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Trauerfeier Emotionaler Abschied von Prinz Philip in Windsor

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Der Herzog von Edinburgh, geborener Prinz von Griechenland und Dänemark, hochdekorierter Soldat, Urgroßvater, Großvater, Vater und Ehemann – am Samstag hat die königliche Familie, hat das Königreich ihn in Windsor westlich von London zu Grabe getragen. Viel hat die Queen im Laufe der Jahrzehnte ertragen, die Scheidung von drei ihrer vier Kinder, den Tod ihrer Schwester und ihrer Mutter innerhalb weniger Monate im Jahr 2002, etliche Skandale um ihre stets von der Öffentlichkeit beäugte Familie. Und nun der Abschied von ihrem Gefährten, von dem sie einst als ihrem "Strong and Stay", ihrer Stärke und ihrem Halt sprach, ein Abschied nach mehr als sieben Jahrzehnten.
Philip selbst hatte die Details seiner Beisetzung geplant und dabei ein Staatsbegräbnis ausgeschlossen. Die Queen beschränkte die Gästeliste mit Blick auf die Pandemie auf dreißig Personen. Unter den Trauergästen die Kinder Philips und der Queen samt Ehepartnern: Thronfolger Charles, Anne, Andrew und Edward und wiederum deren Kinder, Philips Enkel. Alle erschienen in zivil, die Königin hatte - trotz der militärischen Laufbahn Philips - ein Uniformverbot erlassen, möglicherweise aus Rücksicht auf ihren Enkel Harry, der mit seinem Ausscheiden aus der königlichen Familie auf seine militärischen Ehrentitel hatte verzichten müssen.
Auf ihm ruhte am Samstag besondere mediale Aufmerksamkeit, hatte man doch spekuliert, ob er nach dem Skandalinterview seiner Frau Meghan um Rassismus im Königshaus überhaupt aus den USA anreisen würde. Ähnliches gilt für seinen Onkel Prinz Andrew, der nach Missbrauchsvorwürfen in der Affäre um seinen seinen Freund Jeffrey Epstein von seinen royalen Verpflichtungen zurückgetreten war.
In Prinz Harry dürften während der Beisetzung seines Großvaters Erinnerungen an seine Hochzeit aufgestiegen sein, die ebenfalls in der St George's Chapel stattgefunden hatte, im Jahr 2018. Seine Frau, die Herzogin von Sussex, war den Feierlichkeiten am Samstag ferngeblieben, mit Verweis auf ihre Schwangerschaft und den langen Flug aus den USA. Bereits vor der Trauerfeier war bekannt geworden, dass Harry und sein Bruder William, denen ein Zerwürfnis nachgesagt wird, nicht Seite an Seite hinter dem Sarg ihres Großvaters laufen würden. Und so kam es auch, zwischen ihnen lief ihr Cousin Peter Philips, der Sohn von Prinzessin Anne.
Auch Angehörige von Philips Familie aus Deutschland waren angereist. Vertreter der ehemals regierenden Häuser Baden, Hessen und Hohenlohe-Langenburg nahmen Abschied von ihrem Verwandten. Philips Schwestern hatten eins in die deutschen Familien eingeheiratet. Philips Sarg wird vorerst auf einer Marmorplatte in der Kapelle ruhen. Erst nach dem Tod der Queen werden beide an der Seite der Eltern der Königin beigesetzt. Prinz Philip war am 9. April im Alter von 99 Jahren verstorben, wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag.
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Auf Schloss Windsor westlich von London haben Queen, königliche Familie und Königreich den Ehemann der Monarchin zu Grabe getragen. Er war im Alter von 99 Jahren gestorben.

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