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Ford Focus Econetic: König der Sprit-Sparer

Der Focus Econetic zeigt der Konkurrenz wie das Sparen geht: Sein Durchschnittsverbrauch von nur 3,5 Litern Diesel pro 100 Kilometer unterbietet alle Mitbewerber deutlich. Jetzt muss der Golf Bluemotion nachlegen.

Für den Verkaufserfolg sind psychologische Grenzen wichtig, und das heißt für Extrem-Sparer in der Kompaktklasse: unter vier Liter. In dieser Verbrauchsklasse gibt es eine ganze Reihe von Sparmodellen im Golf-Segment. Audi zum Beispiel hat den A3 1.6 TDI mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern pro 100 Kilometer, Opel den Astra 1.3 CDTi Ecoflex (3,9 Liter), Peugeot ab Sommer den 308 e-HDi 110 (ca. 3,8 Liter), Seat den Leon 1.6 TDI Ecomotive (3,8 Liter) und nicht zuletzt VW den Golf TDI Bluemotion (3,8 Liter).

Motor wurde neu entwickelt

Jetzt kommt eine Kampfansage aus Köln. Nur 3,5 Liter soll der neue Ford Focus Econetic verbrauchen. Anfang 2012 soll er beim Händler stehen. Der CO2-Ausstoß liegt laut Ford bei weniger als 95 Gramm pro Kilometer. Angetrieben wird der Spar-Focus von einem 1,6-Liter großen Dieselmotor mit 105 PS, die Leistung entspricht also der des Golf Bluemotion. Das Aggregat ist eine komplette Neuentwicklung. Es hat unter anderem ein verbessertes Einspritzsystem an Bord und einen neuen Turbolader inklusive einer leistungsfähigeren Ladeluftkühlung. Zudem wurde es auf möglichst geringe Reibungsverluste hin optimiert. Das Sechsgang-Schaltgetriebe wurde länger übersetzt, um das Drehzahlniveau zu senken und so den Verbrauch weiter zu drücken.

Dazu kommen eine Start-Stopp-Automatik, eine Anzeige mit Schaltempfehlungen für den Fahrer und ein System zur Bremsenergierückgewinnung. Der Focus Econetic ist mit einem speziellen Aerodynamikpaket ausgestattet, der Clou dabei ist ein variabler Kühllufteinlass: Die Grill-Lamellen sind verstellbar, sodass sich die Luftzufuhr in den Motorraum regulieren lässt. Je nach Kühlbedarf bleiben sie teilweise verschlossen. An mehreren Stellen des Wagens sind zudem Abdeckungen und Deflektoren angebracht, die den Bereich ab der Vorderachse bis zur Hinterachse fast durchgehend verkleiden und so Luftverwirbelungen verhindern. Die Stahlräder haben abgeschirmte Radblenden, die dem Wind weniger Angriffsfläche bieten als normale Alu-Felgen. Rollwiderstandsarme Reifen runden das Sparpaket ab.

Lehrmeister an Bord

Als Unterstützung für den Piloten kündigt Ford schließlich noch einen "Eco-Mode" an. "Das System analysiert kontinuierlich die Fahrweise und liefert klare Rückmeldungen über die Umweltfreundlichkeit des Fahrstils", heißt es bei den Kölnern. Eine Kleeblatt-Grafik im zentralen Display der Instrumententafel zeigt die erzielten Fortschritte beim frühen Hochschalten, vorausschauenden Fahren sowie beim gleichmäßigen Tempo an. Eine ähnliche "Blumen-Belohnung" gibt es auch bei Hybridmodellen wie dem Honda Insight, dem Toyota Prius oder dem amerikanischen Ford Fusion Hybrid.

Zur Ausstattung des Sparmodells haben die Kölner noch keine Angaben gemacht. In der Regel sind diese auf Effizienz ausgelegten Autos nicht mit allen Extras kombinierbar, da diese zum Teil den Sinn der Sparmaßnahmen konterkarieren würden. Auch was der Ford Focus Econetic kosten wird, wurde noch nicht verraten.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.