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Selbstzünder als Hightech-Antrieb: Der große Dieseltrend in Japan

Während die Dieselverkäufe in Deutschland immer mehr zurückgehen, sieht das in Japan ganz anders aus. Hier gilt die europäische Selbstzündertechnik als wahrer Hightechantrieb - mit stark steigenden Verkaufszahlen.

Mazda CX-5 Skyactiv-D - ein Erfolgsmodell mit seinen Dieselmotoren

Mazda CX-5 Skyactiv-D - ein Erfolgsmodell mit seinen Dieselmotoren

Irgendwie hört sich das alles an, wie eine verkehrte Autowelt. In Deutschland stehen die Dieselmotoren unverändert mächtig unter Druck. Gab es bis vor ein, zwei Jahren oberhalb der Kompaktklasse fast ausschließlich die ebenso leistungsstarken wie verbrauchsarmen Dieselmotoren, so hat der von Volkswagen initiierte Dieselskandal mächtig auf das Gemüt der Kunden gedrückt. Die Verkaufszahlen von Dieselmodellen sind allenthalben unter Druck. Gerade bei Modellen der Kleinwagen- und Kompaktklasse stehen sich die Dieselversionen in den Autohäusern die Reifen platt. Noch schwerer wiegt das Ganze auf dem Gebrauchtwagenmarkt, denn viele einstige Dieselbestseller haben in den vergangenen Monaten 15 bis 30 Prozent an Zeitwert verloren - viele Kaufinteressenten schauen sich nur noch nach Benzinern um. Politische Forderungen aus dem In- und Ausland, den Verbrennungsmotor in den nächsten 15 bis 20 Jahren abzustellen, sorgen keinesfalls für Entspannung im so lange allzu dieselgeneigten Markt. Zeitgleich steigt von einem mikroskopisch kleinen Anteil der Verkauf von Elektroautos. Schwer tun sich unverändert die Hybriden, denn obschon hier klassenübergreifend mittlerweile eine Vielzahl von Alternativen angeboten werden, springt der Markt nicht so recht an. Egal ob Toyota Prius, BMW 330e oder Audi Q7 e-tron - Bestseller sehen anders aus.

Der große Dieseltrend in Japan
Mazda CX-5 Skyactiv-D - ein Erfolgsmodell mit seinen Dieselmotoren

Mazda CX-5 Skyactiv-D - ein Erfolgsmodell mit seinen Dieselmotoren

In Japan, trotz weltweit sinkender Bedeutung einem der wichtigsten und imageträchtigsten Automärkte überhaupt, sieht der Trend ganz anders aus. Hier waren Diesel einst verpönt und für PKW überhaupt nicht zu bekommen. Stattdessen gab es Benzinmotoren mit und ohne Turboaufladung sowie Hybridversionen, mit denen insbesondere Toyota den heimischen Markt durchsetzte. Die meisten Hybridmodelle in Japan sind jedoch mit vergleichsweise betagter Technik unterwegs; heißt, ohne Plug-In-Modul können die Fahrzeuge nicht zu Hause oder an öffentlichen Ladesäulen nachgetankt werden und bei den Akkus sind die betagten Nickelmetallhydrid-Akkus verbaut.

Doch in den letzten Jahren kommt Japan mehr und mehr auf den Dieselgeschmack. Dabei waren es nicht nur die Europäer, die ihre effizienten Dieselmotoren in Nippon salonfähig gemacht haben. Mazda hatte mit dem Erfolgs-SUV CX-5 im Jahre 2012 über Nacht einen durchschlagenden Erfolg. Waren auf den Straßen von Tokio, Osaka oder rund um den Mount Fuji zuvor allenfalls Lastwagen mit Selbstzündermotoren unterwegs, fanden immer mehr Kunden Gefallen an den drehmomentstarken Dieseltriebwerken. Die erste Generation des Mazda CX-5 hatte schnell einen Dieselverkaufsanteil von rund 90 Prozent. Und der Dieseltrend setzt sich seither nicht nur fort, er ist in den vergangenen zwei Jahren geradezu explodiert. Volkswagen hatte sich 2015 noch öffentlich für den Dieselskandal entschuldigt, um in Japan die Etikette zu wahren. Dabei war nur eine Handvoll von VW-Dieseln überhaupt auf dem dortigen Markt. "Wir bringen den Diesel jetzt auch nach Japan", verkündete jüngst Till Scheer als Volkswagen-Japan-Chef. Den Anfang sollen die Volumenmodelle Passat und der Tiguan jeweils als 2.0 TDI machen.

Hersteller wie Mercedes oder BMW haben Diesel bereits seit ein paar Jahren auf dem Markt und weiten ihr Portfolio derzeit aus. "Früher hatten wir höchstens bei ML oder G-Klasse ein paar Dieselmotoren", sagt Toshio Suda, Präsident der größten Mercedes-Händlerbetriebe in Tokio, "mittlerweile liegt unser Dieselanteil bei rund 30 Prozent. Die Nachfrage steigt." Bei Konkurrent BMW sieht es nicht anders aus. "Wir bieten unsere Diesel hier seit 2012 an", erklärt BMW-Marktpräsident Peter Kronschnabl, "seither steigen unsere Verkäufe stetig. Bis September 2017 haben wir schon mehr verkauft, als im gesamtem Jahr 2016." Das spiegelt den Markttrend wider, denn die Importeursmarken konnte ihre Verkäufe im Monat September zum Beispiel um 8,2 Prozent steigern. In Folge der 31. Monat mit einer Steigerung. Durchschnittlich liegt der Verkaufsanteil der Importmarken mit Dieseln bei knapp 22 Prozent. Die Gründe mögen abgesehen von den bekannten Vorteilen wie Effizienz, Drehmoment und Reichweite überraschen, denn der Diesel wird in Japan als moderner Hightech-Antrieb der Zukunft angesehen und als "Clean Diesel" vermarktet; eine Strategie, die in den USA vor Jahren nicht so recht angesprungen ist. "Die japanische Regierung macht keine Technologievorschriften", so Volkswagen-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann, "man setzt auf niedrigen Verbrauch und niedrige Emissionen. Das erfüllen wir mit unseren Euro-6-Motoren sehr gut."

Während andere Hersteller wie Toyota, Honda, Daihatsu oder Suzuki um die Selbstzündertechnik auf dem heimischen Markt einen großen Bogen machen und diese allein in Lastwagen und Transportern anbieten, hat Mazda den Diesel in seiner Heimat Japan hoffähig gemacht. Auch die zweite Generation des Mazda CX-5 erfreut sich als Skyactiv-D großer Beliebtheit; die Kunden wissen den niedrigen Realverbrauch, die Leistung und gerade auch die Reichweite zu schätzen. Im kommenden Jahr wird der Autohersteller aus Hiroshima Diesel und Benzintriebwerk bei neuen Mazda 3 erstmals kreuzen. Das Diesotto-Prinzip der Kompressionszündung soll die Vorteile von Diesel- sowie Benzintechnik kombinieren und der Realverbrauch soll zusammen mit einem 24-Volt-Bordnetz um rund 20 Prozent sinken. Doch der Verbrauch ist nur das eine. Letztlich geht es aber dem Japaner um den eigenen Geldbeutel. "Bei einer C- oder E-Klasse spart der Diesel gegenüber einem vergleichbaren Benziner rund 500.000 Yen an Steuern", berichtet Mercedes-Händler Toshio Suda. Umgerechnet sind das fast 3.800 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.