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Jaguar XF: Der britische Geschäftsmann

Der neue Jaguar XF soll der Mercedes E-Klasse, dem Audi A6 und dem BMW 5er das Leben schwer machen. Das Design bietet keine großen Überraschungen, aber technisch rüsten die Briten auf.

Wie bei James Bond: Stuntman Jim Dowdall steuert den Jaguar XF in 18 Metern Höhe über das Wasser der im East End gelegenen Docklands in London.

Wie bei James Bond: Stuntman Jim Dowdall steuert den Jaguar XF in 18 Metern Höhe über das Wasser der im East End gelegenen Docklands in London.

Jaguar schwimmt weiter auf einer Erfolgswelle. Das Design der Autos kommt an und auch technisch unterstreicht der neue Jaguar XF mit Aluminium-Chassis und verbesserten Infotainment den Premium-Anspruch der Engländer. Der manifestiert sich auch im Auftreten der Verantwortlichen. "Wir bieten im Fond mehr Beinfreiheit als die Konkurrenz", lässt Chef-Designer Ian Callum keinen Zweifel an den Ambitionen. Dank des um 5,1 Zentimeter auf 2,96 Meter verlängerten Radstands ist es hinten zumindest richtig gemütlich. Die Platzverhältnisse im Fond sind durchaus vergleichbar mit denen einer Mercedes E-Klasse.

Jaguar XF: Musterschüler
Der Jaguar XF trägt das typische Markengesicht

Der Jaguar XF trägt das typische Markengesicht

Von außen schaut der XF ein bisschen aus, wie ein Jaguar XE auf Steroide. Das ist per se nichts Schlechtes. Wenn aber schon zwei Halbkreise in den Rücklichtern, die hierarchische Distanz des Jaguar XF zum XE und F-Type verdeutlichen sollen, die beide nur einen Halbkreis haben, ist klar, dass es bei der Formensprache nur noch um Details geht. Das ändert nichts an der Tatsache, dass der XF optisch etwas her macht. Die Abmessungen sind im Vergleich zum Vorgänger fast identisch geblieben, aber durch den größeren Abstand zwischen den Achsen steht der Jaguar XE satt da. Dass der cw-Wert von 0,29 auf 0,26 gesunken ist, hilft beim Verbrauch, der beim Basis-163-PS-Diesel 3,9 Liter pro 100 Kilometer beträgt.

Viel Aluminium

Ein weiterer Grund für diesen gemäßigten Durst ist, dass die Karosserie zu 75 Prozent aus Aluminium besteht. Damit ist der Jaguar XF je nach Modellvariante zu 190 Kilogramm leichter als der Vorgänger. Im Vergleich zum BMW 5er mit Zweiliter-Diesel soll die neue Raubkatze einen Gewichtsvorteil von rund 80 Kilogramm haben. Fünf Motoren stehen beim Marktstart zur Auswahl. Den Basis-Zweiliter-Diesel gibt es mit 120 kW / 163 PS und 132 kW / 180 PS. Wem dieser Druck nicht ausreicht, der greift zum 3.0-Liter-Sechszylinder-Biturbo-Diesel mit 221 kW / 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 700 Newtonmetern. Dazu kommen noch zwei Dreiliter-V6-Benziner mit Kompressor-Aufladung und zwei Ausbaustufen von 250 kW / 340 PS und 280 kW / 380 PS. Dass später noch eine kräftigere Achtzylinder-Version folgen wird, ist mehr als wahrscheinlich. Zumal der XE auch mit Allradantrieb zu haben sein wird.

Infotainment modernisiert

Das Infotainment wird jetzt auch beim XF moderner: Zentrales Bedienelement ist ein 10,2-Zoll-Touchscreen. Ein programmierbares 12,3-Zoll-TFT-Kombiinstrumentendisplay und ein Head-Up-Display helfen dem Fahrer. Der neue XF wird zudem der erste Jaguar sein, bei dem es optional Voll-LED-Scheinwerfer gibt. Ihre Weltpremiere feiert die Business-Raubkatze auf der New York Autoshow, im September wird der XF dann in den USA zu haben sein, Europa muss bis Oktober auf den sportlich-eleganten Briten warten.

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