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Kuriose Ebay-Auktion: Mini-Panzer von Porsche brachte 28.444 Dollar

Eine kuriose Geschichte auf Ebay: Zur Auktion kommt ein Mini-Panzer von Porsche aus dem Zweiten Weltkrieg. Er sollte den Feind täuschen – in Wirklichkeit ist es ein verkleideter Kübelwagen.

Furchteinflössend sieht der Mini-Panzer nicht gerade aus.

Furchteinflößend sieht der Mini-Panzer nicht gerade aus.

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Okay, der Porsche 823 aus dem Jahr 1940 ist nicht ganz so eindrucksvoll wie ein Panzer VI Tiger, dafür aber sehr selten. Noch seltener kommt es vor, dass so ein Stück Zeitgeschichte auf den Markt kommt. Und dann auch noch zwischen Bratpfannen und Socken bei Ebay und nicht bei einer Auktion vor Fachpublikum. Weiteres Highlight: Dieser Panzer-Porsche befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Es handelt sich nicht um einen Klumpen verrostetes Restmetall aus einem weißrussischen Sumpf.

Kein echter Panzer

Das Wort Panzerwaffe ist für den Typ 823 vielleicht etwas hochgegriffen, es ist lediglich eine Panzerattrappe. Vermutlich wurde er gebaut, um den Feind zu täuschen. Auf größere Entfernungen kann man den 823 durchaus mit den Typen Panzer I oder II verwechseln. Auch die echten Panzermodelle waren zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nicht gerade eindrucksvoll, so dass der Trick gelingen konnte.

Aufgebaut wurde die Attrappe auf einem Typ 82 Kübelwagen. So hieß das Wehrmachtsfahrzeug, das seinerseits auf dem KdF-Wagen - dem späteren Käfer - basiert. Während der Täuschpanzer 823 extrem selten ist, wurde der Kübelwagen über 50.000 Mal in verschiedenen Varianten gebaut. Erstaunlicherweise kam der Kübel mit seinen 23,5 PS Motor und fehlendem Allradantrieb auch mit schwierigem Gelände zurecht.

Dem Verkäufer kann man jedenfalls vertrauen, Vorbesitzer ist das National Military History Center aus Anaheim, Kalifornien. Der Porsche-Panzer stand lange in der Ausstellung, daher auch der gute Zustand. Vom aktuellen Besitzer wird ein "solider Grundzustand ohne größere Roststellen" zugesichert. Aus der Nähe erinnert der 823 allerdings kaum an einen echten Panzer. Eher an ein Kinderspielzeug. Allzu deutlich sind die anmontierten Kästen zu erkennen, die den Kettenantrieb simulieren sollten. Gepanzert war das Gefährt natürlich nicht, dann wäre es mit dem schwachen Motor auch kaum möglich gewesen, den Täusch-Panzer zu bewegen. Der Blick ins Innere offenbart gähnende Leere. Bis auf zwei kleine Stühle ist der Porsche komplett ausgeräumt. Der Turm ist nicht drehbar - eben auch nur eine Attrappe. 

Einziges Problem bei dem Exemplar in der Auktion ist der Motor: Motor und Getriebe sind vorhanden, laufen aber nicht. Vor allem aber befindet sich kein Original-Aggregat im Panzer, sondern ein Lieferwagenmotor aus den 60er Jahren.

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