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Genfer Autosalon 2014: Ganz schön was los

Die Autobranche feierte ihren Jahresauftakt in Detroit. Anfang März steigt Europa auf dem Genfer Automobilsalon offiziell ins Rennen ein. Vom Audi TT bis zum Mercedes S-Klasse Coupé wird auf dem Messegelände Palexpo einiges geboten.

Es ist wieder soweit. Das neue automobile Jahr erreicht Europa. Wo? In Genf. Vom 6. bis 16. März werden Welt- und Europapremieren präsentiert und so manch ein Autohersteller klopft sich bekannt selbstbewusst auf die Schulter. Entweder um den Muff des vergangenen Jahres wegzufegen oder um sich selbst ein wenig für das zu loben, was denn da alles aus dem Hut gezaubert wird. Auf schweizerischem Boden sind auch in diesem Jahr die Deutschen Hersteller wieder besonders stark und mit allen Marken vertreten. So steht auf den Messequadratmetern des Herstellers Audi der neue rund 220 PS starke S1, die 300 PS starke Cabrioversion des S3 und das TT Coupé. Ebenfalls aus Bayern kommt BMW und stellt unter anderem den 2er Active Tourer mit Frontantrieb und das 4er Gran Coupé auf die Bühne.

Die Stuttgarter Marke mit dem Stern präsentiert auf dem Genfer Autosalon eine gelungene Mischung aus Alltags-, Luxus- und Großraumfahrzeugen. Die bereits in Detroit Anfang des Jahres ihre Weltpremiere feiernde Mercedes-Benz C-Klasse steht in der Schweiz als T-Modell zu bestaunen bereit. Direkt daneben teilen sich das S-Klasse Coupé und die V-Klasse die Standfläche. Aus Zuffenhausen rollt eine der größten Überraschungen des diesjährigen Motorsportzirkus heran. Denn mit dem Porsche 919 Hybrid wollen die Schwaben der großen Schwester Audi in Le Mans den Sieg und die Show stehlen. Ebenfalls zu sehen ist die Dieselversion des Porsche Macan S. Volkswagen zeigt neben einem Polo Facelift eine Vorschau auf den kommenden Scirocco sowie den Plug-in Hybriden Golf GTE. Er verfügt über einen 150 PS starken Benzinmotor und einen 109 PS starken Elektromotor. Bis zu 50 Kilometer soll er rein elektrisch fahren können. Ebenfalls aufgefrischt zu am Genfer See zu sehen: der Ford Focus. Und so langsam dürfte Honda auch seinen Civic Type R von der Leine lassen. Alfa Romeo und Ferrari halten sich mit Informationen noch zurück. Doch unter anderem könnten die offene Version des Alfa 4C und eine Neuauflage des Ferrari California gezeigt werden.

Ihre, zumindest sprachliche, Heimstärke versuchen Marken wie Citroen oder Peugeot auszuspielen. So schickt die Marke mit dem Doppelwinkel ihren Kleinsten ins Rennen, den neuen Citroen C1. Gleichzeitig präsentieren die Franzosen den sehenswerten C4 Cactus. Von Peugeot rollt in diesem Jahr der kleine 108 und der 4,58 Meter lange 308 SW in die Halle. Der 308 in seiner Kombiversion SW bietet einen Kofferraum mit 610 Litern Volumen, das sich durch einen einfachen Handgriff vom Heck aus auf über 1.500 Liter vergrößern lässt. Einer der bekanntesten Kleinwagen Frankreichs, der Twingo, feiert auf dem Renaultstand den Start in eine neue Generation. Der Flitzer wurde zusammen mit Smart entwickelt. Das Smart-Doppelpack aus Fortwo und Forfour wird jedoch erst auf dem Pariser Salon im Herbst enthüllt.

Aus einem der Nachbarländer flitzt einer der PS stärksten Neulinge nach Genf. Der Lamborghini Huracan aus dem italienischen Santa Agata beschleunigt dank seiner 610 PS in 3,2 Sekunden bis Tempo 100 - bei 325 Kilometern pro Stunde ist Schluss. Der Spritverbrauch wurde auf 12,5 Liter auf 100 Kilometer gedrückt. Auch aus Italien kommt der Maserati Quattroporte by Ermenegildo Zegna Limited Edition mit 275 PS, die er aus seinem 3,0 Liter großen Turbodieselmotor herauskitzelt. Dem Temperament des Heimatlandes angemessen zeigt sich der neue Seat Leon Cupra mit bis zu 280 PS und einer Beschleunigungszeit von 5,8 Sekunden.

Aus dem fernen Osten fliegen in diesem Jahr natürlich auch wieder zahlreiche automobile Weltpremieren in die Schweiz. Mazda dürfte auf dem Genfer Salon einen Ausblick auf die kommende 2er-Generation zeigen. Dazu kommen der neue Nissan Qashqai sowie der kleine Toyota Aygo, baugleich mit Peugeot 108 und Citroen C1. Von Lexus sind verschiedene Versionen des RC sowie das bereits bekannte Konzeptfahrzeug LF-NX zu sehen. Die Südkoreaner aus dem Hause Kia präsentieren mit dem Soul EV ein über 200 Kilometer weit fahrenden Stromer. Zudem steht der überarbeitete Kia Sportage auf dem Genfer Autosalon. Aus China kommt die 4,44 Meter lange Fließheckversion des Qoros 3 inklusive eines acht Zoll großen Touchscreens, über den der Fahrer das in Zusammenarbeit mit Microsoft und Co. entwickelte Infotainmentsystem bedienen kann. Ganz schön was los in der ansonsten eher ruhigen Schweiz.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.