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Peugeot: Konzept-Kostprobe

Die Gelegenheit war einmalig. stern-Reporter Tilman Müller durfte einige show-cars von Peugeot aus vier Jahrzehnten probefahren. In Kürze wird auf dem Pariser Autosalon ein neuer Knaller gezeigt.

Die seitlich unterm Chassis angebrachten Auspuffrohre pusten einem heiße Luft ans Hosenbein, und die Beifahrertür geht kaum auf, weil sie schwergängig ist wie bei einem Panzer. Drinnen freilich Cockpit-Feeling vom Feinsten: Glasdach von der Frontscheibe bis tief ins Heck, Sitze aus rehbraunem Leder mit silbergrauen Einsprengseln, und am Edelholzlenkrad sitzt schon Francis, mein Pilot. Mais non, sagt er, der 907 sei kein Auto für Amateure, den dürften nicht mal die Ingenieure fahren.

Das 500-PS-Geschoss donnert los, hinaus auf das Oval von Monthléry, der legendären Rennstrecke südlich von Paris. Francis hält den joystickartigen Schaltknüppel fest in der Faust, tickt mit fast unmerklicher Bewegung die nächsthöheren Gänge rein. Immer hochtonaler jault die Zwölfzylindermaschine mit dem empfindlichen Renngetriebe, jagt so rasant in die Steilkurven, dass der Himmel gefährlich näher rückt. Doch ausfahren lässt sich der 300 km/h schnelle Sportwagen längst nicht auf der rumpelig gewordenen Betonpiste. Sie entstand anno 1923 als Antwort auf die Rennstrecken von Indianapolis und Monza, heute dient sie nur noch Demonstrationszwecken.

Mustang-Fahrer blamiert sich bei Show-Einlage

Testfahrer Francis rauscht heute auch nicht über den 2,5 Kilometer langen Ring, um Rekorde aufzustellen, sondern buchstäblich "just for show". Sein Peugeot 907 ist ein Concept-Car, ein Einzelstück, das wohl nie in Serie geht und lediglich konstruiert wurde, um auf den großen Autosalons zukünftige Design- und Technologietrends anzukündigen. Ein superflacher Traumwagen, der sich gut in einem Bond-Film machen würde mit seinen Haifischkiemen an den molybdängrau lackierten Kotflügeln und seiner ewig langen Motorhaube samt gläsernem Schaukasten, durch den die zwölf auf Hochglanz polierten Zylindertrichter zu sehen sind. Der 907, findet Francis, sei "besser als jeder Porsche oder Maserati".

Auch wenn die edle Playboy-Kutsche nie auf den Champs-Élysées oder dem Ku'damm aufkreuzen wird, sind dennoch einige ihrer Designelemente täglich auf unseren Straßen zu sehen. Die nach vorn gebogene Schnauze etwa, die der aktuelle Peugeot 207 hat, wurde bei der Entwicklung des 907 im Jahr 2004 geboren. "Wochenlang werkelten wir damals an dieser Frontpartie", sagt Jean-Christophe Bolle-Reddat, der den 907 entwickelt hat.

Der Show-Car-Manager hat heute einen großen Tag: Für ein paar Stunden nur sind an diesem stürmischen Morgen sämtliche Konzeptfahrzeuge, die bei dem Hersteller mit dem Löwenemblem jemals gebaut wurden, für den stern versammelt - insgesamt 42 Unikate mit Namen wie City Toy, Quark, Vroomster, e-Doll, Proxima oder Paladine.

Zwischen den in Reih und Glied aufgestellten Prunkstücken wuseln aufgeregt Ingenieure und Designer herum, Männer mit begeisterten Gesichtern, die wie kleine Jungs mit großen Träumen wirken. Jean-Christophe Bolle-Reddat, 42, ein zurückhaltender Typ mit zerbeulter Hose und schüchternem Lächeln, kommt nicht wie ein Erfinder von machohaften Sportcoupés daher, sondern eher wie ein etwas zerstreuter Psychoanalytiker.

Bedächtig dirigiert er seine rollenden Labore und strahlt leicht verkniffen, wenn sie nach ein paar Minuten wieder auf die Zielgerade einbiegen. "Schaut nicht immer nur auf die Hülle", ruft er ins Motorengeheul und zeigt auf einen offenen Zweisitzer mit Bulldozer-Rädern, "das ist unser Hoggar, ein Wüstenbuggy, ausgerüstet mit zwei 180-PS-Dieselmotoren und einem Partikelfilter, den wir als erster Automobilhersteller auf den Markt gebracht haben". Die dazugehörige Philosophie lautet: "Plaisir et Écologie" - Vergnügen und Umweltbewusstsein.

Heute jedoch steht das Vergnügen im Vordergrund. Der 806 Runabout etwa sieht aus wie eine Yacht, versprüht geradezu mediterrane Lebenslust. Das Lenkrad ist filigran mit Segelschnüren umwickelt, am Boden helle Holzplanken, die Klappsitze sind mit meerblauem Stoff drapiert, und das offene Heck lässt sich leicht durch Flügeltüren öffnen, damit schnell die Surfbretter hereingeschoben werden können - maritime Spielereien, die nie in Serie gehen werden.

Unscheinbar dagegen auf den ersten Blick ein blassgelbes Kleinauto mit überdimensionalen Schiebetüren, die wie von Zauberhand seitwärts nach hinten gleiten - ein wundersames Sesam-öffne-dich, weswegen das Concept-Car auch "Sésame" heißt. Ein kurzer Druck auf die Fernbedienung, schon surren die elektrischen Portale nach hinten. Dadurch wird der Einstieg in engen Parklücken schön einfach, selbst mit Baby im Arm und Plastiktaschen in der Hand. "Eigentlich handelt es sich um einen Mikro-Van", sagt Peugeot-Entwickler Bolle-Reddat und streicht dem schicken Lifestyle-Winzling zärtlich übers Dach, "den haben wir 2002 für den Pariser Salon zusammen mit den italienischen Karosseriespezialisten von Pininfarina gebaut." Im vergangenen Jahr ging der Sésame mit geringfügigen Änderungen in Serie - als Peugeot 1007.

So etwas komme äußerst selten vor, sagt Gérard Welter. Der Designchef der Löwenmarke ist, wie könnte es anders sein, ein Autonarr. Kurvte schon 1960 im Alter von 18 Jahren mit einem Ferrari herum, ein Geschenk seines Vaters. Wie ein gefeierter Modeschöpfer steht er in weißem Hemd und dezenter Krawatte an der Rennpiste, der Wind zerzaust ihm die schulterlangen grauen Haare. Eigentlich müsste der 63-Jährige im Moment etwas ungeduldig sein; denn der große Star unter seinen vielen Concept-Cars steht im Defilee an der Spitze und gibt keinen Mucks von sich - der in der Autoszene berühmte hellblaue 404 Diesel Record.

Stoßstangen und jeglicher Chrom-Zierrat sind demontiert, die eigentümliche Karre mit der einsitzigen, käseglockenartigen Pilotenkanzel sieht exakt so aus wie 1965, als sie hier in Monthléry einen denkwürdigen Weltrekord aufstellte: In 72 Stunden spulte die 64-PS-Maschine nonstop 11 627 Kilometer ab, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 161 km/h entspricht.

Doch nun will der alte Renner, der normalerweise in einem Automuseum schlummert, partout nicht anspringen. Monteure rücken an, stehen ratlos um den Prototypen, bis jemand ein in der Nähe stehendes Verkehrshütchen als Trichter benutzt und dem Motor ordentlich Kühlwasser einflößt. Er war wohl zu heiß geworden. Gleich nach dem Einfüllen zwängt sich der cool gebliebene Gérard Welter in den tief liegenden Schalensitz, dreht den Zündschlüssel rum, der Motor erwacht, und schon dröhnt der Diesel davon.

Die Limousinen-Version dieses 404-Prototypen begeisterte und betörte mit seinen eleganten Heckflossen ab 1960 eine ganze Generation. 1962 folgte das von Pininfarina in Form gebrachte 404 Cabrio - ein mondänes Kultauto. "Damals gewann der Look erstmals stark an Bedeutung", sagt Welter. "Heute ist das Styling meist ausschlaggebendes Moment bei jedem Autokauf."

Welter arbeitet nahe Versailles in einem gigantischen Designzentrum, in dem gerade die streng geheimen Modelle für den diesjährigen Pariser Autosalon Anfang Oktober entstehen und es folglich zugeht wie in einem Hochsicherheitstrakt. Kein Bild an der Wand, kein Stück Papier auf dem Tisch, als Welter über die "Signalwirkung" und die "Leidenschaft" und vor allem über die "Emotionalität" spricht, die Konzeptfahrzeuge "beim Publikum auslösen sollten".

Sein Team hat für die Autoshow in der französischen Hauptstadt wieder einen Hingucker auf Räder gestellt. Er heißt 908 RC, ist eine mehr als 300 km/h schnelle Sportlimousine der Superlative, angetrieben von einem 700 PS starken Dieselmotor. Natürlich mit Partikelfilter. Der Clou: Bei dem Termin wird gleich ein Rennwagen des Typs 908 mit enthüllt, der ebenfalls mit einem Dieselmotor ausgestattet ist und 2007 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start gehen wird.

Ob der viertürige 908 RC je auf den Markt kommt, steht in den Sternen. Wahrscheinlich nicht. "Serienautos sind wesentlich schwieriger zu entwickeln als Concept-Cars", sagt Welter und wirbelt mit seinen großen Schöpferhänden in der Luft herum. "Die besten Ideen kommen mir beim Autofahren. Jeden Tag bin ich mindestens 100 Kilometer zwischen meinem Haus und dem Designzentrum unterwegs, ich habe also genügend Zeit zur Beobachtung der Konkurrenz - zumal es im Großraum Paris so wunderbar viele Staus gibt."

Tilman Müller / print

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?