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IAA 2003: Ausstellungsrückgang bei IAA

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Die von großen Hoffnungen für die lahmende Branchenkonjunktur begleitete Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt wird in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen. Nach Fläche und Zahl der Aussteller bleibt sie aber die größte Autoschau der Welt.

Die Ausstellungsfläche werde nur 215.000 Quadratmeter betragen statt der 235.000 Quadratmeter vor zwei Jahren, sagte Kunibert Schmidt am Mittwoch in Stuttgart, der die IAA als Geschäftsführer des Branchenverbandes VDA organisiert. „Aber Größe ist nicht alles“, sagte er. Mehrere große deutsche Autokonzerne präsentierten ihre verschiedenen Marken diesmal unter einem Dach. So konzentriere sich der Auftritt des Volkswagen-Konzerns auf nur noch eine Halle, in den vergangenen Jahren hatten die Tochtermarken Audi, Skoda und Seat jeweils getrennt vom Mutterkonzern ausgestellt.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erhofft sich von der Messe das lang erwartete Aufbruchsignal für eine Belebung der Branchenkonjunktur. Neue Volumenmodelle wie der VW Golf V und der Opel Astra werden öffentlich vorgestellt. „Es gibt durchaus Anlass zu der Hoffnung, dass mit dieser IAA belebende Impulse auch im Inland verbunden sind und dass die Ampel für die Automobilindustrie nach vier Jahren endlich wieder auf ’Grün’ geschaltet werden kann“, erklärte Schmidt. VDA-Präsident Bernd Gottschalk hatte angesichts der in Deutschland im Juli leicht gestiegenen Produktions- und Zulassungszahlen aber jüngst gesagt, von einer Trendwende könne noch nicht gesprochen werden.

Der VDA erwartet bei der IAA, die am 11. September für die Fachbesucher und am 13. September für das breite Publikum öffnet, 850.000 Besucher. „Das ist sicher eine vorsichtige Schätzung“, sagte Schmidt. Vor zwei Jahren, als die IAA zwei Tage nach den Anschlägen vom 11. September begann, kamen 800.000 Besucher, zwei Jahre zuvor waren es mehr als 900.000. Nach Besucherzahl ist Frankfurt nur die Nummer drei hinter den Messen in Paris und Tokio. Die Zahl der Aussteller geht nach VDA-Angaben auf etwa tausend (2001: 1071) zurück. Das sei die logische Folge des anhaltenden Konzentrationsprozesses bei den Zulieferern, sagte Schmidt.

Eröffnet wird die 60. Auflage der Automesse am 11. September von Gerhard Schröder (SPD). Oppositionsführerin Angela Merkel (CDU) tritt als Gastrednerin beim „Abend der Automobilindustrie“ am 15. September auf. Bis 21. September ist die IAA täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Für Gesprächsstoff auf der IAA wird auch der Dieselboom und die Frage nach der Umweltverträglichkeit des Kraftstoffs sein. Mehrere deutsche Hersteller - darunter Mercedes-Benz, Audi und Opel - haben bereits angekündigt, schwere Fahrzeuge mit Diesel-Partikelfiltern anzubieten, um den Rußausstoß zu senken. Der VDA beschuldigte Umweltverbände erneut der „Panikmache“ in Bezug auf die angebliche Krebsgefahr durch die Partikel. „Da wo es technisch geboten ist oder der Kunde es wünscht, werden wir natürlich Partikelfilter anbieten“, sagte ein VDA-Sprecher. Bei den meisten Pkw lasse sich eine Reduktion der Rußteilchen aber durch technische Weiterentwicklungen im Motor erreichen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren 38,7 (Vorjahr: 34,3) Prozent aller zugelassenen Pkw in Deutschland mit Dieselmotor ausgestattet, in der oberen Mittelklasse sogar 62 Prozent.

sdf

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.