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Autoimport aus den USA: Traumwagen aus Amerika - so funktioniert’s

Einsteigen und Losfahren - ganz so einfach sind Zulassung und Autokauf aus den USA nicht. Der Überblick über Papierkram, Umbauten, Betriebserlaubnis und Transportkosten.

"Girls & Legendary US-Cars 2014"  Carlos Kellá (Herausgeber, Fotograf), Darius Klapp (Street Magazine)  56 Seiten, SWAY Books

"Girls & Legendary US-Cars 2014"
Carlos Kellá (Herausgeber, Fotograf), Darius Klapp (Street Magazine)
56 Seiten, SWAY Books

Wichtig für jeden Import: Das Auto wird in den USA zum Nettopreis gekauft. Die 19 Prozent Mehrwertsteuer werden später beim deutschen Finanzamt gezahlt. Hinzu kommen zehn Prozent Einfuhrabgaben und rund 250 Euro Abfertigungsgebühr.

 

Der Container, in dem das neue Schmuckstück die Reise nach Bremerhaven antritt, kostet versichert 750 bis 1.200 Euro. Mit dem Schiff geht es in rund sechs Wochen nach Deutschland. "Die Zahl der privaten Autoimporte aus den USA hat in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen", so Dieter Ansorge vom Hauptzollamt Bremerhaven, "der Euro ist Schuld. Jetzt lohnt sich der Import wieder."

 

Der Gang zum Diensleister 

Wer den Autokauf hinter sich gebracht hat, muss einiges beachten, damit das Wunschmobil ohne Ärger in der eigenen Einfahrt thront. Vor der Übergabe an die Spedition werden der Fahrzeugbrief, das "Certificate of Title" (Gebrauchtwagen) oder das "Certificate of Origin" (Neuwagen) und die Zollpapiere abgestempelt. Bei kleineren Autos kann man sich mit einem zweiten Fahrzeug einen Container teilen. Bei größeren Modellen passt nur ein Fahrzeug in die Box. Die Transportkosten liegen zwischen 750 und 1.600 Euro. Einsteigen und losfahren – so einfach geht es nicht. Die US-Fahrzeuge verfügen über keine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und müssen nicht nur vom Zoll geprüft, sondern auch abgenommen werden. Bereits zuvor sollte man daher mit dem TÜV Kontakt aufnehmen. Die formlose Faxanfrage sollte Fahrgestellnummer, Kopie der ausländischen Zulassungspapiere sowie Angaben über Erstzulassung und Motortyp enthalten. Die Kosten für die TÜV-Informationen liegen bei rund 250 Euro. Wer möchte, kann das Auto direkt beim TÜV vorführen und ein Gutachten nebst Abgasuntersuchung erstellen lassen. Wer sich den Aufwand ersparen möchte: Firmen bieten für 600 bis 1.000 Euro Komplettabnahmen an. 

Wichtige Änderungen

Die meisten Fahrzeuge, die eingeführt werden, müssen jedoch umgebaut werden, weil einige Teile in Deutschland nicht zugelassen sind. Das gilt unter anderem für viele US-Reifen. Sie müssen über eine EG- oder ECE-Kennzeichnung verfügen. Weiterhin unverzichtbar: gelbe Seitenblinker, Nebelschlussleuchten, eine Leuchtweitenregulierung und Rückstrahler. Aber auch eine Tachoanzeige mit Kilometerangabe, zugelassene Sicherheitsgurte und Scheinwerfer sind nötig. Bei modernen Xenonlampen muss hierzulande zum Beispiel eine teure Scheinwerferreinigungsanlage nachgerüstet werden. Viele US-Modelle haben sie jedoch ebenfalls. Probleme gibt es nur mit den bei teuren Fahrzeugen so wichtigen Navigationssystemen. Die müssen komplett umgebaut werden. Die US-Versionen sind unbrauchbar.

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Nahezu unsichtbar aber unverzichtbar ist die im Motorraum erkennbare Fahrzeug-Identifikationsnummer. Erst dann gibt es den deutschen KFZ-Brief. Wer den US-Import dann noch beim örtlichen Finanzamt angemeldet hat, kann sich endlich freuen. In einem exklusiven Fahrzeug zum Schnäppchenpreis ist man sich vieler neidischer Blicke sicher. Aufpassen sollte man jedoch bei den nicht immer vergleichbaren Serien- und Sonderausstattungen. Doch sind die US-Modelle seltener schlechter als die deutschen Modelle ausgestattet – im Gegenteil. Zudem ist die Garantie oftmals nicht 1:1 übertragbar. 

Fazit

Eine Ersparnis von wenigen tausend Euro lohnt sich bei Neuwagen kaum, wenn man die Autos auch in Europa bekommen kann. Die Import-Prozedur zehrt die Ersparnis wieder aus. Anders sieht es Old- und Youngtimern oder speziellen Wunschfahrzeugen aus, die nicht zu bekommen sind. Aber dann spricht die Leidenschaft und nicht das Portemonnaie. 


Kra mit Pressinform

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