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Ralph Baer ist tot: Der Mann, der die Spielkonsole erfand - und nie reich wurde

Ralph Baer, der Vater der Spielkonsole, ist am Samstag gestorben. Er war ein rastloser Erfinder und machte "Pong" zum Welthit. Nur reich wurde Baer mit seinen Ideen nicht, das Geld verdienten andere.

Von Sven Stillich

Er war ein kleiner Mann mit einer großen Brille und wachen, lustigen Augen. Ein Herr im dunklen Anzug, der zufrieden war mit sich und seinem Leben. Weil er über viele Jahre hinweg machen durfte, was ihm die meiste Freude bereitete: erfinden. Ralph Baer hat eine Menge Dinge erfunden, ernste und lustige, kleine und große. Seine bemerkenswerteste Schöpfung kennt heute jeder - oder zumindest jeder, der Kinder hat oder in den vergangenen dreißig Jahren aufgewachsen ist: die Videospielkonsole. Das, was heute Playstation 4 heißt, Xbox One oder Wii U.

Dass sein Leben so erfüllt enden würde, war nicht selbstverständlich. 1922 in der Nähe von Pirmasens geboren, erfährt der jüdische Junge Ralph Baer sehr schnell, was der Aufstieg der Nationalsozialisten für ihn bedeutet: Als es 14 Jahre alt ist, wird er wegen seiner Abstammung der Schule verwiesen. Seine Eltern flüchten mit ihm außer Landes, nur zwei Monate bevor in Deutschland Schaufenster und Leben zerbrechen. Ralph Baer verliert seine Heimat, fast die gesamte restliche Familie stirbt im KZ. Erst mehr als fünf Jahrzehnte später wird er Deutschland wieder sehen. Der Bürgermeister seines Geburtsortes wird ihn feiern als großen Sohn der Stadt.

Damals arbeitet Ralph Baer in seiner neuen Heimat Amerika erst einmal für zwölf Dollar in der Stunde in einer Fabrik, seine Eltern unterrichten ihn zu Hause. 1940 macht er seinen Abschluss als Fernsehtechniker, drei Jahre später zieht er mit dem US-Geheimdienst in den Zweiten Weltkrieg. Als der Krieg vorbei ist, geht er als leitender Ingenieur zur Rüstungsfirma Sanders. Seine Erfinderkarriere beginnt: Baer baut Geräte, mit denen die Amerikaner in Berlin die Sowjets abhören, ein Radarsystem, das U-Boote aufspüren kann, und er entwickelt jene Rakete mit, die Neil Armstrong später zum Mond bringen wird.

Was kann man mit einem Fernseher tun?

An einem Tag im August 1966 sitzt Ralph Baer an einer Bushaltestelle in der New Yorker East Side und sinniert: "Es gibt 40 Millionen Fernseher in Amerika", denkt er, "und die Leute wollen bestimmt mehr damit anfangen, als drei Programme und Werbung zu schauen." Einige Minuten später hat er die Idee seines Lebens: Spiele! Miteinander. Gegeneinander. Auf dem Fernseher, mit der ganzen Familie. Das ist es! Auf vier Seiten Papier skizziert er seine Idee einer Videospielkonsole, sogar einige Spiele denkt er sich dafür aus. Gleich am nächsten Tag beginnt Ralph Baer, mit Kollegen bei Sanders in solches Gerät zu entwickeln. Ein Jahr dauert es, bis ein Prototyp entstanden ist: die "Brown Box", mit der man auf dem Fernseher Pingpong spielen kann. Schnell meldet Baer für die Konsole ein US-Patent an. Nun muss er nur noch jemanden finden, der das Gerät baut und in die Regale stellt, denn bei der Rüstungsfirma hat damit niemand Erfahrung. Es wird 1972, bis die Firma Magnavox seine Konsole endlich herausbringt - unter dem Namen "Odyssey". In drei Jahren werden rund 350.000 Stück verkauft.

Ralph Baer ist nun über 50 Jahre alt, er hat Erfolg - doch plötzlich ist da ein anderer, der diesen für sich in Anspruch nimmt: Nolan Bushnell heißt er, und er behauptet, er habe die Videospiele erfunden. Bushnell sagt es immer wieder, über Jahre hinweg, und auf den ersten Blick sieht es sogar aus, als hätte er Recht. Denn er ist kein Hochstapler. Er ist der Chef der Firma Atari - und die hat im Sommer 1972 Erfolg mit einem Münzautomaten-Spiel, dessen Name noch heute jeder kennt: "Pong". Jeder will damals Pong spielen in den Bars und Spielhallen. Pong ist der Urknall der Spieleindustrie. Baer klagt, und nach langem Rechtsstreit gewinnt er: Atari muss an Magnavox Lizenzgebühren zahlen - und das nur, weil Bushnell am 24. Mai 1972 einen Fehler gemacht hat: An diesem Tag fand eine Vorführung von Baers "Odyssey" statt - und Bushnell war dabei. Das beweist seine Unterschrift auf dem Besucherzettel. Bushnell hat also Baers Pingpong-Spiel gespielt und es zum erfolgreichen "Pong" weiterentwickelt.

Rastloser Erfinder

Bald darauf verlässt Ralph Baer die Rüstungsfirma und erfindet rastlos Neues. Mehr als 150 Patente meldet er an: Spielzeuge und Videospiele, ein interaktives Buch, eine sprechende Türmatte - und "Senso", ein Musikspielzeug, bei dem man sich Tonfolgen merken muss, um zu gewinnen. Ein Welthit. Sein zweiter Erfolg. Reich ist er nicht geworden: "Ich habe nie die Hand aufgehalten, das war dumm. Ich habe jedoch etwas Wichtigeres bekommen: die Freiheit, das zu tun, das ich liebe", sagt er später. Im Februar 2006 hat ihn der amerikanische Präsident George W. Bush mit der "National Medal of Technology" geehrt, dem US-Nobelpreis für Technik.

Bis zu seinem Tod hat Ralph Baer nie aufgehört, sich Gedanken über neue Technologien zu machen, die Skizzen trug er auf einem USB-Stick in der Hosentasche immer bei sich. Auch seinen Nachlass hat er in den vergangenen Jahren geordnet. Seine Notizen und Schaltpläne wurden vom Smithsonian Museum in Washington digitalisiert, es sind über 500 Seiten. Auch eine "Brown Box" steht im Museum. "Geschichte darf nie verloren gehen", hat er vor acht Jahren gesagt, "von meiner habe ich alles gerettet. Nun könnte mein Haus abbrennen, ohne dass alles vernichtet würde." Am 6. Dezember 2014 ist Ralph Baer in Manchester, New Hampshire verstorben. Er wurde 92 Jahre alt.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.