HOME

Stern Logo "Car of the Year" - Das beste Auto des Jahres

Car of the Year 2015: Der Passat fährt allen davon

Europa hat ein neues Car of the Year: den Volkswagen Passat. Eine Fachjury aus 22 Nationen wählte am Vorabend des Genfer Automobilsalons die Limousine zum besten Auto des Jahres 2015.

Von Jan Boris Wintzenburg

VW Passat im Test: So fährt sich der perfekte Spießer

VW-Technikchef Heinz-Jacob Neußer blickte zunächst noch unsicher auf die große Videowand, auf der in alphabetischer Reihenfolge der Nationen die Stimmen der 58 Jurymitglieder aufleuchteten. Doch schon beim Buchstaben D wie Dänemark konnte er entspannen: Sein Passat hatte einen komfortablen Vorsprung herausgefahren. Und den ließ er sich bis zum Ende der Abstimmung nicht mehr nehmen: Mit 340 Stimmen siegte das Familienauto - und lag am Ende fast 100 Punkte vor dem Citroen Cactus.

Der wichtigste Preis Europas

Als Neußer schließlich mit dem Preis auf der Bühne stand und ein weißer Passat GTE zu ihm rollte, strahlte er: "Jetzt kann die Messe hier in Genf kommen." Zum vierten Mal wurde am Vorabend der Eröffnung des Genfer Automobil-Salons das Car of the Year ausgezeichnet. Der Preis, der vom stern zusammen mit sechs führenden Auto-Zeitungen aus Italien, Spanien, England, Schweden, Frankreich und den Niederlanden vergeben wird, ist der renommierteste Auto-Preis Europas.

Die Fachjury aus 58 Motorjournalisten aus 22 europäischen Ländern stimmt namentlich ab, sodass jegliche Manipulationsversuche ausgeschlossen sind. Der Preis wird seit 42 Jahren vergeben und ist damit auch der älteste Auto-Preis des Kontinents.

Sieben Finalisten

In diesem Jahr hatte die Jury in einer ersten Runde aus 31 möglichen Fahrzeugen, die 2014 in ausreichender Stückzahl in Europa auf den Markt kamen, sieben Finalisten ausgesucht. Die mussten dann in einem direkten Test auf einer Versuchsstrecke in Mortefontaine bei Paris gegeneinander antreten. Dort testete sie die Jury einen Tag lang auf Herz und Nieren. "Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen", sagt stern-Jurymitglied Frank Janßen. "Aber am Ende hat der Passat alle anderen abgehängt."

In der finalen Abstimmung landete der Citroen Cactus mit 248 Punkten auf Rang zwei, gefolgt von der Mercedes C-Klasse (221 Punkte), dem Ford Mondeo (203), dem Nissan Qashqai (160), dem BMW 2er (154) und dem Renault Twingo (124). "Das ist ein sehr wichtiger Preis für uns", freute sich VW-Mann Neußer. "Gerade weil er alle modernen Spritspar-, Kommunikations- und Sicherheits-Technologien hat, ist das ein wichtiges Signal für die Branche."

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.