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Autozulieferer: Der D-Day droht

Elektrisch angetriebene Fahrzeugklappen, stufenlose Türfeststeller, Dachsysteme für Cabriolets – was wäre die Automobil-Branche ohne ihre Zulieferer? Doch immer mehr von ihnen schlittern in die Insolvenz.

Rund 75 Prozent beträgt der Anteil an Materialien, den Unternehmen wie Bosch oder Continental zu einem Auto beisteuern. Einige prominente Unternehmen sind angesichts der Finanzkrise schon insolvent. Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman spricht von einem "D-Day der Automobilzulieferer". Die Zukunft der Automobilzulieferer ist düster. Bis Ende des Jahres könnten nach einer aktuellen Studie der Consultingfirma Oliver Wyman weitere 50 bis 80 Unternehmen mit insgesamt 100.000 Mitarbeitern betroffen sein. In den vergangenen drei Monaten haben bereits 22 Unternehmen mit Hauptsitz oder Werken in Deutschland Insolvenz angemeldet, auch größere Unternehmen wie der Bremsbelag-Hersteller TMD Friction und der Cabrioverdeckhersteller Edscha. Der Höhepunkt der Insolvenzwelle werde jedoch erst in diesem Monat erreicht.

Die Wyman-Zulieferexperten warnen in ihrer Studie vor einem Kollaps des angeschlagenen Schaeffler-Konzerns. "Ein Kippen von Schaeffler käme einer Kernschmelze in der Automobilzuliefer-Industrie gleich. Schaeffler und Continental sind für den deutschen Automobilbau das, was Lehman Brothers für die Bankenwelt in den USA war."

Ähnlich wie Wyman erwartet auch die Investmentbank Credit Suisse angesichts der anhaltenden Krise in der Autoindustrie eine Pleitewelle bei den Zulieferern. Ken Oliver Fritz, Chef-Fusionleiter der Bank in Deutschland, spricht von einem "signifikanten Sterben" und einigen "grausamen Monaten", die noch kommen würden "In der Branche besteht nun die Chance, dass der Markt bestimmt, wer überlebt und wer nicht", sagte Fritz. Einige könnten ganz verschwinden. Andere dürften in größeren Rivalen wie Bosch aufgehen. Erst nach einer solchen Marktbereinigung bestehe eine Chance auf bessere Margen in der Branche. Nur so wäre sie für Investoren in Zukunft wieder attraktiv.

Tobias Fülbeck mit DPA/REUTERS / Reuters

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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