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Im Gespräch mit dem stern Frédéric Prinz von Anhalt über seine Zukunftspläne und den Prinzen-Hype in den USA

Frédéric Prinz von Anhalt
Frédéric Prinz von Anhalt plant fürs kommende Jahr einige TV-Shows
© Stephan Persch/PA / Picture Alliance
Im kommenden Jahr werden wir ihn wohl öfter zu Gesicht bekommen: Frédéric Prinz von Anhalt sprach mit dem stern über seine Zukunftspläne: Er möchte nach Deutschland ziehen - und hat gleich zwei TV-Konzepte im Köcher.

Er gehört zu den wenigen Deutschen, die nach Hollywood ausgewandert sind und es dort zu Ruhm gebracht haben: Frédéric Prinz von Anhalt lebt seit 35 Jahren in den USA und genießt dort einen großen Bekanntheitsgrad. Das hat er vor allem seiner Ehe mit Hollywood-Star Zsa Zsa Gabor zu verdanken, die er 1986 heiratete und mit der er bis zu ihrem Tod kurz vor Weihnachten 2016 verheiratet blieb.

Dass der 76-Jährige auch ohne seine prominente Ehefrau eine gefragte Persönlichkeit ist, hat er seinem klanghaften Adelstitel zu verdanken, den er durch Adoption erworben hat.  "In Amerika gab es nur zwei Prinzen, und als der Popsänger Prince gestorben ist, war ich der einzige", erzählt er im Gespräch mit dem stern.

Profitiert habe er auch von der Hochzeit Prinz Harrys mit der Amerikanerin Meghan Markle. Die habe in den USA einen regelrechten Prinzen-Hype ausgelöst, sagt von Anhalt - und ihm einen ungeheuren Popularitätsschub verschafft.

Frédéric Prinz von Anhalt sucht eine Wohnung in Deutschland

Trotz der Aufmerksamkeit, die er in den USA genießt, möchte der 76-Jährige gerne nach Deutschland ziehen. "Ich habe nur noch keine geeignete Unterkunft gefunden", sagt er. Was er sucht, ist offenbar nicht ganz einfach zu finden: ein Appartement mit Security und Concierge, am besten im 20. Stock. Als Städte kommen München, Hamburg oder Berlin infrage.

Die Umzugspläne sind allerdings nicht als Flucht aus seiner zweiten Heimat USA zu verstehen. "Amerika habe ich alles zu verdanken", sagt er. Er liebt das Land. Und hält auch zu dem Präsidenten. Als einer der wenigen bekannten Persönlichkeiten Hollywoods hat sich Prinz von Anhalt im letzten Wahlkampf für Donald Trump eingesetzt. "Wenn ich in Beverly Hills rumfrage, hat ihn niemand gewählt. Aber Trump hat eine Million Stimmen aus Kalifornien bekommen. Irgendwo müssen die ja herkommen", sagt er. "Ich habe immer dazu gestanden, dass ich Trump gewählt habe."

Er besitzt sogar die Telefonnummer des US-Präsidenten und hat sie in seinem Handy eingespeichert. Dennoch findet er an dessen Politik nicht alles gut. Den geplanten Mauerbau hält er zum Beispiel für keine gute Idee. Er mag Mexikaner.

Das Dschungelcamp hat angeklopft

Auch die deutsche Politik verfolgt von Anhalt sehr genau. Mit der aktuellen Bundesregierung ist er nicht sehr glücklich. Das Land müsse seine Grenzen besser schützen, findet der gelernte Bäcker. Einen geeigneten Nachfolger für Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht er allerdings nicht. "Da müssen junge Leute ran", sagt er. 

Als Regent wird der Prinz also nicht zurückkehren, dafür will er im kommenden Jahr wieder vermehrt im Fernsehen auftreten. Er hat aktuell zwei neue Formate in der Pipeline. Eine Kuppelshow, in der von Anhalt eine Frau für seine Adoptivsöhne sucht. Gedreht wird im kommendes Frühjahr in Berlin. Dazu gibt es das Konzept für eine Talkshow: Der Prinz empfängt prominente Gäste zur Audienz.

Der 76-Jährige hat sogar eine Anfrage für das Dschungelcamp bekommen. Eine Show, die der Wahl-Amerikaner gar nicht kannte - und sich erst einmal interessiert zeigte. Als er dann von Bekannten mehr über die Show erfahren hat, lehnte er dankend ab. Dabei verfügt der Prinz über einschlägige Erfahrung mit dem Trash-TV: 2005 trat er in der ProSieben-Show "Die Burg" auf und sorgte für Aufsehen: Er pinkelte in das Badewasser von Kader Loth. 

Weihnachten in Deutschland

Jetzt freut sich Frédéric Prinz von Anhalt erst einmal auf Weihnachten. Er will das Fest in Deutschland verbringen. Zwar scheiterte im vergangenen Jahr die ersehnte Versöhnung mit seiner Familie. Doch in Beverly Hills erinnere ihn zu viel an seine verstorbene Frau. Deshalb verbringt er den Dezember in seiner alten Heimat.

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Kurz nach Silvester geht es aber zurück in die USA. Am 5. Januar werden die Golden Globes verliehen. "Das ist die Party des Jahres. Das lasse ich mir nicht entgehen." Er mag schon 76 Jahre alt sein. aber das Feiern hat der Prinz nicht verlernt.


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