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Autonomes Taxi Zoox – Amazon baut extrem wendiges Roboterauto

Amazons Zoox – das extrem wendige Roboterauto für die Stadt
Lange Einsatzdauer und hohe Wendigkeit zeichnen Amazons Zoox aus
© Zoox / PR
Die Euphorie um die Roboterautos ist etwas verflogen. Nun kommt das Zoox von Amazon. Es wurde für den Cityverkehr gebaut und soll zunächst Menschen transportieren, kann aber auch Pakete ausliefern.

Vor etwa fünf Jahren galten selbstlenkende Roboterautos als das nächste große Ding in der Automobilindustrie. Inzwischen ist die Euphorie verflogen. Die Modelle, die tatsächlich im Markt sind, kommen nicht über einen Highway-Assistenten hinaus.

Ein Fahrzeug, das wirklich in jeder Situation zurechtkommt, ist nicht in Sicht. Selbst Uber einer der Pioniere in diesem Sektor hat das Rennen aufgegeben. Dafür steigen aber andere mächtige Player ein. Die Gerüchte um ein Apple-Auto verdichten sich, und im Sommer des Jahres hat Amazon Zoox gekauft. Ein Unternehmen, das sechs Jahre lang vor allem Ankündigungen produzierte. Doch im Dezember 2020 konnte Zoox sein Robotertaxi vorstellen.

Amazons Fahrende Lounge

Von außen ist das Modell ein echtes Anti-Auto, wie zu erwarten gewesen ist. Es sieht aus wie ein rundes Aquarium, auf Ähnlichkeiten mit vorhanden Automobilen wurde verzichtet. So schafft man mit nur 3,63 Metern Länge einen relativ großen Innenraum. Neu ist das Konzept allerdings nicht. Zoox unterscheidet sich auf andere Art. Das Robotertaxi ist für den Cityverkehr entworfen worden und extrem wendig. Es kann genauso gut vorwärts wie rückwärts fahren. Auch seitliche Bewegungen sind möglich. Da alle vier Räder angesteuert werden, soll das Fahrzeug laut Zoox in der Lage sein, komplizierte Manöver wie "enge Bordsteinkanten" und "knifflige U-Turns" bewältigen. Und dabei soll es immerhin 75 km/h schnell fahren können. Auf dem Dach befindet sich ein Kranz aus sechs LIDAR-Erhebungen sowie mehrere Radarsensoren und Kameras. Laut Zoox hat das Fahrzeug ein Sichtfeld von 270 Grad an jeder Ecke. Durch die Überlappung gibt es keinen toten Winkel. Selbst wenn ein Sensor ausfällt, ist das Auto nicht blind. Es verfügt über eine zentrale Schiebetür und kann Passagiere mit Blick in beide Richtungen aufnehmen. Es besitzt kein Lenkrad, keine Pedale oder Spiegel und es gibt keine Möglichkeit für den Fahrer, das Fahrzeug manuell zu übernehmen.

Für ein öffentliches Verkehrsmittel ist der Komfort passabel.
Für ein öffentliches Verkehrsmittel ist der Komfort passabel.
© Zoox / PR

Taxiservice und Paketdienst

Das Auto soll Objekte in einer Entfernung von bis zu 150 Metern erkennen können. Der Innenraum ist für ein öffentliches Verkehrsmittel relativ gemütlich. Wegen der Sitzposition in dem offenen Innenraum mussten spezielle Airbags entwickelt werden. Das 133-kWh-Batteriepaket sollen für 16 Stunden Dauerbetrieb reichen. Aicha Evans, Geschäftsführerin von Zoox, sagte gegenüber Bloomberg, dass das Auto zunächst als Taxis-Service arbeiten würde. Die Fahrgäste könnten eine App herunterladen und eine Fahrt anfordern, die sie abholt und zu ihrem Ziel bringt.

Das Fahrzeug könne aber auch für die Auslieferung von Paketen genutzt werden: "Zuerst werden wir Menschen transportieren, denn dort ist die Nachfrage am größten. Aber ja, wenn wir irgendwann Menschen bewegen können, könnten wir auch Pakete transportieren."


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