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Gadget Mini-U-Boot – die "Nemo" würde James Bond neidisch machen

Die Nemo ist klein genug, um in einem Hangar mitgeführt zu werden.
Die Nemo ist klein genug, um in einem Hangar mitgeführt zu werden.
© U-Boat Worx
Während sich die Normal-Sterblichen in diesem Sommer ein Planschbecken für den Garten gönnen, gibt es für die Reicheren eine ganz andere Spielerei: das Mini-Unterseeboot "Nemo" des holländischen Herstellers U-Boat Worx.

Das Mini-U-Boot "Nemo" ist kleiner als ein Segelboot und in etwa so groß wie zwei Jetski. Sie passt daher locker auf einen Anhänger und könnte auch mit einem Pick-up transportiert werden. Dabei können ihre Leistungen einen James Bond neidisch machen. Immerhin kann die "Nemo" bis zu 100 Meter tief tauchen. Ein so leistungsfähiges U-Boot hat es vorher in dieser Größe noch nicht gegeben. U-Boat Worx hofft, mit dem kompakten Modell eine größere Kundengruppe ansprechen zu können.

"Persönliche U-Boote sind eine aufregende und beeindruckende Ergänzung zu jedem Spielzeugschrank und werden immer stilvoller und begehrter, besonders für Eigner, die abenteuerliche Reiserouten wünschen", sagte Julia Simpson, Manager bei SuperYachtsMonaco, zu "Forbes". Abenteuerlustige Eigner von Superjachten würden gern auf Entdeckungsreise gehen, und nehmen für solche Exkursionen ein Beiboot mit. Und ein U-Boot ist natürlich eine besonders auffällige Ergänzung.

Kleine Maße, große Leistung

Dabei ist die "Nemo" nicht so groß, dass die ganze Superjacht auf den Transport des U-Boots hin konstruiert werden muss. Mit einem Gewicht von nur 2500 Kilogramm ist die "Nemo" das leichteste bemannte Tauchboot, das jemals gebaut wurde. Es ist auch nur 155 Zentimeter hoch. Obwohl die "Nemo" sehr kompakt ist, bietet sie Platz für zwei Passagiere unter der Kuppel, die einen atemberaubenden Blick auf die Unterwasserwelt ermöglicht. Unter Wasser erreicht die "Nemo" eine gemütliche Schwimmgeschwindigkeit von 3 Knoten, das sind etwa 5,5 km/h. Aber mit 100 Metern kann "Nemo" nicht nur recht tief tauchen, sondern auch sehr lang: Acht Stunden lang kann das Mini-U-Boot unterwegs sein.

Der Computer taucht mit

Getaucht wird mit der "Nemo", um die Unterwasserwelt hautnah zu erleben. Das transparente Acrylglas-Kugelfenster der "Nemo" wurde speziell für den Blick nach draußen konstruiert. Ein 12-tägiger Schulungskurs wird allen Käufern angeboten. Das soll ausreichen, um ein zertifizierter Kapitän auf dem Mini-U-Boot zu werden. Denn die "Nemo" unterstützt den Piloten weitgehend und kann automatisch Kurs und Tiefe halten. Die Insassen müssen nicht einmal selbst steuern, die "Nemo" kann auch vom Mutterschiff oder von der Küste aus fernbedient werden.

Die Preise beginnen bei etwa einer Million Euro. Ein optionaler Greifarm wie Schatzsucher kostet extra. Das hört sich viel an, unterbietet aber die anderen Anbieter. Denn die "Nemo" wird in Serie hergestellt, ein Novum für ein privates U-Boot. Dabei sieht sie noch gut aus. Die "Nemo" hat einen Red Dot Award für ihr gelungenes Design bekommen.

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