HOME

China-Attacke auf Google: Was Sie über Internet-Sicherheit wissen müssen

Welche Angriffe hat es gegeben? Wie sicher ist Googles E-Mail-Dienst? Wie kann ich mich schützen? Stecken die chinesischen Behörden wirklich hinter den Angriffen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Von Martin Virtel

Fakten zu den Angriffen auf Google

Google und andere Unternehmen wurden das Ziel von Hackerangriffen aus China. Es ging dabei um Spionage und Datendiebstahl. Im folgenden beantwortet stern.de die Wichtigsten Fragen zum Vorfall.
Gefunden in der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland"

Ist das der Start zum Cyberkrieg?

Nein - die Zwischenfälle, die Google als Anlass zur Wende in China nimmt, sind leider Routine. Seit Jahren gibt es organisierte Angriffe gegen Internet-Technik, deren Urheber in China vermutet werden. Einer der ersten öffentlich bekannt gewordenen Fälle war im Jahr 1999 die Verunstaltung von US-Regierungswebsites, vermutlich durch chinesische Hacker - ein Protest gegen die Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad im Jugoslawienkrieg. Die Angriffe jetzt spielen sich allerdings auf ganz anderem technischen Niveau ab.

Wie wurde Google angegriffen?

Mit internetfähigen Computerviren, die so ähnlich arbeiten wie die unter dem Stichwort "Online-Durchsuchung" vom Innenministerium geförderte Technologie. Nicht nur Google, auch viele andere Firmen sind Opfer dieser Attacke gewesen. Google verweist in seiner Mitteilung auf Ghostnet, ein weltweites Spionagenetz, das im vergangenen Frühjahr aufgeflogen ist. Kanadische Forscher hatten die Computer des Dalai Lama genauer unter die Lupe genommen und Programme gefunden, die E-Mails von wichtigen Absendern abfangen und weiterleiten und sogar Kamera und Mikrofon eines infizierten Computers einschalten können. Auch Computer von deutschen Behörden waren von diesem Angriff betroffen.

Stecken die chinesischen Behörden hinter den Angriffen?

Die Spionageabwehr in den USA und in Deutschland ist sicher, dass auch die chinesischen Kollegen solche Programme einsetzen. Die Beteiligung an einem konkreten Angriff lässt sich aber nicht beweisen oder widerlegen. Cyberangriffe sind kinderleicht zu verschleiern, weil sich der Schwarzmarkt professionalisiert hat. Jeder Kleinkriminelle in Hamburg kann seine Geschäfte über einen gekaperten Rechner in China oder sonstwo auf der Welt abwickeln, solche Rechner werden tageweise vermietet.

Wie sicher ist Googles E-Mail-Dienst?

Google behauptet, dass die Angreifer im Dezember trotz massiver Anstrengungen nur ein paar Betreff-Zeilen lesen konnten. Bei anderen Postfächern hatten sich die Spione allerdings die Passworte der Nutzer besorgt und einfach mitgelesen. Hier wäscht Google seine Hände in Unschuld und rät dazu, Antivirensoftware zu installieren, um Spionageprogramme zu entdecken, sowie Verschlüsselung zu verwenden, um das Abhören zu erschweren. Wer Google Mail ganz ohne Verschlüsselung verwendet, kann sehr einfach abgehört werden.

Kann man sich denn schützen?

Antivirensoftware - von einem namhaften Hersteller, denn es sind auch Imitate von Cyberkriminellen im Umlauf - ist für Windows-Nutzer ein Muss. Verschlüsselung ist für alle ratsam - und gar nicht umständlich: Statt mit http://www.googlemail.com einfach mit https://www.googlemail.com (der Unterschied ist das "s" vor dem Doppelpunkt, es steht für "secure", sicher) starten. Wer bereit ist, auf die Funktion "Postfach durchsuchen" zu verzichten, kann auch bei Google Mail jede einzelne Nachricht verschlüsseln. Alle anderen Sicherheitstricks sind im Vergleich zum Sicherheitsgewinn, den sie bringen, zu teuer oder so umständlich, dass wir nicht dazu raten.

Kann Google sich aus China zurückziehen?

Das will Google ja gar nicht unbedingt. Bislang hat der Konzern nur angekündigt, die Suchergebnisse auf der chinesischen Website nicht mehr zensieren zu wollen. Das könnte bedeuten, dass die Behörden Google dazu zwingen, die Büros in China zu schließen. Eine andere Firma oder eine Behörde könnte die Herrschaft über die Internet-Adresse http://www.google.cn bekommen, der Umsatz von Google mit chinesischer Werbung könnte sinken, wenn die Website nicht mehr erreichbar ist. Darauf lässt es Google ankommen. Googles Marktanteil in China liegt je nach Quelle nur zwischen 12 und 30 Prozent.

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.