Die "Expendables" um Sylvester Stallone (79) bekommen schlagkräftige Kolleginnen. Im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes gaben die Produktionsfirmen Eclectic Pictures und Hollywood Ventures Group bekannt, dass sie an einer "von Frauen getragenen Erweiterung" der "Expendables"-Reihe arbeiten. Das berichtet das Branchenmagazin "The Hollywood Reporter". Der Arbeitstitel des Projekts lautet demnach "The Expendabelles".
"The Expendabelles" sei als Origin-Story des "Expendables"-Universum vorgesehen. Der Film soll in den späten 1990er-Jahre spielen - also vor der Handlungszeit der Filme um die Männertruppe, die 2010 in den Kinos debütierte.
"The Expendabelles" werde eine "neue Generation von Elite-Agentinnen" einführen, heißt es. Die Macher versprachen gegenüber "The Hollywood Reporter" ein "stilvolles, actiongeladenes Kinoerlebnis". Es soll "die Mythologie der Reihe erweitern und gleichzeitig als eigenständiges Werk bestehen".
"The Expendabelles": Geplant seit 2012
Die Idee für einen weiblicher Ableger von "Expendables" kam bereits nach dem Erfolg des ersten Films von 2010 auf. 2012 wurden erstmals demensprechende Pläne vorgestellt, damals bereits unter dem Titel "The Expendabelles".
Mit Karen McCullah und Kirsten Smith wurden die Autorinnen von "Natürlich blond" auf das Drehbuch angesetzt. "Expendables"-Produzent Avi Lerner soll damals mit Größen wie Meryl Streep, Cameron Diaz und Milla Jovovich verhandelt haben. Sylvester Stallone warf den Namen von "Alien"-Heldin Sigourney Weaver in den Raum.
Zunächst suchten die Produzenten nach einer Regisseurin für das Projekt, doch 2014 wurde "Natürlich blond"-Macher Robert Luketic verpflichtet.
2022 wurden die Pläne zu "The Expendabelles" dann vorerst begraben. Es hieß damals, dass man es nicht geschafft hätte, logisch plausibel zu machen, warum im "Expendables"-Universum neben den männlichen Soldaten ein rein weibliches Team operieren sollte. Stattdessen beschloss man, in späteren "Expendables"-Filmen mehr Frauen zu integrieren. Im vierten und bisher letzten Teil aus dem Jahr 2023 spielte immerhin Megan Fox eine größere Rolle.
Das Problem der fehlenden Plausibilität einer gleichzeitigen Existenz einer (fast rein) männlichen und einer weiblichen Truppe hat man nun also damit gelöst, dass man den Frauen-Ableger zeitlich vor der etablierten Reihe spielen lässt.