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Spiele für tragbare Konsolen: Klein, aber oho

Die Akkus von Playstation Portable und Nintendo DS sind geladen? Gut so. Denn es gibt viel zu tun: Sieben großartige Spiele für die tragbaren Konsolen, kurz vorgestellt.

Sommerzeit ist Reisezeit. Und die große Zeit der tragbaren Konsolen. Wer am Strand, im Zug, am Pool oder im Auto partout nicht aufs Daddeln verzichten will, sollte sich diese sieben Highlights für die tragbaren Konsolen einmal genauer anschauen.

Playstation Portable (PSP)

Sie sind klein, gut gelaunt und wahnsinnig verfressen. Krakelend kullern die LocoRocos - wabbelige Klopse - durch bunte Landschaften, die mal an ein Kindermalbuch, mal an einen LSD-Trip erinnern. "LocoRoco" ist ein herrlich harmloses Jump&Roll vor zweidimensionalem Farbenrausch, das der geneigte PSP-Spieler nicht mehr aus den Händen legen will.

Ein Fußballspiel, das Klinsmann gefallen würde: Denn hier geht es nicht alleine um Toreschießen. "World Tour Soccer 2" setzt dazu auch noch andere Prioritäten.

Sam Fisher, der weltberühmte Heimlichtuer, ist zurück - und will in seinem neuesten "Splinter Cell"-Abenteuer "Essentials" wieder für atmosphärische Schleich-Action sorgen. Dabei stellt sich ihm aber ein vollkommen neuer Gegner in den Weg: der kleine Bildschrim der PSP.

Nintendo DS

Verkehrte Nintendo-Welt: Anstelle von Prinzessin Peach, wurden bei "Super Princess Peach" Mario und Luigi verschleppt. Das blonde Blaublut mit der geradezu krankhaften Vorliebe für rosa Kleidchen und weiße Handschuhe soll sie in Nintendos neuer DS-Hüpferei retten - und greift dabei zu den Waffen einer Frau: völlig unberechenbare Gefühlsausbrüche...

Auch nach über 20 Jahren fesseln Mario und Luigi: "New Super Mario Bros." ist ein Jump&Run der alten Garde, welches in neuem Gewand zurückkehrt und darin eine prima Figur macht.

"The Rub Rabbits!" sieht aus wie ein spielbarer Apple-Werbespot, ist aber ein weiterer Beweis dafür, wie sehr sich Männer für eine Frau zum Deppen machen. Egal, ob im echten Leben oder in der virtuellen Realität.

Samus Aran kann auch mobil rocken: "Metroid Prime Hunters" vereint spaßiges Solo-Abenteuer und temporeiche Multiplayer-Schlachten in sich.

LocoRoco (Playstation Portable)

Simples Prinzip, enormer Spielspaß: Im Grunde besteht "LocoRoco" gänzlich aus drolligem Herumgeeier im Sinne des Weltfriedens. Besonders die kleinen runden Helden des neuesten Sony-Spiele-Streichs nehmen im Nu die Herzen sowie die volle Aufmerksamkeit der Zocker ein.

Wabbeliger Spielspaß

Mit den Schultertasten lenkt der User seinen schutzbefohlenen Klecks durch eine quitschbunte, zweidimensionale Welt voller Blumen, Beeren, Gräser und Fliegen. Je mehr das runde Etwas davon frisst, desto größer und wabbeliger wird es. Um an das nächste Fresschen zu gelangen, muss der Spieler aber zunächst einige Hindernisse überwinden, sich an Lianen hin- und herhangeln, sich von merkwürdigen, langnasigen Geschöpfen, den Chupas, in die Luft spucken lassen oder sich durch enge Ritzen zwängen. Zu diesem Zweck kann sich sein LocoRoco per kurzem Druck auf die X-Taste in viele kleine Einzelteile auflösen, um sich anschließend durch wiederholtes Betätigen der X-Taste zu einem monströsen Bündel zusammenzutun.

Das "Brutalste" am durch und durch kindgerechten "LocoRoco" sind die Mojas - simple schwarze Tintenkleckse, die den Kullerwesen an den Hüftspeck wollen. Zum Glück lassen sich die Fieslinge platt walzen. Spätestens hier wird jedoch klar: "LocoRoco" spart mit Herausforderungen. Lediglich das Aufspüren von kleinen Strichmännchen und versteckten Höhlen sorgt dafür, dass die rund 40 Level in wenigen Stunden geschafft sind. Doch das tut dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Am Ende winken Minispiele und Extras, wie zum Beispiel der Bau eines eigenen Hauses für die LocoRocos.

Indirekte Steuerung

Die Steuerung der quirligen Einzeller ist etwas gewöhnungsbedürftig, erinnert aber überdeutlich an Segas "Monkey Ball"-Reihe. Soll heißen: Der Spieler steuert die Wonneproppen nicht direkt, sondern neigt und kippt mit den Schultertasten die Welt nach rechts oder links, um etwas Schwung in die Sache zu bekommen. Durch gleichzeitiges Drücken der L- und R-Taste bequemt sich der träge Klops hin und wieder auch zu einem Sprung. Doch bewegt sich der LocoRoco mit vollgefressenem Magen nicht immer so flink, wie es sich der User wünschen würde.

Untermalt wird das muntere Querfeldein-Rollen der bunten Popel von schrillen Schlumpfchören. Ihrer Freude verleihen die LocoRocos auch gerne mal durch freudiges Quäken Ausdruck. Im Großen und Ganzen erinnert die Sounduntermalung an einen lauten Kindergeburtstag und verleitet den Spieler immer wieder dazu, die Lautlostaste zu drücken.

Nina Hortig/Teleschau

World Tour Soccer 2 (Playstation Portable)

"Welttournee" heißt der Kernmodus von "World Tour Soccer 2", der von Afrika über Asien nach Amerika und schließlich nach Europa führt. Dort steuert man jeweils eine frei zu wählende Nationalmannschaft gegen unterschiedliche Hausherren. Wer neue Aufgaben freispielen will, darf sich dabei nicht allein mit dem Toreschießen begnügen. Denn es gibt bei jeder Partie zudem eine andere Herausforderung zu bewältigen. Spielen in Unterzahl oder bevorzugte Platzbelegung in einer vorgegebenen Zone (zum Beispiel kein Flügelspiel) gehören dazu. Ebenso die so genannte "11 Freunde"-Aufgabe: Hier muss jeder Akteur der eigenen Mannschaft mindestens einmal am Ball gewesen sein, ehe ein Tor erzielt werden kann. Bei "Pass-Spiel" darf jeder nur kurz in Ballbesitz bleiben, sonst folgt ein Freistoß für den Gegner. Auch das würde vermutlich Klinsi gefallen. Für all das gibt es, wie auch für jeden gelungenen Pass (wenige), jeden Zweikampf (wenige) und jedes Tor (viele) Punkte, die am Ende darüber entscheiden, ob die Herausforderung bestanden wurde.

Eine amüsante Weltreise

Nichts für Fußball-Puristen also, mag man meinen. Dennoch fördert diese Form eines Karrieremodus den Spielspaß und kompensiert all jene fehlenden Menüpunkte, die "World Tour Soccer 2" von der großen Konkurrenz, "PES" zum Beispiel, unterscheiden. Keine Transfers, keine Pokale, keine Ligen, keine Meisterschaften, kein eigenes Team, das es zu betreuen gilt. Stattdessen eine amüsante Weltreise.

Der Zopf von Herrn Camonaresi ist deutlich kürzer, Gattusos Bart etwas dünner. Dennoch wurde recht fleißig gearbeitet, was die Teams und deren Optik angeht. Die meisten Mannschaften treten samt Auswechselspielern in Originalbesetzung an. Schade: Bei Deutschland jagen leider Freud, Himmel und Nehlinger dem Ball nach.

Schlaue Spieler

Spielerisch präsentiert sich das Sony-Produkt, das auf der PS2-Reihe "This is Football" beruht, sehr flüssig. Dennoch bleibt das Handicap, dass sich auf dem kleinen PSP-Bildschirm eine authentische Atmosphäre nicht so recht einstellen mag. Deutlich verbessert wurde die KI der Kontrahenten, die sich zwar zu Beginn des Spiels noch etwas zu leicht vom Platz fegen lassen, die aber in der Folge stärker werden und erstaunliche Offensivfähigkeiten offenbaren.

Während sich im Abwehrverbund kaum Probleme einstellen, erlaubt "World Tour Soccer 2" im Spiel nach vorne kaum Fehler. Vor allem das Flügelspiel, sonst an den Konsolen stets ein probates Mittel, ist nicht gerade Erfolg versprechend, da ein anschließender Volleyschuss oder ein Kopfball im Strafraum eines exzellenten Timings bedarf. Meist gehen da die Duelle in der Luft verloren. Gleiches gilt übrigens auch nach dem Abschlag des gegnerischen Torwarts.

Die Mängel

Zu bemäkeln sind zudem ein paar Unreinheiten. So kann es schon mal vorkommen, dass der gegnerische Verteidiger nach gewonnenem Zweikampf den Ball einfach mal einige Sekunden frei vor sich liegen lässt. Ronaldinho muss ihn nur noch aufnehmen und ins Dreieck zimmern.

Möglich sind natürlich eine Reihe von Tricks, Heber, Doppelpässe, Schwalben. Die eingängige und präzise Steuerung sorgt dafür, dass die eine oder andere Kombination leicht von der Hand geht.

Fazit

"World Tour Soccer 2" ist das perfekte Spiel für zwischendurch also, passend zur Halbzeitpause. Zudem verdient sich der Kommentator an dieser Stelle ein Lob. Die perfekte Mischung Sachlichkeit und Euphorie, aus Ernst Huberty und Fritz von Thurn und Taxis gewissermaßen.

Christopher Zallmann/Teleschau

Splinter Cell: Essentials (Playstation Portable)

Er ist smarter als James Bond, härter als Jack Bauer und leiser als Solid Snake. Seit seinem ersten Auftritt in "Splinter Cell" führt NSA-Agent Sam Fisher das Stealth-Action-Genre unangefochten an und schleicht sich so von Erfolg zu Erfolg. Rechtzeitig vor der Veröffentlichtung seines neuesten PC- und Konsolenauftrags "Splinter Cell: Double Agent", versucht Hersteller Ubisoft mit "Splinter Cell: Essentials" auch die PSP zu erobern. Kein leichtes Unterfangen, kämpfen die meisten Action-Titel doch arg mit der leidlichen Übersicht.

Wie alles begann

Strategisch geschickt wird in dem Spiel nicht nur ein Blick auf Sams "Jugendjahre" als Navy Seal geworfen, sondern in gut gemachten Rückblenden die Vorgeschichte zu "Double Agent" erzählt, das im September für nahezu alle Systeme auf den Markt kommen soll. Eingebettet in diese Comic-artigen Sequenzen sind die eigentlichen Missionen des Agenten - und die haben es in sich.

Schleich-Neulinge werden ihre Mühe haben, aufgrund der teils leicht fummeligen Steuerung nicht von einem Alarm in den nächsten zu tappen und in schöner Regelmäßigkeit erschossen zu werden. Besonders die frei bewegliche Kamera ist unglücklich gelöst worden. Da während der Feineinstellung der Analogstick der PSP benutzt wird, mit dem sich Sam auch bewegen lässt, bleibt der Agent bei jeder Justierung regungslos stehen. Spätestens bei der ersten Flucht durch die verwinkelten Level heißt es deshalb Tod durch Terrorist. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase kommt jedoch ganz gut mit der Steuerung des Digi-Agenten zurecht.

Der verzögerte Adrenalinschub

Als Ausgleich darf dafür jederzeit gespeichert werden - auch mitten in der Mission. Hat man sich an die teils unglückliche Kameraführung gewöhnt und geht deshalb noch ein Stück vorsichtiger zu Werke, stellt sich schnell der vom großen Konsolenbruder gewohnte Adrenalinschub ein. Nur ein größerer Bildschirm wäre an einigen Stellen wünschenswert. Oft sind gerade weiter entfernte Gegner nicht auf den ersten Blick erkennbar, was besonders mit eingeschaltetem Grobkorn-Nachtsichtmodus zu mehr als einer tödlichen Auseinandersetzung führt.

Letztlich können sich Spieler also auf gut aufgebaute und für ein PSP-Game erstaunlich lange Missionen freuen, die die Nerven auf eine harte Probe stellen. "Essentials" ist somit also kein Titel für zwischendurch.

Sebastian Geiger/Teleschau

New Super Mario Bros. (Nintendo DS)

Fast jeder kennt den kleinen, dicken Italiener. Für manche ist er eher eine Kindheitserinnerung als eine Spielfigur. Deshalb ist das Wiedersehen immer freudig, ob der Pilzfresser nun in einem Kart sitzt, Fußball spielt oder sich zu einer Pinball-Kugel zusammenrollt. Doch in "New Super Mario Bros." bringt der trotz 25 Bildschirmjahren immer noch topfitte Held alte Gefühle zum Aufflammen. Der Spieler sucht nach "1-Ups", hüpft an Fahnenmasten empor, lässt sich von Fleisch fressenden Pflanzen beißen und fällt - ja, immer noch - in Abgründe. Wen da nicht das Mario-Fieber packt, der sitzt vermutlich in einem Boot mit Bösewicht Bowser, der diesmal durch seinen Sohn vertreten wird.

Story nebensächlich

Natürlich lässt sich die Story in einem Satz zusammenfassen - Schurke entführt Prinzessin Peach, Mario eilt zu Hilfe -, doch dem Spielspaß tut das keinen Abbruch. In gewohnter Manier kämpft sich der unermüdliche Schnurrbartträger von links nach rechts durch zweidimensionale Welten, die mit 3-D-Elementen im Hintergrund aufgepeppt wurden. Nach bis zu zwölf Abschnitten pro Welt gilt es, den Endgegner zu erledigen, dann darf auf der Levelkarte vorgerückt werden. Alles wie gehabt, nur mit neuen Features.

Da wäre, neben dem wachstumsfördernden Pilz und der berüchtigten Feuerblume, beispielsweise der Riesen-Funghi, der Mario nahezu den ganzen Bildschirm ausfüllen und alles aus dem Weg räumen lässt, was ihm begegnet. Das Mini-Pendant dazu lässt den Klempner schrumpfen, wodurch er Geheimgänge entdecken und Extras sammeln kann. Außerdem darf der blau-rote Kinderzimmer-Star neuerdings selbst in Schildkrötenpanzer schlüpfen, um unaufhaltsam den Untergrund entlang zu schlittern.

Guter Überblick dank zweitem Display

Ein weiteres Feature, das nun Premiere feiert, ist die lang ersehnte Notration: Sammelt der Spieler, während Mario groß ist oder den Feuerspucker mimt, Pilz oder Blume ein, wird das Extra auf dem unteren DS-Bildschirm gelagert. Wenn der Gute das nächste Mal erwischt wird, kann er durch Berührung den Power-Happen futtern. Das zweite Display erweist sich generell als hilfreich: Oben nehmen außer dem Münzzähler und dem Countdown keine Anzeigen Platz weg. Auf dem Bildschirm zwischen Steuerkreuz und Buttons finden sich alle weiteren Infos wie Punktezahl, Lebensanzeige, Bonus-Sterne sowie ein Schema, das über den momentanen Fortschritt im Abschnitt aufklärt. Netter Einfall: Rutscht Mario eine Röhre hinab, wird der Screen einfach getauscht.

Insgesamt muss der Spieler acht verschiedene Welten bewältigen, bevor er die Prinzessin aus den Fängen des Bösen befreien kann - mal hüpft Mario durch Eis-, mal durch Wüstenlandschaften. Auch Geisterschlösser und Pilzlevel fehlen nicht. Leider nimmt die Rettungsaktion insgesamt nur knapp sechs Stunden in Anspruch. Dafür laden allerhand Bonus-Level und unsichtbare Abzweigungen zu immer neuen Erkundungstouren ein.

Mehrspieler-Option rundet Spielspaß ab

Auf einen echten Mehrspielermodus muss zwar verzichtet werden, in einigen Minigames dürfen sich jedoch zwei DS'ler gemeinsam vergnügen. Die meisten davon gab es allerdings schon in "Super Mario 64 DS". Nichtsdestotrotz ist "New Super Mario Bros." ein geniales Remake, das mit ordentlicher Grafik und bombigem Gameplay begeistert. In Japan gingen bereits fast rekordverdächtige zwei Millionen Exemplare des Spiels über den Tisch - zu Recht!

Gregor Jossé/Teleschau

Super Princess Peach (Nintendo DS)

"Super Princess Peach" wirkt auf den ersten Blick wie jedes andere Jump&Run von Nintendo: bunt, kindlich, niedlich. Durch acht Level mit je fünf Etappen müssen Spieler das Mädel lotsen, um die beiden Klempner aus Bowsers Klauen zu befreien. Dabei sammelt das gnädige Fräulein allerlei Münzen ein, verkloppt mit ihrem magischen Regenschirm "Perry" allerlei knuffiges Getier und schwingt sich über Abgründe hinweg. Same procedure as every time? Nicht ganz. Denn Peach ist die erste Frau, mit deren Gefühlen man(n) ungestraft spielen darf.

Wenn eine süße Prinzessin zur Furie wird...

Auf Knopfdruck verliert Ihre Durchlaucht jede Contenance - und das hat Folgen: Wenn Peach herzallerliebst animiert Rotz und Wasser heult, setzt sie mit ihren Tränen ganze Gebiete unter Wasser, löscht Feuer oder lässt Pflanzen gen Himmel wachsen; vor Wut entflammt, bringt sie Eisblöcke zum Schmelzen. Und ist Peach glücklich, entschwebt sie gar in luftige Höhen - ohne dabei auf die Wunderwirkung von irgendwelchen Pilzen zu setzen, die sich Super-Junkie Mario während eines Abenteuers dutzendfach einverleibt. Zahlreiche Variationen von Rätseln ergeben sich durch den rechten Einsatz der Emotionen. Und auch kleine Geschicklichkeitsübungen auf dem Touchscreen vor jedem Bosskampf sorgen für jede Menge Kurzweil.

Leider haben leidenschaftliche Zocker die Rettungsaktion der manisch-depressiven Königstochter nach rund zehn Stunden durch und dürften darüber nicht gerade "amused" sein, zumal man einen Online- und WLAN-Modus vergebens sucht.

Gerd Hilber/Teleschau

Metroid Prime Hunters (Nintendo DS)

Perfide Marketingstrategie: Bereits im März letzten Jahres legte Nintendo seiner damals brandneuen Handheld-Konsole DS eine Demoversion von "Metroid Prime Hunters" bei. Seitdem ließ man die Fangemeinde der Kult-Kopfgeldjägerin Samus Aran jedoch schmoren. Bis jetzt.

Die Story

Anstelle von finsteren Space-Piraten, Mother Brain oder sonst einem in all den Jahren lieb gewonnenen Schurken aus dem "Metroid Prime"-Universum tritt Samus Aran diesmal vornehmlich gegen ein halbes Dutzend Kopfgeldjäger-Kollegen an. Komische Gestalten sind das, jeder von ihnen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen versehen. Gemein haben sie jedoch alle die Gier nach einem Haufen mächtiger Alien-Artefakte aus längst vergangenen Zeiten, die in falschen Händen - klar! - das Ende des Weltalls bedeuten könnten.

Auf fünf Planeten im hintersten Eck der Galaxis sind die Wunderwaffen versteckt und wollen natürlich vor der Konkurrenz geborgen werden. Fünf Planeten? Klingt nach einem kurzen Space-Trip, doch der Eindruck täuscht. Die Level sind riesig, abwechslungsreich, verwinkelt und müssen darüber hinaus mehrfach besucht werden, da neue Waffen neue Wege öffnen. Auf das aufmotzen der eigenen Rüstung und Fähigkeiten müssen GameCube-gestählte "Metroid Prime"-Fans allerdings ebenso verzichten wie auf eine Autoziel-Funktion. Morph-Ball, Raketen und Powerschuss stehen bereits von Anfang an zur Verfügung, Gegner werden mit dem Stylus ins Visier genommen. Auch gesprungen wird mit dem Plastikstift durch zweimaliges Tippen auf den Touchscreen.

Kurze Eingewöhnungsphase

Nach einer halben Stunde Eingewöhnungszeit sollte die ungewöhnliche, PC-Shootern nicht unähnliche Steuerung verinnerlicht sein. Dann klappt's auch mit allerlei garstigem Kleingetier, den gewohnt mächtigen Bossgegnern, kleinen Rätsel- und Hüpfeinlagen und den sechs Kopfgeldjägern, die einem das mobile Leben schwer machen.

Grafisch hinterlässt "Metroid Prime Hunters" einen zwiespältigen Eindruck: Space-Monster und Levelinventar wirken zum Teil ziemlich kantig und klotzig, dafür rocken die Zwischensequenzen so ziemlich alles über den Haufen, was bislang auf Nintendos DS zu sehen war. Brachial-genial: die Soundeffekte.

Abgerundet wird das Game von einem sensationellen Multiplayer-Modus, in dem sich bis zu vier WLAN- und WiFi-Krieger temporeiche Schlachten liefern können. Zehn Areale, sieben Charaktere, sechs unterschiedliche Varianten und eine erstaunlich gut funktionierende Voice-Chat-Funktion, über die sich Teamtaktiken absprechen lassen, sorgen über Wochen für launige Duelle.

Fazit

"Metroid Prime Hunters" ist anders als sein GameCube-Vorgänger, aber keinen Deut schlechter. Nur bei der 3-D-Grafik scheint Nintendos Handheld-Konsole an seine Grenzen zu stoßen.

Gerd Hilber/Teleschau

The Rub Rabbits (Nintendo DS)

Nüchtern betrachtet ist "The Rub Rabbits!" wie sein Vorgänger "Project Rub" eine Ansammlung von mehr oder weniger fordernden Mini-Spielen, die sämtliche Kontroll-Features des Nintendo-Handhelds nutzt.

Das Spiel der Herzen

Durch die "rosarote Spielerbrille" betrachtet ist "The Rub Rabbits!" jedoch ein verdammt stylishes Game, in dem ein junger Kerl die Dame seines Herzens erobern will und dazu 35 Aufgaben zu bewältigen hat. Mal muss er ein Dutzend anderer Verehrer im Knobeln ausstechen oder sie per Blasrohr vom Himmel holen, dann seiner Liebsten ein Ständchen auf dem Klavier spielen, sie mit einer Rose betören, oder ihren Computer von lästigen Viren befreien. Um etwas Würze in den Story-Modus zu bringen, taucht irgendwann ein zweites, äußerst eifersüchtiges Mädel auf...

Je nach Abschneiden in den Mini-Games, verdient man sich Herzen - die offizielle Währung in "The Rub Rabbits!". Damit lassen sich neue Outfits für das Objekt der Begierde freispielen, was jedoch Jacke wie Hose ist, weil das Mädel in den coolen Comic-Zwischensequenzen ohnehin anzieht, wonach ihr gerade der Sinn steht.

Kurz, aber toll

Zwei Stunden benötigt man in etwa, um Segas Kuschel-Game durchzuzocken - ein echter Quickie. Was dann noch bleibt, sind vor allem Multiplayer-Freuden: Wer will, kann gegen drei andere DS-Besitzer diverse Wettbewerbe bestreiten - oder mit einem von ihnen ein Baby zeugen - virtuell versteht sich. Richtig näher kommt man sich dabei jedoch nicht. Besser geeignet ist da schon der Hullabaloo-Modus, eine Art Twister, bei der das DS wie ein Joint die Runde macht und von allen befummelt wird.

Gerd Hilber/Teleschau

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(