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Neue Technik für E-Mobile: Flachere Zellen, längere Strecken

Das Auto der Zukunft soll nicht nur emissionsfrei fahren. Sobald die Batterie den Verbrennungsmotor ablöst, muss die ganze Bordelektronik nachjustiert werden. Auf der IAA sind besonders platzsparende Akkus ein zentrales Thema. Neue Assistenzsysteme stehen vor dem Durchbruch.

Der Mega-Trend Energieeffizienz dürfte künftig nicht nur Häuslebauer umtreiben. Auch im Auto kommt es immer stärker darauf an, dass die Bilanz aus eingesetzter und genutzter Kraft optimiert wird. Elektro- und Hybridmobile müssen mit völlig neuartigen Steuerkreisen und Komponenten bestückt werden, damit eine einzige Batterie wirklich genug Strom für alle Funktionen liefern kann. Gerade weil die Reichweite vieler E-Autos noch gering ist, stellt die komplexe Technik große Anforderungen an die Zulieferer. Sie bietet aber auch neue Möglichkeiten, um das Fahren zu erleichtern.

Auf der weltgrößten Automesse IAA in Frankfurt (15. bis 25.September) nehmen sich gleich mehrere Aussteller des Themas an. Die US-Firma Johnson Controls - sie hatte 2002 das Autobatteriegeschäft von Varta in Hannover übernommen - setzt auf kompakte Akkus, die selbst in kleinen E-Mobilen Raum für andere Ausstattungen lassen.

"Man muss das Thema Reichweite neu denken"

In seinem "Show-Car ie:3" stellt das Unternehmen sogenannte prismatische Zellen vor. Die extraflachen Batterien liegen direkt über dem Boden, über den auch die Kühlung läuft. 216 Einzelelemente erzeugen und speichern eine Energie von fast 24 Kilowattstunden.

"Im elektrischen Fahrmodus sind so Strecken von 160 Kilometern möglich", sagt Johnson-Controls-Sprecherin Ina Longwitz. Nach sechs bis acht Stunden Ladezeit ist der Wagen wieder "aufgetankt". Solche Werte mögen viele Autobesitzer für unbefriedigend halten. Doch die neue Technologie mit einem lithiumhaltigem Mischoxid aus Nickel, Mangan und Kobalt soll nach der Serienreife 2013 weitere Forschungen anstoßen - auch bei Hybridfahrzeugen. "Bisher hatten die Zellen zylindrische Form, so in der Mercedes S-Klasse", erklärt Longwitz.

Ingenieure tüfteln längst an Konzepten, um Batterien langlebiger zu machen. "Man muss das Thema Reichweite neu denken", heißt es bei den Hannoveranern. Zellen, die Lithium-Luft-Gemische enthalten und Sauerstoff nutzen, würden gerade getestet. "Es gibt aber physikalische und chemische Grenzen." Auch die Start-Stopp-Technik, die an roten Ampeln automatisch Diesel- oder Benziner-Motoren abstellt, benötige noch leistungsfähigere Aggregate.

Zukunftsgeschäft Elektromobilität

Der Rivale Continental feilt ebenfalls an Hybridantrieben, die mehr Kondition haben. Ein Schwerpunkt auf der IAA ist ein Elektromotor, der auf seltene Metall-Werkstoffe verzichtet. "Das bringt auch von der Rohstoffseite Vorteile in der Umweltbilanz", meint Sprecher Vincent Charles. Der Konzern entwickelt außerdem Reifen mit einem besonders geringen Rollwiderstand. Das könne bei Elektroautos mit kürzeren Reichweiten stark ins Gewicht fallen.

Aufsehen dürfte aus Conti-Sicht aber vor allem das Zusammenspiel zwischen Elektroantrieben und Kfz-Elektronik erregen. "Telematik, Licht und Infotainment-Anwendungen sollten ja nicht ausgehen, wenn der Wagen lange steht", betont Charles. Der Energiehaushalt des Autos lasse sich auch über vernetzte Navigationsdaten steuern: "Wie ist das Höhenprofil der Strecke? Wie das Wetter? Da ergeben sich für sparsame E-Mobile wichtige Fragen." Teile der um 200 Millionen Euro erhöhten Förderung des Bundes könnten in diese Richtung fließen.

Beim Branchenriesen Bosch kalkuliert das Management bereits mit kräftigen Beiträgen der Elektromobilität zum gesamten Zukunftsgeschäft. "Das ist im Moment noch kein besonders gewinnträchtiges Gebiet", räumt der Chef der Automobilsparte des weltgrößten Autozulieferers, Bernd Bohr, ein. "Aber wir müssen uns jetzt auf diesem Markt positionieren, damit wir irgendwann eine vergleichbare Position wie beim Diesel und Benziner haben werden."

Bosch will 2011 mit klassischer Antriebstechnik voraussichtlich etwa 14 Milliarden Euro erlösen - mit der Elektromobilität nur 140 Millionen. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten sich die Verhältnisse jedoch verschieben. Und nicht zuletzt wird sich das Wesen des Autos deutlich ändern, glaubt Bohr: "Die Tatsache, dass ich nicht mehr diesen großen Klotz Alu oder Eisen habe, nicht den ganzen Abgas- und Antriebsstrang, den ich durchs Fahrzeug führen muss - das gibt Freiheiten im Design, die heute noch nicht ausgeschöpft werden."

Jan-Henrik Petermann/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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