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TV-Quoten am Samtagabend: "Supertalent" schlägt den Raab

Was Steven Gätjen nicht gelang, schaffte RTL. "Das Supertalent" war erneut die meistgesehene Sendung des Abends. "Schlag den Raab" war jedoch ein schwieriger Gegner.

Von Ellen Ivits

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich am vergangenen Samstagabend "Das Supertalent" und "Schlag den Raab". Als Sieger ging die Castingshow von RTL hervor. Das Jury-Trio aus Dieter Bohlen, Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker behielt trotz der starken Konkurrenz durch die ProSieben-Allweckwaffe Stefan Raab erneut die Oberhand. 4,89 Millionen Zuschauer schaltet ein, um der Supertalent-Suche beizuwohnen. Beim Gesamtpublikum kommt die Bohlen-Show somit auf 15,6 Prozent. Sexy Schlangentänzerinnen, Schatten-Theater und eine blinde Sängerin bescheren dem "Supertalent den Sieg. Der selbsternannte "Henker von ProSieben" konnte dagegen nur 3,32 Millionen Menschen vor den Bildschirm locken. Das macht 13,5 Prozent des Gesamtmarktanteils aus.

Auch bei der werberelavanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen konnte der Kölner Marktführer gegen ProSieben auftrumpfen - zumindest zwischen 20:15 Uhr und 22:45 Uhr. Der Talentzirkus auf RTL kam hier mit 2,48 Millionen Zuschauer auf 20,9 Prozent Marktanteil. Für "Schlag den Raab" reichte es zwar zu geringfügig besseren 21,8 Prozent, dieser Erfolg ist jedoch auf die längere Laufzeit der Show zurückzuführen. 2,19 Millionen der 14- bis 49-Jähriger verfolgeten insgesamt den Kampf zwischen Raab und seinem Kandidaten um drei Millionen Euro.

RTL schwächelt trotzdem

Aber für RTL gab es an diesem Samstagabend nicht nur erfreuliche Nachrichten. Zwar konnte "Das " noch einmal in Quotenführung gehen, doch die Zeiten der unangefochtenen Erstplatzierung sind vorbei. Der Casting-Klassiker musste sich mit der zweitniedrigsten Zuschauerzahl in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen der letzten Jahre begnügen.

Die Comedyshow von Atze Schröder mit dem Titel "Schmerzfrei", das RTL im Anschluss zeigte, hatte gegen "Schlag den Raab" dagegen keine Chance. 14,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe waren ein ernüchterndes Ergebnis. Insgesamt hatten 2,23 Millionen Zuschauer eingeschaltet.

Kein junges Publikum für ZDF

Zwischen dem "Supertalent" und Raab konnte sich das ZDF positionieren. Die Musikshow "Willkommen bei Carmen Neben" erreichte dank 4,58 Millionen Zuschauern einen guten Gesamtmarktanteil von 14,7 Prozent. Überhaupt nicht gut lief es dafür bei den14- bis 49-Jährigen, bei denen die Show nicht über enttäuschende 3,6 Prozent hinaus kam.

Sehr ordentlich schlug sich auch Sat.1 mit "Harry Potter und der Orden des Phönix". Beim jungen Publikum konnte der Zauberlehrling gute 12,2 Prozente erreichen. Insgesamt sahen 2,13 Millionen Zuschauer den Film.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo