigen) Leistungsträger behalten. Guerrero kann ja Ende der nächsten Saison genau so verschenkt werden, wie Ivi jetzt. Ebenfalls erbärmlich ist m.E., wie man Bastian Reinhardt abserviert hat. Aber junge no names aus Holland werden es schon richten!?? Ein Torjäger wird wohl ebenfalls nicht benötigt. Die Hoffnung stirbt zuletzt...
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