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Serienproduktion: Vollautonom und elektrisch - der China-Bus Apalong soll 2018 die Großstädten erobern

Baidu hat die Massenproduktion des Kleinbusses Apolong begonnen. Noch in dem Jahr soll der Bus ohne Fahrer in chinesischen Großstädten eingesetzt werden. Dann kommt der Export, denn China will in Sachen KI die Nummer eins in der Welt werden.

Der Bus soll Fahrgäste nur kurze Entfernungen weit transportieren.

Der Bus soll Fahrgäste nur kurze Entfernungen weit transportieren.

Hersteller

Im Westen sind viele Experten skeptisch, was das autonome Fahren angeht. Meist herrscht die Meinung vor, dass diese Technik zwar komme, aber dass es in den nächsten Jahren keine vollautonomen Fahrzeuge geben wird. Wir also noch eine gewisse Zeit mit Lenkrad und Fahrersitz auskommen müssen.

Der chinesische Technik Gigant Baidu Inc. gibt da mehr Gas. Baidu hat Anfang Juli einen neuen Chip mit Namen "Kunlun" vorgestellt, der speziell für die Anforderungen einer KI und die riesigen Datenmengen, wie sie beim autonomen Fahren anfallen, entwickelt wurde. Auf der der jährlichen Entwickler-Konferenz des Unternehmens sagte Baidus Chief Executive, Robin Li: "2018 ist das erste Jahr der Kommerzialisierung für autonomes Fahren. In der Vergangenheit exportierte China billige Waren in die Welt. In Zukunft wird China die KI-Technologie in die Welt exportieren."

Durchbruch im Jahr 2018

Von dem Kunlun-Chip sollen spätere Fahrzeuge profitieren, doch mit dem autonom-fahrenden Bus Apolong will Baidu schon in diesem Jahr auf die Straßen. Von dem Bus wurden bereits 100 Exemplare angefertigt, nun startet offiziell die Phase der Massenproduktion beim chinesischen Hersteller King Long. In Sachen KI nutzt der Bus die Plattform Apollo 3.0 von Baidu. Im Jahr 2019 sollen diese Busse auch nach Japan exportiert werden. Doch zuvor wird der Bus in Peking, Shenzhen, Wuhan und anderen chinesischen Städten eingesetzt.

Offiziell fungiert der Bus als "Level-4-Autonomie"-Fahrzeug. Im Falle des Nahverkehrsbusses bedeutet das aber nicht, dass ein Mensch zur Not eingreifen muss. Das ist gar nicht möglich, denn es sind weder Steuer noch Gas- oder Bremspedal an Bord. Level-4 heißt, dass der Bus nicht für alle Fahrsituationen gewappnet ist. Das ist eine Stufe unter dem maximalen Level 5, das alle Fahrsituationen abdeckt, einschließlich unbefestigter Straßen und ungewöhnlicher Wetterbedingungen.

Begrenzte Aufgaben

Schon vom Fahrzeugkonzept ist der kleine Bus nur für beschränkte Aufgaben geeignet. Er wurde für kurze Strecken und kleine Gruppen entwickelt. Er soll seine Fahrgäste auf Flughäfen umherfahren und könnte an Touristen-Orten die Gäste am Bahnhof abholen und zum Hotel fahren. Der Apolong ist weder Fernbus, noch ein Linienbus für den Großstadtverkehr.

Er bietet 14 Personen Platz und erreicht eine Geschwindigkeit von 70 km/h. Nach einer zweistündigen Ladephase soll er 100 Kilometer weit fahren können.

Professor Natasha Merat vom Institut für Verkehrsstudien der Universität Leeds nimmt an, dass Busse als First-Mover eine bessere Akzeptanz hätten als Privatfahrzeuge. Sie sagte der "BBC": "Jedes Fahrzeug, das in einer gut organisierten und kontrollierten Umgebung eingesetzt werden kann und das von den Behörden kontrolliert und reguliert wird, ist als Starter für diese Art von Technologie geeignet. Mehr als Fahrzeuge, die einem einzelnen Bürger zur Verfügung gestellt werden, der dann nicht überwacht werden kann." Tesla führt gerade vor, wie Fahrer, die den sogenannten "Autopiloten" entgegen der Sicherheitsbestimmungen benutzen, das Zutrauen in die neue Technologie unterminieren. So kam es zu mehreren tödlichen Unfällen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.