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Smartphone für Handwerker Baustellen-Handy: Fünf Modelle, die Matsch, Staub und Stöße überleben

Ein Architekt telefoniert mit seinem Baustellen-Handy.
"Chef, ich hab Malheur." Über ein Baustellen-Handy kommen nicht immer gute Nachrichten an.
© Morsa Images / Getty Images
Auf einer Baustelle ist es laut, dreckig und manchmal nass – eine toxische Umgebung für Smartphones. Eigentlich, denn Baustellen-Handys kommen mit den widrigen Bedingungen trotzdem klar. 

IP68 und IP69 sind die Zauberformeln für Outdoor-Handys. Die Zertifikate bescheinigen Smartphones und Handys staub- und wasserdicht bis zu 1,5 Meter für maximal 30 Minuten zu sein (IP68). IP69 sagt aus, dass die Geräte gegen einen direkten Wasserstrahl geschützt sind. Und beides ist bei Baustellen-Handys wichtiger als die Leistung oder die Fotoqualität.

Aber der Schutz ist mitnichten das einzige interessante Feature eines Baustellen-Handys, denn durch einige Funktionen mutiert es zum Allzweck-Werkzeug. Klar, jedes neuere Smartphone wird mit entsprechender App zur Wasserwaage, aber nur die wenigsten verfügen über eine Wärmebildkamera – die gibts dafür in einem Premium-Baustellen-Handy.

Baustellen-Handy: Cat S62 Pro

Und dieses Premium-Handy ist das Caterpillar (Cat) S62 Pro. Der Hersteller dürfte den meisten Handwerkern ein Begriff sein, ist das Unternehmen mit Sitz Deerfield (US-Bundesstaat Illinois) der weltweit größte Hersteller von Baumaschinen. Die technischen Spezifikationen des Smartphones dürfen sich sehen lassen: 6 Gigabyte Arbeitsspeicher überzeugen ebenso wie 128 Gigabyte interner Speicher.

Das verbaute Gorilla Glas 6 ist laut Hersteller äußerst kratzfest. Wasser- und staubdicht ist das S62 Pro nach der Schutznorm IP68 und IP69. Das bedeutet, dass es maximal bis zu 30 Minuten 1,5 Meter tief tauchen kann. IP69 sagt aus, dass es auch gegen einen gezielten Wasserstrahl geschützt ist. Außerdem überlebt das Smartphone laut Hersteller Stürze aus bis zu 1,8 Metern Höhe. 

So weit, so normal, so außergewöhnlich ist die Wärmebildkamera des Cat S62 Pro. Auf Baustellen kommen Wärmebildkameras zum Einsatz, um Zugluft, Feuchtigkeit, Verstopfungen oder erhöhte Temperaturen aufzuspüren. Eigentlich kosten die schon so viel wie ein Smartphone. Beim S62 Pro verbaut Caterpillar einen Lepton-3.5-Sensor von Flir. Flir ist ein renommierter Hersteller für Wärmebildkameras. Praktisch, wenn Handwerker mittels Wärmebild schnell Probleme suchen und lösen wollen. 

Schön: Das Display lässt sich auch mit nassen Fingern oder Handschuhen bedienen. Außerdem befindet sich auf der linken Seite unter einem kleinen Deckel ein orangener Knopf, der frei konfigurierbar ist. Er lässt sich als SOS-Knopf einstellen, der bei Klick automatisiert eine SMS oder Mail an Mitarbeiter schickt. Hilfreich, wenn Handwerker an einem entlegenen Teil der Baustelle alleine arbeiten und verunglücken.

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Display:

14,478 cm (5,7 Zoll) bei 2160 x 1080 Pixel

Speicher:

128 GB

Frontkamera:

8 Megapixel

Rückkamera:

12 Megapixel 

Prozessor und RAM:

Qualcomm Snapdragon 660 und 6 GB

Fazit: Das Cat S62 Pro ist der Alleskönner auf der Baustelle. Andere Outdoor-Handys namhafter Hersteller können mit dem S62 Pro nicht mithalten. Das liegt nicht nur an der Wärmebildkamera, sondern auch an dem frei konfigurierbaren Notfallknopf. Ähnliche Funktionen bieten zwar alle Smartphones, aber nur über Umwege. iPhones etwa wählen den Notruf, wenn der Nutzer die Seitentaste fünf Mal drückt.

Gigaset GX290

Der deutsche Hersteller Gigaset hat mit dem GX290 Plus ebenfalls ein Modell im Angebot, das sich für die Baustelle eignet. Sein robustes und etwas klobiges Äußeres schützt das Smartphone laut Hersteller bis zu einer Fallhöhe von 1,2 Metern. Sein Display, das 6,1 Zoll groß ist und mit HD+ auflöst, wird durch Gorilla Glas 3 geschützt. Im Vergleich zu Displays ohne Gorilla Glas ist das kratzfester und schmutzresistenter.

Natürlich ist auch das Gigaset GX290 staub- und wasserdicht bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern. Besonders üppig fällt bei dem Smartphone der Akku mit 6200 Milliamperestunden aus. Im Stand-by-Modus hält der laut Hersteller bis zu 600 Stunden durch, wenn nur eine SIM-Karte im Telefon aktiv ist. Bis der Akku vollgeladen ist, vergehen aber bis zu drei Stunden.

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Display:

15,49 cm (6,1 Zoll) bei 1560 x 720 Pixel

Speicher:

64 GB

Frontkamera:

8 Megapixel

Rückkamera:

13 und 2 Megapixel Dualkamera

Prozessor und RAM:

Mediatek Helio P23 und 3 GB

Fazit: Das Gigaset GX290 ist das richtige Smartphone für Naturfreunde. Der Akku ist besonders groß. Es eignet sich damit auch für ausgiebige Wandertouren. Außerdem setzt Gigaset laut eigener Aussage vermehrt auf recycelte und recycelbare Materialien und produziert überwiegend – aber nicht nur – in Deutschland.

Samsung Galaxy XCover Pro

Auch Weltmarktführer Samsung hat ein Outdoor-Smartphone im Angebot, namentlich das XCover Pro. Wie bei Cat- und Gigaset-Smartphone brilliert auch das XCover Pro eher durch die äußeren als die inneren Werte. Zwar hat es nicht den für Outdoor-Smartphones gewöhnlich robusten Look, trotzdem überlebt es Stürze aus bis zu 1,5 Metern Höhe.

Außerdem verbaut Samsung Gorilla Glas 5. Zur Erinnerung: Gigaset setzt beim GX290 auf Gorilla Glas 3, Cat beim S62 Pro auf Gorilla Glas 6. Logisch: Bei Gorilla Glas steigt mit jeder Generation die Festigkeit und damit der Widerstand gegen Kratzer und Brüche. Natürlich ist auch das XCover Pro von Samsung IP68 zertifiziert und damit staub- und wasserdicht bis zu einer Tiefe von 1,5 Meter. Fällt das Handy in eine Pfütze, wird es das überleben.

Wie für Samsung üblich setzt der Hersteller beim Dispay auf OLED-Technologie. Dazu ist das XCover Pro im Vergleich zu anderen Baustellen-Handys besonders groß. Satte 6,3 Zoll misst das Display in der Diagonalen und das bei einer Auflösung von 1080 x 2340 Pixel.

Auf der Rückseite hat der Outdoor-Allrounder von Samsung zwei Linsen: ein Makro-Objektiv mit acht Megapixel-Auflösung und eine Hauptkamera mit 25 Megapixel. Der Akku ist im Vergleich zum Gigaset GX290 mit 4050 Milliamperestunden deutlich kleiner. 

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Display:

16 cm (6,3 Zoll) bei 2340 x 1080 Pixel

Speicher:

64 GB

Frontkamera:

13 Megapixel

Rückkamera:

25 und 8 Megapixel Dualkamera

Prozessor und RAM:

Samsung Exynos 9611 und 4 GB

Fazit: Im Vergleich mit dem  Gigaset GX290 ist Xcover Pro von Samsung das leistungsfähigere Smartphone, weil Kamera und Display besser sind. Allerdings ist der Akku etwas kleiner. Für Freizeit-Outdoor-Fans das ideale Smartphone. Auf der Baustelle ist aber das Cat S62 Pro die bessere Wahl.

Cat B40: Das Feature-Phone

Bei dem Cat B40 handelt es sich um ein sogenanntes Feature-Phone. Der Begriff klingt etwas edler als "Handy", meint aber nichts weiter als das, was Menschen vor dem ersten iPhone darunter definierten. Entsprechend ist das Cat B40 aufs Wesentliche reduziert und das ist die Kommunikation mit den Mitarbeitern.

Dafür kostet es auch nur den Bruchteil eines Smartphones. Natürlich ist es IP68 und 69 zertifiziert und damit wasser- und staubdicht. Schön: Cat versieht alle externen Komponenten des B40 mit Silberpartikeln. Es bietet deshalb antimikrobiellen Schutz und ist damit laut Hersteller keimfrei. Ideal, wenn mehrere Menschen mit dem Gerät in Kontakt kommen. Praktisch: Das Handy verfügt über eine kleine Taschenlampe.

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Betriebssystem:

KaiOS

Akku:

1800 mAh

Kamera:

2 Megapixel

Fazit: Das Cat B40 ist das perfekte Handy für mehrere Hände und alle Arbeiter, die lieber telefonieren als ewig zu simsen. 

Nokia 800 Tough

Etwas smarter als das Cat B40 ist das Nokia 800 Tough. Was Nokia und Cat ein ist, dass das Tough 800 ebenfalls ein Handy ist, auf dem KaiOS als Betriebssystem arbeitet. Kai was? KaiOS wird von dem gleichnamigen Unternehmen aus Hongkong programmiert.

Wer nun vorschnell glaubt, es handele sich um ein Betriebssystem aus Fernost, der irrt halb. KaiOS basiert auf FirefoxOS, das seinerseits auf Linux basiert – also dem quelloffenen Betriebssystem, das der Finne Linus Torvald Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts mehr oder weniger aus Versehen programmierte und das sich seit jeher immer größerer Beliebtheit erfreut. Auf dem Handy können Apps aus dem KaiOS-Store installiert werden. Mit darunter sind YouTube, Facebook und WhatsApp.

Laut Hersteller überlebt das Nokia 800 Tough Stürze aus 1,8 Metern Höhe. Wie jedes Outdoor-Smartphone ist es IP68 zertifiziert und damit wasserdicht bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern. Leider versäumt es Nokia, dem Handy Gorilla Glas zu spendieren. Wirklich kratzfest ist das Display daher nicht.

Dafür entspricht das Handy laut Hersteller der US-Militärnorm MIL-STD-810. Und die besagt, dass ein Handy niedrigen Luftdruck, hohe und tiefe Temperatur, Temperaturschocks, Solareinstrahlung, Regen, Pilzbefall, Salznebel und vieles mehr aushalten muss.

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Betriebssystem:

KaiOS

Akku: 

2100 mAh

Kamera:

2 Megapixel

Fazit: Das Nokia 800 Tough ist das richtige Handy für Menschen, die wirklichen Extremsituationen ausgesetzt sind. Wer auf einem Gletscher auf die Hochseilbahn wartet, greift hier zu.

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Quellen:  Computerbild.deChip.de Techstage.de


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