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Bedienkonzepte auf der CES 2016: Touch Me - Berühr‘ mich!

Die Consumer Electronic Show im Spielerparadies Las Vegas zeigt eindrucksvoll, dass sich die Zukunft des Automobils immer mehr im Innenraum abspielt. Nahezu alles dreht sich um die Bedienung von Morgen.

BMW i8 Spyder auf der CES 2016

BMW i8 Spyder auf der CES 2016

Als das britische Pop-Sternchen Samatha Fox Mitte der 80er Jahre mehr brust- als stimmgewaltig "touch me" in die Mikrofone hauchte, waren nicht nur heranwachsende Jünglinge schier aus dem Häuschen. Sam Fox forderte mit "touch me - I want your body" das Gegenüber heraus. Von derart viel Körperlichkeit ist CES in Las Vegas nicht nur an den überfüllten Ständen von Sony, Samsung und Co. einiges zu spüren. Auch die Messeauftritte der zahlreichen Autohersteller zeigen, dass berührungsempfindliche Bedienfunktionen eine immer größere Bedeutung zukommt. Die Autos von morgen sind noch mehr als aktuell rollende Computer - mit der ganzen Welt vernetzt. "Das Auto ist das Mobile Device schlechthin", so Volkswagen-Marken-Chef Herbert Diess bei seiner Keynote auf der CES in Las Vegas. Funktionen, von denen man vor ein paar Jahren nur träumen konnte, haben längst Einzug gehalten in die unteren Klassen des Fahrzeugbaus.

Touch Me - Berühr‘ mich!
BMW i8 Spyder auf der CES 2016

BMW i8 Spyder auf der CES 2016

Audi schließt sich dem berührungsfreundlichen Trend an und zeigt in einer Sitzkiste das neue Cockpit des A8. Um den Abstand gegenüber der S-Klasse und dem 7er BMW zu verringern, wird das Interieur des Ingolstädter Flaggschiffs von zwei Bildschirmen dominiert: Die beiden Displays werden mit einer Auflösung von 2.240 mal 720 Pixeln ein gestochen scharfes Bild wiedergeben. Mit dieser Auflösung übertreffen die Bayern das auch die Auflösung des zentralen 12,3-Zoll-Monitor der nächsten E-Klasse, der es auf 1.920 mal 720 Pixel bringt. Doch Audi hat noch ein As im Ärmel: Berührt man den Bildschirm um ein Feld zu aktivieren, bekommt der Fahrer ein haptisches Feedback. Das Bildschirm-Segment fühlt sich an, wie das Drücken eines Knopfes. Sogar an das Audi-Klicken, wie man es von den Drehknöpfen kennt, haben die Entwickler gedacht. Noch weiter gehen die berührungsempfindlichen Hightech-Displays von Bosch, die verschiedene Schalter zu imitieren versuchen.

Beim kommenden Audi A8 kann die Belegung der Touchscreen-Tasten für Radiosender, Telefonnummern oder Navigationszielen teilweise durch den Fahrer vordefiniert werden. Damit die Elemente auch im Sonnenlicht gut ablesbar sind, soll die Helligkeit und der Kontrast dementsprechend gut regulierbar sein. Ob OLED-Displays zum Einsatz kommen, ist noch nicht entschieden. Ein besonderes Augenmerk legt Audi auch die Fingerabdrücke, die das Ablesen des Bildschirms mit der Dauer erschweren. Dieses ungeliebte Phänomen will Audi mit einer speziellen Beschichtung minimieren, an der noch getüftelt wird.

Dreh-Drück-Steller wie der ernst verhasste und längst geliebte iDrive-Controller von BMW wurden längst vielfältig mehr oder weniger erfolgreich nachgeahmt. Doch es scheint so, als sei die Zeit der zentral auf der Mittelkonsole positionierten Dreh-Drück-Steller ebenso gekommen, wie das Ende der fest belegten Tasten im Armaturenbrett und auf der Mittelkonsole. Die Gründe für animierte Cockpits und frei programmierbare Bedienoberflächen liegen auf der Hand. Der Fahrer kann sich das Cockpit ganz nach seinen Wünschen errichten - mit warmen weichen Tönen oder gleißen hellen Farbkombinationen. Was wichtig ist, wird angezeigt - was unwichtig erscheint, in den Hintergrund verbannt. Selbst Bedienweltmeister BMW stellte mit dem neuen 7er ergänzend zu Dreh-Drück-Steller und der erstmals eingeführten Gestensteuerung seine ersten Touch-Bedienungen vor. Auf der CES geht es noch zwei Schritte weiter. Auch Daimler hat keine Berührungs-Ängste: "Der Trend zum Touchscreen ist unübersehbar", erklärt Entwicklungs-Vorstand Dr. Thomas Weber.

BMW sorgt mit der Wiederauflage des offenen BMW i8 auf Aufsehen. Deutlich spannender als der weitgehend mit dem i8 Coupé identische Plug-In-Spyder ist dessen Anzeige- und Bedienkonzept. Per dreidimensionaler Gestensteuerung lassen sich die verschiedensten Fahrzeugfunktionen ebenso bedienen wie über Sprache.

Bei Volkswagen sieht es nicht anders aus. Nach der Messepremiere auf der CES im vergangenen Jahr gibt es nun beim E-Golf einen seriennahen Ausblick auf die Bedienmöglichkeiten, die schon bald in Serie gehen sollen. Auch hier gibt es neben neuen Touch-Funktionen auf einem 9,2 Zoll großen Hightech-Bildschirm mit einer Auflösung von 1280 x 640 Pixel zusätzlich eine Gestensteuerung. Im Sommer bekommt der VW Golf bei einer technischen Modellpflege eine deutlich verbesserte Sprachbedienung. Weiter in die Zukunft blickt die Konzeptstudie des VW Budd-e, die nach Aussagen von VW-Markenvorstand Herbert Diess bis Ende des Jahrzehnts Realität werden soll. Der 235 kW / 317 PS starke Elektrobus verzichtet in seinem Innern komplett auf haptische Schalter. Alles wird per Sprache, Gestensteuerung oder Touchfunktionen bedient. Das gilt für den Fahrer ebenso wie für die anderen Insassen im Fond. Per Gestensteuerung lassen sich nicht nur die Funktionen im Innern bedienen, sondern auch die vorderen Türen öffnen oder die Schiebetür zurückfahren.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.