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Hyperschall-Waffen: Experten warnen: Super-schnelle Raketen machen den Atomkrieg wahrscheinlicher

China, USA und Russland entwickeln Raketen mit ungeheurer Geschwindigkeit. Sie ermöglichen einen blitzartigen Erstschlag und Abwehrraketen können sie nicht abfangen. Experten fordern, ihre Verbreitung zumindest einzudämmen.

Diese Computersimulation soll den russischen Zircon-Gleiter darstellen, dürfe aber nur entfernte Ähnlichkeit mit ihm besitzen.

Diese Computersimulation soll den russischen Zircon-Gleiter darstellen, dürfe aber nur entfernte Ähnlichkeit mit ihm besitzen.

Drei Länder – China, USA und – entwickeln eine neue Klasse von Hightech-Waffen. Experten fürchten, dass diese Waffen einen Atomkrieg wahrscheinlicher machen. Es geht um die sogenannten Hyperschall (Hypersonic)-Waffen. Eine neue Studie der Rand Corp. warnt davor, dass Hyperschallraketen alle bestehenden Raketen- und Luftverteidigungssysteme durchbrechen könnten. Das liegt an ihrer enormen Geschwindigkeit und ihren verbesserten Flugeigenschaften. Denn diese Waffen müssen nicht auf einer vorgegebenen Flugbahn bleiben, sie können manövrieren. Für herkömmliche Abwehrraketen wie die Patriot sind sie viel zu schnell und zu wendig.

Zehnfache Schallgeschwindigkeit

Hypersonic bedeutet fünffache Schallgeschwindigkeit und mehr – selbst Geschwindigkeiten von mehr als zehnfacher Schallgeschwindigkeit sollen möglich sein. Durch diese Geschwindigkeit schrumpft die Reaktionszeit des Gegners enorm zusammen. Überraschende Enthauptungsschläge gegen die militärische und politische Führung sind möglich. Abwehraktivitäten müssten wegen des Zeitdrucks womöglich ohne Kontrolle eines Menschen eingeleitet werden. Die Experten der Rand Corp. hoffen, dass die drei Hyperschall-Mächte sich auf Nichtverbreitungsregeln einigen, um zumindest die Lieferung dieser Waffen in andere Staaten zu verhindern.

Die Warnungen der Experten sind ernst zu nehmen. Hypersonic ist "the next big thing" in der Rüstung. Dieser Prozess ist nicht mehr aufzuhalten und er war auch zu erwarten. Als zuerst die und später Russland Abwehrschilde gegen die bekannten Raketen installierten, wusste jeder Experte, dass eine neue Generation von Waffen kommen würde, die diese Abwehrschilde durchbrechen können. Vor allem Russland hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass der US-Raketenschild aus Moskaus Sicht zu einem Ungleichgewicht der Nuklear-Waffen führt. Russland wird über die neuen Waffen nur verhandeln wollen, wenn zugleich über den Abwehrschirm der USA diskutiert wird. Das ist allerdings sehr unwahrscheinlich.

Der Krieg der Kosten

und Russland werden diese Entwicklung nicht einfach stoppen. Die neuen Waffen haben neben ihrem militärischen Potenzial auch eine finanzielle Sprengkraft. Einmal eingeführt entwerten sie alle bisherigen Investitionen in Raketenabwehrwaffen. Milliarden wären zum Fenster herausgeworfen, was vor allem die USA schwer treffen würde. Dieser Effekt entspricht genau der chinesischen Rüstungsdoktrin, nämlich sehr teure Waffensysteme der USA nach Möglichkeit mit sehr preisgünstigen Waffen zu neutralisieren.

Strategische Erstschlagswaffen

Derzeit ist die Rede von Hyperschallgleitern, die von einer in die Atmosphäre getragen werden und die sich von dort auf ihr Ziel stürzen. Die neue russische Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat wäre ein passendes Trägersystem.

+++ Lesen Sie hier: Putin zeigt die tödlichste Nuklearwaffe seit Ende des Kalten Krieges +++

Eine andere Variante sind Cruise Missiles mit Hyperschallantrieb. Durch die vereinheitliche Starttechnik können diese Waffen im Prinzip von Lkw, von Bombern oder aus U-Booten abgeschossen werden. Besonders unangenehm wird es für den Westen, weil Russland derartige Waffen auch von sehr kleinen Schiffen aus starten kann.

Game-Changer der Waffentechik

Ein Nicht-Weiterverbreitungsabkommen ist zumindest denkbar, weil die Techniken, die nötig sind, um den Hyperschallflug zu meistern, extrem anspruchsvoll sind. Doch technisch ist die Entwicklung schon weiter als der Report berücksichtigt. Denn es geht schon längst nicht mehr um den großen Schlag der Supermächte. Nicht allein strategische Raketen und Missiles werden Hypersonic erreichen. Wem es gelingt, die nötige Stautriebwerk-Technik zu meistern, der wird diese Technik miniaturisieren. Und mit ihr auch kleine Anti-Panzer- und Anti-Schiffswaffen ausstatten. Mit Hyperschall werden die Kräfteverhältnisse auf dem Schlachtfeld neu verteilt. Die USA arbeiten an solchen Waffen, Russland hat den Zircon-Gleiter erfolgreich getestet. Er soll Mach acht erreicht haben (10.000 km/h) und bereits 2018 in die Serienfertigung gehen. China behauptet sogar, mit der Technik inzwischen sogar relativ kleine Luft-Luft-Raketen ausstatten zu können. 

+++ Lesen Sie hier: Dreifache Reichweite und Mach 5 - Chinas Raketen hängen westliche Waffen ab +++ 

Wenn diese Technik dem exklusiven Dreier-Club von China, Russland und USA vorbehalten bliebe, würden die Waffensysteme aller anderen Mächte nur hilflose Ziele für die drei sein. Kein Schiff, Flugzeug oder Panzer der EU-Staaten könnte einem Gegner mit Hyperschall-Waffen standhalten. Das wäre auch keine annehmbare Perspektive, es ist anzunehmen, dass mittlere Mächte den Rückstand bei der Hyperschalltechnik schnell aufholen wollen.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.