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VW Tiguan 2.0 TSI Allspace: Langgezogen – der Familien-Tiguan

Der VW Tiguan hat einen großen Bruder. Wer dabei auf den mächtigen Atlas hofft, muss jedoch in die USA, nach China oder Russland umziehen. Für Europa muss der siebensitzige Tiguan Allspace reichen.

VW Tiguan Allspace 2.0 TSI - startet im November auch in Europa

VW Tiguan Allspace 2.0 TSI - startet im November auch in Europa

Der Tiguan der zweiten Generation ist 2016 gut angekommen, auch die Langversion. Die VW-Variante des Skoda Kodiaq ist immerhin 4,70 Meter lang. Ein BMW X5 misst 4,88 Meter, ein Sharan 4,85 Meter - doch mit einem Radstand von 2,79 Metern bietet der XL-Tiguan ganze elf Zentimeter mehr Radstand als die Normalversion. Hinzu kommt der um zehn Zentimeter verlängerte hintere Überhang. Optional gibt es eine dritte Reihe für Kindersitze.

VW Tiguan 2.0 TSI Allspace: Ziemlich groß geworden – der Familien-Tiguan
VW Tiguan Allspace 2.0 TSI - startet im November auch in Europa

VW Tiguan Allspace 2.0 TSI - startet im November auch in Europa

20 Zentimeter mehr Länge

Optisch tun 20 Zentimeter mehr Länge dem VW Tiguan Allspace nicht weh. Im Gegenteil, die Langversion wirkt schlüssiger. Die vorderen Plätze, die Bedienelemente und das Cockpit unterscheiden sich ohnehin nicht. Erstaunlich ist dagegen, dass man die zweite Reihe nicht weit nach hinten schieben kann, hier sitzt man exakt so wie im Standardmodell. Das Längenwachstum kommt allein dem Laderaum beziehungsweise der dritten Reihe zugute. Dort können – wie immer bei solchen Lösungen – nur Kinder bis 140 Zentimeter einigermaßen sitzen. Sind die Sitze hochgeklappt bleibt ein Kleinwagenkofferraum von 230 Litern übrig. Der Fünfsitzer schluckt dagegen richtig etwas weg: 760 bei normaler Bestuhlung und bei umgeklappter Rücksitzlehne kommt er sogar auf stattliche 1920 Liter. Das ist immer noch weniger als beim Familiendampfer Sharan, aber entspricht in etwa dem Ladevolumen des Touran II. Hier liegt auch die Marktlücke für den Allspace: Endlich kann Papi einen angesagten SUV fahren und doch das gewohnte Platzangebot eines Minivans nutzen.

Weniger lustig ist der Preisvergleich mit den USA. Dort kostet die Basisversion des 186 PS starken VW Tiguan S mit Frontantrieb gerade einmal 25.345 Dollar. Einen komplett ausgestatteten Allradler gibt es für 37.550 Dollar. In Europa soll die Langversion des Tiguan Allspace mit einem 150 PS starken Benziner bei knapp 30.000 Euro starten. Das wären etwa 2000 Euro Aufpreis zum gleich motorisierten Normal-Tiguan. Ein Touran mit 150 PS kostet in der besseren Comfortline-Ausstattung übrigens auch fast das gleiche. Für einen Allspace mit mittlerer Ausstattung und dem einen oder anderen Wunsch an Motor, Schaltung und Antrieb sollte man daher 40.000 Euro einkalkulieren.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.