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Weiblich! Ledig! Na und?: Warum ist der erste Schritt immer so schwer?

Jeder Ratgeber erklärt es und in der Theorie ist alles so simpel. Aber wenn die Singlefrau einen Mann ansprechen will, fehlen ihr die Worte.

Mann sitzt im Biergarten auf einer Bank und hebt sein Glas zum Zuprosten

Theoretisch ist es ja total einfach, fremde Männer anzusprechen. Aber praktisch??

Lena und ich stehen im Gedränge eines Straßenfestes. Wir lassen unsere Blicke schweifen. Nicht auf der Suche nach Männern, sondern auf der Suche nach Essen. "Wollen wir da drüben pulled pork holen?", fragt sie.
"Nee, da ist die Schlange doch so lang", entgegne ich.
"Aber das ist doch überall so." Wir sind beide grummelig, weil hungrig. "Und ich brauche auch noch was zu trinken", sagt Lena.
"Ja, aber bitte eine Schorle. Das erste Alster wirkt schon."
Unsere Lagebesprechung durchbricht eine Stimme: "Ähm, hallo, steht ihr hier an?"

Lena und ich drehen den Kopf in die gleiche Richtung und gucken beide bestimmt ziemlich entgeistert. Wie kommt der Typ dazu, uns hier in dieser brenzligen Situation zu stören?!
"Äh, nein, wir überlegen gerade, wo wir uns anstellen", sagt Lena. Wir stehen wirklich sichtbar weit weg von jeder Schlange. Und damit ist offensichtlich, was der junge Mann wollte: einen ersten Schritt machen.

"Seid ihr öfter hier?"

Der ist leider gründlich daneben gegangen. Noch nicht mal auf Grund der Wortwahl. Es ist einfach der falsche Zeitpunkt für uns, weil hungrig und nicht zu Scherzen aufgelegt. Es ist der falsche Mann für uns Frauen, das ist auf den ersten Blick klar. Und er merkt es, lässt aber nicht locker und legt nach: "Ganz schön heiß heute, ne?" Ich glaube, er merkt selbst, dass es unbeholfen wirkt und zum Scheitern verurteilt ist.

Ein "Mmmmhhh" gefolgt von einem neutralen, nicht zu aufmunternden Lächeln ist in diesen Situationen wohl die beste Reaktion. Man will ja niemanden vor den Kopf stoßen, außerdem soll Mut belohnt werden.

Schüchtern, wenn es ernst wird

Ich bring den nämlich viel zu selten auf. Egal wo ich bin, in der Bahn, in der Bar, im Supermarkt – ich sehe Männer, die mir optisch gefallen. Meistens denke ich nur: "Uhhh, nice." Maximal raune ich meiner Begleitung ein "Guck mal, der da drüben" zu. Und dann – wegducken, vielleicht mal unter dem nicht vorhandenen Pony hervorluken, aber zum Lächeln reicht es oft nicht mehr. Dabei bin ich eigentlich nicht schüchtern. Und wenn ich nicht vorher schon gedacht habe "Au weia, ist der hot", fällt mir ein lockerer Spruch nach dem nächsten ein. 

Neulich erst war ich abends allein im Biergarten, umgeben von Paaren und solchen, die es werden wollten. Aber ich war ganz zufrieden mit den schweigsamen Stunden, hatte ich doch den gesamten Tag gesabbelt. Und als ich auf dem Weg zum Ausgang mein Glas zurückgab, saß neben der Bar dieser Typ. Mein Typ, wie aus dem Bilderbuch. Leider guckte er nicht in der Gegend rum, sondern auf sein Handy, und auch sein Hund gab mir keinen Anlass, um etwas zu sagen.

Ich ratterte innerlich rasch sämtliche Mantra-Memos für den ersten Schritt runter:

• Vielleicht wartet er ja auch auf deinen ersten Schritt.
• Es kann ja nichts passieren, außer ein "nein".
• Es wird nicht weh tun.
• Beim nächsten Mal wird’s noch leichter.
• Es steigert dein Selbstbewusstsein.
• Es geht ja um nichts.
• Den siehst du sonst nie wieder.
• Und: Den siehst du eh nicht wieder, wenn es schiefgeht.
• Du bereust es später.

Mehr fielen mir auf die Schnelle nicht ein. Aber ich stand immer noch da und starrte. Bevor es alle anderen außer ihm bemerkten, drehte ich mich um und ging zum Ausgang. Gesehen habe ich ihn seitdem wirklich nicht mehr. Könnte aber noch sagen, was er auf seinen Unterarm tätowiert hatte.

Einfach mal machen

Der Typ vom Stadtfest wird Lena und mich längst nicht mehr im Gedächtnis haben, denn ihn haben wir stehengelassen. Mit einem gemurmelten "Wir müssen dann mal was zu essen kaufen" haben wir uns ins Gewusel verabschiedet. "Als Nächstes hätte er gefragt, ob wir häufiger hierher kommen", sage ich.
"Ja, ein komischer Vogel", sagt Lena. "Aber andererseits ganz cool. Einfach mal machen."
"Vielleicht waren wir ja auch nur Versuchskaninchen, damit er sich selbst beweist, dass nichts passiert bei einem Nein." "Na dann, ran an den nächsten Kerl", ermuntert mich Lena.
"Du weißt nie, ob er hungrig ist."

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.