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Energie aus der Sonne Aureus macht aus altem Obst und Gemüse die Solartechnik der Zukunft

Statt Obst und Gemüse verrotten zu lassen, hatte es sich Carvey Ehren Maigue zum Ziel gesetzt, sie als UV-absorbierende Verbindung für sein neuartiges Material zu verwenden.
Statt Obst und Gemüse verrotten zu lassen, hatte es sich Carvey Ehren Maigue zum Ziel gesetzt, sie als UV-absorbierende Verbindung für sein neuartiges Material zu verwenden.
© Dyson / PR-Material
Solarparks werden bislang immer horizontal gebaut und nehmen dadurch riesige Flächen in Anspruch. Ein Material aus Ernteabfällen soll helfen, Solarenergie effizienter zu nutzen.

Carvey Ehren Maigue von den Philippinen ist noch keine 30 Jahre alt und wurde bereits im Jahr 2020 mit dem renommierten James-Dyson-Award ausgezeichnet. Er entwickelte die sogenannte Aureus-Technologie, mit der es möglich ist, Feldabfälle aus verrottendem Obst und Gemüse in ein spezielles Material umzuwandeln, welches UV-Licht sammelt und in Energie umwandelt.

Aureus wird aus Ernteabfällen hergestellt und kann unter anderem in Paneelen an Fenstern und Wänden befestigt werden. Vereinfacht gesagt absorbieren die im Material enthaltenen Partikel UV-Licht und beginnen dadurch zu glühen. Diese Energie kann anschließend in Strom umgewandelt werden. 

Vertikale Solaranlagen möglich

Der große Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Solarpaneelen funktioniert das Aureus-System auch dann, wenn es nicht direkt der Sonne zugewandt ist. Denn es ist in der Lage, UV-Strahlung durch Wolken hindurch aufzunehmen oder die, die von Wänden, Bürgersteigen und anderen Gebäuden reflektiert wird. So lässt sich Energie auf eine Weise erzeugen, wie es mit herkömmlichen Solarkollektoren nicht möglich ist.

Dadurch kann bis zu 48 Prozent der Zeit Strom erzeugt werden, so die Angaben der Jury. Herkömmliche photovoltaische Zellen erzeugen hingegen nur 10 bis 25 Prozent der Zeit Strom. Außerdem lässt sich dieses System vertikal anbringen, klassische Solarzellen werden hingegen horizontal angelegt und verbrauchen dadurch große Flächen.

Das Potenzial gilt als riesig. Denkbar ist, dass das Material auch in Autos, Booten oder gar Flugzeugen angebracht werden kann. Sollte die Technologie voranschreiten, wäre damit eines Tages sogar ein zumindest teils solarbetriebener Transport denkbar. "Es ist beeindruckend, wie sich Ernteabfälle mit Aureus auf nachhaltige Weise wiederverwerten lassen", sagt James Dyson, Gründer des nach ihm benannten Unternehmens. "Besonders beeindruckt bin ich jedoch von Carveys Entschlossenheit und Hartnäckigkeit."

Quelle: James Dyson Award

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