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Chronik: August 2003

Die Fußball-Bundesliga kommt wieder im Ersten, Liberias Präsident Charles Taylor verlässt das Land und größte Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas legt weite Teile der US-Nordostküste und Kanadas komplett lahm

01. Ein tschetschenischer Selbstmordattentäter sprengt in Mosdok (Nordossetien) ein russisches Militärhospital in die Luft und tötet mindestens 50 Menschen.

02. Erstmals seit 1988 zeigt die ARD wieder die Samstagsspiele der Fußball-Bundesliga. Rund 5 Millionen Zuschauer verfolgen die Zusammenfassung des 1. Spieltages in der Sportschau.

04. Wegen verheerender Waldbrände im ganzen Land erklärt Portugals Regierung den Katastrophenzustand. Insgesamt sterben 19 Menschen. Auch Spanien und Südfrankreich sind nach anhaltender Hitze von Feuern betroffen.

05. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta explodiert vor dem Marriott-Hotel eine Autobombe und reißt zwölf Menschen in den Tod.

05. Erster homosexueller Bischof in den USA gewählt. Die Entscheidung in Minnesota stellt die Episkopal-Kirche vor eine Zerreißprobe.

07. Bei der Explosion einer Autobombe vor der jordanischen Botschaft in Bagdad kommen mindestens 17 Menschen ums Leben.

08. Im saarländischen Perl-Nennig werden 40,3 Grad Celsius gemessen. Der Sommer 2003 ist der heißeste in Deutschland seit Beginn der Messreihen.

09. Nach einer Monate langen Schlacht um die Übernahme der Aktienmehrheit von Deutschlands größtem TV-Konzern ProSiebenSat.1 unterzeichnet US-Milliardär Haim Saban den Kaufvertrag.

11. Nach wochenlangen Kämpfen um die liberianische Hauptstadt Monrovia tritt Präsident Charles Taylor unter massivem internationalen Druck ab und geht ins Exil nach Nigeria.

12. Der neue Computer-Wurm "Lovesan" befällt weltweit hunderttausende Computer. Er nutzt eine Schwachstelle in Microsoft- Betriebssystemen.

13. Italienische Lottospieler knacken den mit 66 Millionen Euro größten Jackpot in der europäischen Lottogeschichte.

14. Der größte Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas legt weite Teile der US-Nordostküste und Kanadas komplett lahm. Fünf Todesfälle werden registriert. Erst zwei Tage nach dem gigantischen "Blackout" normalisiert sich die Lage. Schuld sind Computerpannen und schlecht ausgebildete Techniker.

18. Taha Jassin Ramadan, Ex-Vizepräsident des Irak, geht den US-Truppen ins Netz. Einen Tag zuvor war bereits der als "Chemie- Ali" bekannt gewordene Cousin Saddams, Hassan Ali el Madschid, gefasst worden.

18. Der Maler Jörg Immendorff räumt den Besitz von Kokain ein. Am 27. Oktober wird er bis auf weiteres vom Dienst an der Kunstakademie in Düsseldorf suspendiert.

18. Die letzten 14 der insgesamt 32 Sahara-Geiseln, darunter 16 Deutsche, werden sechs Monate nach ihrer Entführung in der algerischen Wüste und zähen Verhandlungen im Nordosten Malis frei gelassen. Eine deutsche Geisel war an den Wüsten-Strapazen gestorben. Das algerische Militär hatte bereits im Mai 17 Geiseln befreit.

19. Bei dem bislang schwersten Anschlag auf die UN in der Geschichte der Weltorganisation sterben im Irak 23 Menschen, darunter der UN-Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello.

19. In einem voll besetzten Linienbus in Jerusalem sprengt sich ein Palästinenser in die Luft und reißt 23 Menschen mit in den Tod. Die israelische Armee beginnt mit Vergeltungsmaßnahmen und liquidiert im Gaza-Streifen den Hamas-Führer Ismail Abu Schanab. Hamas kündigt darauf die zuvor ausgerufene Waffenruhe.

19. Die Deutsche Börse ändert die Zusammensetzung der Indizes MDAX, TecDAX und SDAX. Die Änderungen treten zum 22. September 2003 in Kraft. folgt August zwei und Schluss

19. Hamburgs CDU-Bürgermeister Ole von Beust entlässt seinen umstrittenen Innensenator Ronald Schill. Dieser soll im Zusammenhang mit der bevorstehenden Entlassung von Innenstaatsrat Walter Wellinghausen gedroht haben, eine angebliche homosexuelle Beziehung Beusts mit dem Justizsenator Roger Kusch (CDU) publik zu machen.

20. Nach mehr als dreijährigen Untersuchungen stellt die Staatsanwaltschaft Bonn Ermittlungen gegen Manager der Deutsche Telekom wegen Anlegertäuschung teilweise ein. Rund 15 000 Aktionäre hatten auf Schadenersatz geklagt.

21. Einer muslimischen Kaufhausverkäuferin darf nicht gekündigt werden, weil sie während der Arbeit auf das Tragen eines Kopftuches nicht verzichten will. Das Bundesverfassungsgericht bestätigt damit ein Urteil vom Oktober 2002.

22. In einem Vergleich zahlt die DaimlerChrysler AG 300 Millionen US-Dollar an Sammelkläger, die sich durch den Konzern-Zusammenschluss geschädigt fühlten.

22. Bei der Explosion einer Satelliten-Träger-Rakete auf der Luftwaffenbasis Alcantara im Nordosten Brasiliens werden 21 Menschen getötet.

25. Bei zwei Bombenanschlägen in der indischen Hafenstadt Bombay werden mindestens 53 Menschen getötet.

25. Aus der ersten Präsidentenwahl in Ruanda seit dem Völkermord von 1994 geht der amtierende Präsident Paul Kagame als der überragende Sieger hervor.

25. Die Deutsche Beteiligungs AG übernimmt die Service-Sparte des insolventen Maschinenbaukonzerns Babcock Borsig mit 2100 Mitarbeitern. Damit ist die Sanierung des Konzerns nach der Insolvenz im Juli 2002 abgeschlossen.

26. Das Adelshaus Sachsen-Weimar und Eisenach verzichtet gegenüber Thüringen auf Rückgabeansprüche großer Teile des Goethe- und Schiller-Archivs, des Inventars der Wartburg in Eisenach und der Weimarer Fürstengruft. Im Gegenzug erhält das Fürstenhaus 15,5 Millionen Euro.

27. Mars und Erde kommen sich so nahe wie seit fast 60 000 Jahren nicht mehr. Schon in kleinen Fernrohren lassen sich grobe Details auf dem "nur" noch knapp 56 Millionen Kilometer entfernten Erdnachbarn erspähen.

28. Zwei Wochen nach dem großen Blackout in den USA fällt auch in London und im Südosten Englands für eine halbe Stunde der Strom aus. 410 000 Gebäude sind betroffen. Ursache: fehlerhafte Installierung eines neuen Notstromsystems. Im September gehen auch in Italien, Dänemark und Schweden die Lichter aus.

28. Die Rürup-Kommission legt in ihrem Abschlussbericht Vorschläge zur Reform der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung vor. Sie plädiert für längere Lebensarbeitszeiten, geringere Rentenzuwächse sowie für Bürgerversicherung oder Kopfpauschale bei der Gesundheitsversorgung.

29. Bei einem Autobombenanschlag in der irakischen Pilgerstadt Nadschaf kommen weit mehr als 80 Menschen ums Leben, darunter der einflussreiche irakische Schiitenführer Ajatollah Mohammed Bakr el Hakim.

30. Das ausgemusterte russische Atom-U-Boot "K-159" sinkt auf seinem Weg zu einer Abwrackwerft in der russischen Barentsee. Neun Soldaten sterben. Die Reaktoren an Bord sind seit langem abgeschaltet.

31. Jürgen Peters wird mit dem schlechtesten Ergebnis in der Gewerkschaftsgeschichte zum neuen IG-Metall-Vorsitzenden gewählt. Der baden-württembergische Bezirksleiter Berthold Huber wird mit ähnlich mäßigem Votum Stellvertreter. Peters gerät später wegen eines umstrittenen Villenkaufs in Hannover in die Schlagzeilen.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.