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Von A wie Amaranth bis Z wie Zatar: Vegetarier-Wissen für Angeber

Wissen Sie, warum das Vitamin B12 in der Debatte um vegetarisches Essen eine Rolle spielt? Und was ist eigentlich Cashewmus? Mit unserer Liste der wichtigsten Vegetarier-Begriffe können Sie mitreden.

Gemüse ist das Grundnahrungsmittel jedes Vegetariers. Aber auch viele Produkte aus fernen Ländern sind gefragt. Von A wie Amaranth bis Z wie Zatar.

Gemüse ist das Grundnahrungsmittel jedes Vegetariers. Aber auch viele Produkte aus fernen Ländern sind gefragt. Von A wie Amaranth bis Z wie Zatar.

Zwischen Glaubenskampf und Glaubensmampf: Die Vegetarier-Welle macht für viele Menschen Lebensmittel populärer, die früher noch nicht so leicht verfügbar waren. Quinoa oder Plattpfirsiche zum Beispiel waren vor ein paar Jahren längst noch nicht so verbreitet wie heute. Zum Weltvegetariertag ein ABC neumodischer Lebensmittel und mancher Phänomene, die dazu gehören:

A wie Amaranth

Die traditionelle Speise der Inka war in Europa bis vor wenigen Jahren fast unbekannt. Doch nicht zuletzt Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit, die also das Klebereiweiß in Getreidesorten wie Roggen, Weizen oder Hafer schlecht vertragen, bescheren Amaranth (etwa als Popcorn) einen Siegeszug. Amaranth enthält mehr und hochwertigeres Eiweiß als unsere Getreidesorten, auch der Gehalt an mehrfach gesättigten Fettsäuren, Faser- beziehungsweise Ballaststoffen sowie an Mineralstoffen ist höher.

B wie Vitamin B12

Das Einzige, was vegane Ernährung nicht liefert, ist Vitamin B12, das von Mikroorganismen gebildet wird. Angebliche Mangelerscheinungen und fehlende Vitamine bei Ernährung ohne Tierprodukte sorgen immer wieder für Diskussionen. Viele Veganer halten die Debatte aber für albern. Schließlich griffen auch viele Fleischesser zu Vitaminpillen oder Magnesiumtabletten.

C wie Cashewmus

Für viele Veganer ist dieses Nussmus ein beliebter Brotaufstrich oder Zusatz bei Gemüsegerichten und Soßen.

D wie Dicksaft

Agavendicksaft gilt als Alternative zum Zucker. Er enthält aber fast so viele Kalorien wie normaler Zucker, da er zu etwa 80 Prozent aus Zucker besteht, wie die Krankenkasse AOK erklärt. Allerdings enthalte er fast nur Fruchtzucker, der schneller als weißer Zucker ins Blut gehe. Wer Kalorien sparen will, sollte aber wohl eher auf Stevia oder Süßstoff umsteigen.

E wie Edamame

Die Sojabohnenkerne Edamame sind Dicken Bohnen ähnlich, schmecken jedoch etwas nussiger und sind knackiger. Bis vor ein paar Jahren waren sie vor allem in japanischen Restaurants zu bekommen. Inzwischen sind sie ein Hit bei Vegetariern. Reich an Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren oder auch Vitamin A werden sie gern kalt oder warm mit Tofu, gerösteten Erdnüssen oder Nudeln kombiniert.

F wie Flugmango

Sogenannte Flugmangos werden vollreif geerntet und per Flugzeug aus Ländern wie Brasilien, Mexiko, China, Pakistan, Thailand oder Indonesien zum Verbraucher in Europa gebracht. Die Ökobilanz ist entsprechend schlecht. Mangos an sich sind als Smoothie oder im Lassi ein fantastisch schmeckendes Tropenobst.

G wie Gojibeeren

Geheimwaffe Goji - getrocknete Gojibeeren werden gerne als Anti-Aging-Sensation gepriesen. Angeblich spenden die ein wenig wie Feigen oder Dörrpflaumen schmeckenden roten Früchte viel Energie, sind gut fürs Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und helfen gegen Bluthochdruck oder Schlafprobleme. Die Gojibeere wächst am Gemeinen Bocksdorn (englisch auch Goji oder Wolfberry) und wird gern in der chinesischen Küche verwendet.

H wie Hafermilch

Getreide-Drinks als Milchersatz (aus Soja, Hafer oder Reis) werden beliebter, etwa mit Müslis oder im Kaffee. Oft enthalten sie inzwischen aber ziemlich viel Zucker.

I wie Ipomoea batatas

Begriff für das Trendgemüse Süßkartoffel. Sie wird auch Weiße Kartoffel genannt, ist in (sub)tropischen Regionen weit verbreitet. In den USA ist sie etwa als Beilage zum Thanksgiving-Truthahn populär. In jüngerer Zeit taucht sie, etwa als Süßkartoffel-Pommes oder auch Püree, auf immer mehr Speisekarten großstädtischer Trend-Lokale auf.

J wie Joghurt, und zwar Sojajoghurt

Gepopptes Amaranth mit Sojajoghurt und frischen Früchten wie Himbeeren - womöglich mit gerösteten Kokosflocken - gilt als Powerfrühstück unter Veganern.

K wie Kale

Aus Nordamerika als cooles Gemüse rückimportierter Grünkohl. Der wird heute nicht mehr zerkocht mit Wurst serviert wie in Norddeutschland üblich ("Grünkohl mit Pinkel"), sondern in Öl gebraten, zu Chips gebacken oder mariniert mit Spinat kombiniert.

L wie Limettensaft

Nicht nur für Cocktails auch sonst in verschiedenen Getränken ein beliebter saurer Kick.

M wie Matcha

Matcha ist Grünteepulver aus Japan. Wenige Dutzend Gramm kosten rasch 20 Euro. Zwei Löffelchen in der Schale werden mit etwa 80 Grad warmem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen verquirlt. Für Einsteiger eignet sich auch als eine Art Kakao-Ersatz Matcha Latte oder Shake: mit (Soja-)Milch verrührtes Pulver.

N wie Natürlich

Was ist natürlich? Sind Menschen Omnivoren (Allesfresser; aus dem Lateinischen von "omnis" (jeder/alles) und "vorare" (essen)) oder sollten sie vegetarisch, gar vegan leben? Eine verbindliche Antwort darauf gibt es offensichtlich nicht.

O wie Orthorexie

Ein neumodischer Begriff für die Störung bei Menschen, die besessen sind von der Furcht, etwas Ungesundes zu essen. Das Wort kommt aus dem Griechischen von "orthós" für richtig und "órexis" für Appetit. Die Gefahr ist, vor lauter Tabus womöglich mangelernährt zu werden, nicht mehr außer Haus essen zu können.

P wie Plattpfirsich

Die In-Frucht Plattpfirsich, auch Bergpfirsich oder Weinbergpfirsich genannt, weil ihr Baum von Winzern in Spanien oder Frankreich als Schattenspender zwischen die Reben gesetzt wurde, sei intensiver im Geschmack als ein runder Pfirsich, schrieb das "Süddeutsche Zeitung Magazin" vor fünf Jahren. "Wir erleben die Rückkehr des alten Adels und des Antikobstes. Der Trend geht zur Fruchtfolklore."

Q wie Quinoa

Das In-Getreide Quinoa war lange Zeit - wie Amaranth - in den südamerikanischen Anden ein Grundnahrungsmittel. Weil sie glutenfrei ist (laut "Duden" wirklich "die" Quinoa), wird Quinoa hierzulande immer öfter als Beilage wie Reis oder Grütze gegart. Das Korn eignet sich auch für Aufläufe. Garzeit: etwa 15 Minuten.

R wie Raw Food

Der Lifestyle-Trend "Raw Food" ist im englischsprachigen Raum, etwa in Australien, viel weiter verbreitet als in Deutschland. Anhänger der Rohkost-Bewegung ernähren sich vegan und verzichten zudem komplett aufs Kochen. Gegessen werden Obst, Gemüse und Wildpflanzen. Fade muss das nicht sein. Beispiel: Eine Rohkostpizza besteht etwa aus Süßlupinenmehl und Sauerkraut, belegt mit Humus, Gurke, Oliven und Champignons.

S wie Seitan

Aus Weizeneiweiß - also Gluten - hergestelltes Nahrungsmittel, das je nach Zubereitung in Geschmack und Konsistenz ziemlich fleischähnlich sein kann. Die Döner-Kopie "Vöner vom Spieß" besteht zum Beispiel aus Seitan, Sojaschrot und Gewürzen.

T wie Tofu

Weicher Tofu eignet sich gut, um Tierisches zu imitieren oder gar zu übertreffen: etwa Tofu-Hack (Tofubrösel mit ordentlich Olivenöl, Tomatenmark und Rotwein braten) oder aber Tofu-"Rührei" (gebratener zerbröselter Tofu in Kurkuma).

U wie Uni-Mensa

Mensen gelten vielen als Inbegriff schlechten Massen-Essens, neben Firmen-Kantinen mit dem Klassiker Currywurst. Doch die Zeit des Stammessens mit Eintopf, Schnitzel & Co ist längst passé. Heute gibt es dort oft frisch gebrutzeltes Gemüse aus dem Wok oder etwa Karotten-Curry mit Quinoa.

V wie Veganz

"Wir lieben Leben" heißt der Werbespruch dieser Kette veganer Supermärkte mit Filialen in Berlin, Hamburg, München, Essen, Frankfurt und bald auch in Leipzig.

W wie Weißes Mandelmus

Angerührt mit Wasser und Gewürzen eignet sich Mandelmus gut zum Überbacken. Weißes Mandelmus ist dann auch optisch der beste Käseersatz, etwa bei veganer Lasagne. Es sollte nur leicht gebräunt werden und nicht zerbröckeln.

X wie Xylit

Ein Zuckeraustauschstoff, dem kariesfeindliche Wirkung nachgesagt wird. Wird auch Birkenzucker genannt.

Y wie Yotam Ottolenghi oder Attila Hildmann

Zwei Stars der Vegetarier- und Veganer-Szene. Ottolenghi schrieb das Kochbuch, "das jetzt alle haben", wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) kürzlich meinte. Es heißt "Genussvoll vegetarisch" (Originaltitel: "Plenty"). Ottolenghi wurde in Jerusalem geboren und besitzt in London ein Restaurant und mehrere Imbisse. Hildmann ("Vegan for fit", "Vegan for fun", "Vegan for youth") ist der deutsche #http://www.stern.de/genuss/trends/60-tage-selbstversuch-wie-derik-meinkoehn-zum-veganer-wurde-2107201.html;Veganer-Star#, der gerne seine Muskeln zeigt und Porsche fährt und zurzeit auch in den USA durchstarten will.

Z wie Zatar

"Eine orientalische Gewürzmischung, ohne die man ziemlich aufgeschmissen ist, wenn man die Gerichte aus dem Kochbuch ausprobieren will, das jetzt alle haben..." (FAS). Der auch Zaatar, Za'atar, Zatar oder Zahtar geschriebene Gewürzmix aus Sumach, Sesam, Thymian und Salz (manchmal auch Oregano) ist im Nahen Osten allgegenwärtig und erobert nun auch mitteleuropäische Küchen.

Gregor Tholl/ DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.