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Robo-WM Dortmund: Schießen ohne umzufallen

Deutschland im WM-Fieber: Zwei Wochen nach dem RoboCup ging die zweite Roboterfußball-Weltmeisterschaft zu Ende. Für ein deutsches Team gab es schon einen Weltmeistertitel.

Bei der Roboterfußball-WM in Dortmund "RoboWorld Cup" hat ein Team der Universität Paderborn in einer von acht Kategorien gewonnen. Die anderen Wettkämpfe konnten Teams aus Österreich, China (2), Singapur (3) und Taiwan für sich entscheiden, wie WM-Organisator Norbert Jesse vom Informatiklehrstuhl der Universität Dortmund sagte. Die "HNI Devils" setzten sich in der Kategorie "KheperaSot" gegen drei weitere Teams aus Deutschland durch. Bei "KheperaSot" spielen zwei Roboter vollautomatisch ohne Steuerung von außen gegeneinander.

An der elften Roboterfußball-Weltmeisterschaft der "Federation of International Robot-soccer Association" (FIRA) hatten sich 51 Mannschaften mit Studierenden und Wissenschaftlern aus 18 Nationen beteiligt. Aus Deutschland nahmen Teams aus Paderborn, der Fachhochschule Soest und der Universität Dortmund teil. Bei den Wettkämpfen gingen vor allem kleinere Roboter in Würfel- und Zylinderform auf Torjagd. Daneben tauschten sich die Wissenschaftler auf einem Kongress über neue Entwicklungen aus.

Entwicklung in der Stabilität

Jesse zog eine positive Bilanz der WM. "Es war ein ansprechendes Turnier mit guten Leistungen." Besonders bei den humanoiden Robotern, die auf zwei Beinen gehen, habe man eine Entwicklung gegenüber früheren Turnieren gesehen. "Das gilt vor allem für die Stabilität. Früher sind die beim Schießen oft umgefallen. Das habe ich nun praktisch gar nicht mehr gesehen."

Erst vor rund zwei Wochen war in Bremen die Weltmeisterschaft eines anderen Roboter-Fußball-Verbandes zu Ende gegangen. Beim Bremer "RoboCup" waren 440 Teams aus 36 Ländern ebenfalls in mehreren Kategorien gegeneinander angetreten.

DPA / DPA