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Neuheiten 2021 Mehr Kraft - Bosch spendiert Power-Update für seine E-Bike-Motoren

Mehr Power gibt es auch für die älteren Motoren.
Mehr Power gibt es auch für die älteren Motoren.
© Bosch / PR
Bosch E-Bike-Systems hat die Neuerungen für die nächste Saison angekündigt. Unter anderem bekommt der Mountainbikemotor CX 2020 mehr Drehmoment spendiert - das Update gibt es auch für die Motoren, die bereits verkauft wurden. Bosch berechnet dafür nichts.

Die weltweite Verbreitung der E-Bikes ist die größte Verkehrsrevolution der letzten zehn Jahre. Und sie kam ganz ohne das Zutun der Bundesregierung zustande. Unumstrittener Marktführer in Deutschland ist die E-Bike-Sparte von Bosch. Sie hat die Neuheiten für das Modelljahr 2021 angekündigt. Und das ist nicht mehr lange hin, denn das Fahrradjahr startet nicht im Januar, sondern schon im Spätsommer.

Um es gleich zu sagen, im Vorjahr waren die Neuheiten spektakulärer. Dort wurden entscheidende Innovationen bei den Hauptkomponenten des Systems vorgestellt. Zum einen wurde die bisherige Akkukapazität von 500 Wh um einen größeren Kraftspender mit 625 Wh ergänzt. Für die Käufer ist Reichweite ein entscheidendes Kaufkriterium, und wenn es nur darum geht, das eigene Rad möglichst selten an das Ladegerät anzuschließen. Und dann wurden neue Motoren vorgestellt. Der Mountainbike-Motor Performance Line CX 2020 setzt sich um Dimensionen vom Vorgänger ab, er ist deutlich kleiner, wesentlich leichter und dennoch stärker als der vorhergehende CX.

Mehr Drehmoment

Und auf den CX bezieht sich auch eine der wichtigsten Ankündigungen für das Modelljahr 2021. Der CX und die Cargo Line Motoren bekommen ein Power-Update. Das ab dem Spätsommer verfügbare Softwareupdate spendiert den Antrieben zehn Newtonmeter mehr Drehmoment – es steigt damit von 75 auf 85 Newtonmeter. Auf dem Trail ist es entscheidend, viel Power auch bei geringen Umdrehungszahlen zu haben. Zehn Newtonmeter sind durchaus spürbar. Außerdem werden alle möglichen Werte beim E-Bike vom Gesetzgeber limitiert – aber nicht das Drehmoment. Hier können sich die Hersteller voneinander absetzen.

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Von dem Update profitieren natürlich neue Käufer, aber auch alle, die bereits ein Rad mit dem Motor gekauft haben, können das Software-Update aufspielen lassen. Bosch verlangt nichts, die Händler können jedoch eine Gebühr für ihren Service nehmen. Endkunden können das Update nicht aufspielen. Wermutstropfen: Wer eine 45 km/h Variante der Motoren bereits besitzt, wird vom Gesetzgeber von dem Update ausgeschlossen. Das Update wird beim CX auch den speziellen Bergmodus eMTB verbessern. Der Motor soll unter anderem beim Anfahren sensibler auf losen Untergrund reagieren.

Neue Versionen von Nyon und Kiox

Deutlich verbessert wurde das Nyon Navigationssystem, das allerdings bei Weitem nicht jeder Boschfahrer nutzt. Nyon ist ein eigenständiger Bordcomputer mit Fahrradnavigation, es nutzt das Kartenmaterial des "Open Street"-Projektes. Eigenständig bedeutet, es arbeite auch ohne Hilfe eines Smartphones. In der Generation 2 ist das 3,2 Zoll große Display erstmals mit Fingern und Handschuhen bedienbar. Es ist im Sonnenschein besser abzulesen als ein Smartphone, dabei weitaus robuster und wirklich regenfest. Die Generation 2 lässt sich zudem mit einem Smartphone verbinden. So kann Nyon zum Beispiel mit einer Herzfrequenzmesser synchronisiert werden.

Zudem bietet Nyon einen wirksamen Diebstahlschutz. Das Display wird fest mit der Elektronik "verheiratet" und kann abgezogen werden. Ein Rad ohne Display lässt sich nicht wieder starten, sagt Bosch zumindest. Nyon kann bei allen Boschantrieben ab dem Baujahr 2014 nachgerüstet werden. Das System kostet aber etwa 400 Euro. Für den Gelegenheitsradler ist das viel Geld, denn er kann schließlich auch sein Smartphone mit einer App benutzen, die gar nichts oder nur ein paar Euro kostet.

Auch das Display Kiox wird aufgewertet. Jetzt kann man das Display mit einer Handynavigation verbinden. Der Anweisungen des Handys werden dann auf dem Kiox-Display dargestellt, die Rechenarbeit erledigt das Smartphone im Rucksack. Da dessen Display ausgeschaltet bleibt, soll der Stromverbrauch in Grenzen bleiben. Auch das Kiox-System kann nachgerüstet werden. Es kostet im Versandhandel etwa 170 Euro, ist also wesentlich günstiger als das Nyon-Display. Nyon und Kiox arbeiten "Plug and Play". Wegen der Verkabelung ist der nachträgliche Einbau fummelig. Nur geübte Fahrradschrauber sollten sich daran wagen.

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