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Deutscher Computerspielpreis 2015 Das sind die besten Games des Jahres


Der Deutsche Computerspielpreis wurde verliehen, strahlender Sieger ist das Action-Rollenspiel "Lords of The Fallen". Wir stellen alle Gewinner der 13 Kategorien vor.

Das Fantasy-Rollenspiel "Lords of the Fallen" ist am Dienstagabend in Berlin als "Bestes Deutsches Spiel" ausgezeichnet worden. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU), übergab den Preis an das Frankfurter Entwicklerstudio Deck13 auf einer Galaveranstaltung des Deutschen Computerspielpreises. 

Zum besten internationalen Spiel kürten die Juroren den Titel "This War of Mine" des polnischen Entwicklers 11Bit Studio, der im Münchner Verlag Koch Media erschienen ist. Bestes Kinderspiel wurde "Fire" des Hamburger Entwicklers Daedalic Entertainment.

Dobrindt ist Fan von Super Mario

Kreativität sei einer der ganz großen Werte, die die Spielebranche zu verteilen habe, sagte Dobrindt. Bei der Wertschöpfung, die sie eingebracht habe, habe sie große Wertschätzung verdient, so Dobrindt, der sich am Abend als bekennender Fan der Spielfigur Mario von Nintendo outete.

Wie sich die Branche in den letzten Jahren entwickelt habe, sei fantastisch gewesen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. "Mit qualitativ hochwertigen Produkten und neuesten Technologien bietet die Gamesbranche inzwischen für alle Generationen etwas." Die Hauptstadt werde auch weiter zu ihrer Verpflichtung stehen, sich für die Branche zu engagieren. Moderne Computerspiele hätten heute sehr viel mit dem Medium Film gemeinsam. "Da ist eine stärkere Vernetzung nötig."

Das sind die Gewinner

1. Gewinner in der Kategorie Bestes Kinderspiel

• Fire (Hamburg) (Daedalic Entertainment), 50.000 Euro Preisgeld

2. Gewinner in der Kategorie Bestes Jugendspiel

• TRI: Of Friendship and Madness (Halle), 50.000 Euro Preisgeld

3. Gewinner in der Kategorie Bestes Serious Game

• Utopolis - Aufbruch der Tiere (München), 30.000 Euro Preisgeld

4. Gewinner in der Kategorie Bestes Nachwuchskonzept

• In Between (Trier) – 30.000 Euro Preisgeld
• UnderRaid (Darmstadt) – 20.000 Euro Preisgeld
• Simon Cooks (Köln) – 10.000 Euro Preisgeld

5. Gewinner in der Kategorie Bestes Mobiles Spiel

• Rules! (München), 30.000 Euro Preisgeld

6. Gewinner in der Kategorie Bestes Gamedesign

• The Last Tinker – City of Colors (München), 30.000 Euro Preisgeld

7. Gewinner in der Kategorie Beste Inszenierung

• Lords of the Fallen (Frankfurt am Main), 30.000 Euro Preisgeld

8. Gewinner in der Kategorie Beste Innovation

• Spiel des Friedens (Ludwigsburg), 30.000 Euro Preisgeld

9. Gewinner in der Kategorie Beste Internationale neue Spielewelt

• This War of Mine (Polen)

10. Gewinner in der Kategorie Bestes Internationales Multiplayer-Spiel

• Hearthstone: Heroes of Warcraft (Blizzard)

11. Gewinner in der Kategorie Bestes Internationales Spiel

• This War of Mine (Polen)

12. Gewinner in der Kategorie Bestes Deutsches Spiel

• Lords of the Fallen (Frankfurt am Main), 75.000 Euro Preisgeld

13. Gewinner in der Kategorie Publikumspreis

• Dark Souls 2

385.000 Euro Preisgeld für die Sieger

Die besten Spiele des Jahres wurden am Dienstag in insgesamt 13 Kategorien im Rahmen der International Games Week ausgezeichnet. Insgesamt standen 385.000 Euro Preisgeld für die Gewinner zur Verfügung. Mit dem DCP sollen qualitativ hochwertige und pädagogisch wertvolle Spiele gefördert werden. "Der Deutsche Computerspielpreis ist das Gütesiegel für die besten Spiele "Made in Germany"", sagte Dobrindt. "Mit der Auszeichnung zeigen wir, wie viel Herzblut, Innovationskraft und Potenzial in den kreativen Köpfen der Spieleentwickler steckt." 

Mit 320 Spielen verzeichneten die Ausrichter in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Einreichungen als noch ein Jahr zuvor. Die Auszeichnung ist eine Initiative von Politik und Wirtschaft in Deutschland und wird von den Branchenverbänden BIU und GAME sowie dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur getragen. In diesem Jahr versuchten die Ausrichter, auch die Bewertungsrichtlinien noch einmal zu entstauben. Mit ihm sollen innovative sowie kulturell und pädagogisch wertvolle Konzepte geehrt werden. In diesem Jahr sei aber erstmals auch der Spielspaß gewertet worden, sagte Dobrindt.

Die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises wurde in Kooperation mit der ebenfalls am Dienstag angelaufenen International Games Week ausgetragen. Die Games Week findet noch bis einschließlich Sonntag als eine der wichtigsten Veranstaltungen der Branche an verschiedenen Orten in Berlin statt. Mit zahlreichen thematischen Formaten, Fachvorträgen, Beratungsstellen und kulturellen Veranstaltungen will sie Games-Profis wie Spielefans gleichermaßen ansprechen. 2014 zog die Plattform rund 10 000 Spiele-Entwickler, Verleger, Investoren, Vertreter aus der Politik und Spieler an.

cf/DPA DPA

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