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Erdbeben in Nepal: Verschütteter Mann trank eigenen Urin, um zu überleben

82 Stunden war ein Mann nach dem Erdbeben in den Trümmern eines eingestürzten Hotels verschüttet. Er überlebte, weil er ein Handy dabei hatte - und seinen eigenen Urin trank, um nicht zu verdursten.

Ein eingestürztes Haus in Katmandu

Ein eingestürztes Haus in Katmandu

Sein eigener Urin hat ihm wohl das Leben gerettet: Rishi Khanal lag nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal 82 Stunden unter den Trümmern eines Hotels in Kathmandu begraben. Am Dienstagabend wurde der 28-Jährige von Rettungskräften befreit. "Er war so durstig, dass er sogar seinen eigenen Urin getrunken hat, ihm blieb nichts anderes übrig", berichtete sein Schwager Purna Ram Bhattarai.

Der 32-Jährige wartete am Mittwoch vor einem Krankenhaus, in dem Khanal wegen einer Beinverletzung operiert wurde. "Er erzählte, dass die Wände eingestürzt sind und er nichts tun konnte. Sein Bein wurde eingeklemmt und er war gefangen."

Hilferuf per Handy

Khanal rief seine Angehörigen per Mobiltelefon an, um Hilfe zu organisieren. "'Ich bin hier verschüttet', sagte er, aber in seiner Panik hatte er den Namen des Hotels vergessen. Hätte er sich daran erinnert, hätten wir ihn vielleicht eher gefunden", sagte Bhattarai.

Nachdem der Akku des Handys leer war, schwand bei den Verwandten die Hoffnung, Khanal noch lebend zu retten. Nepalesische und französische Rettungskräfte befreiten ihn schließlich aus den Trümmern. "Er war bei Bewusstsein, als er gerettet wurde. Er sagte 'Oh Gott, danke'. Seine Frau war sehr erleichtert, als wir sie anriefen", erzählte sein Schwager.

Bei dem schwersten Beben seit 80 Jahren in der Himalaya-Region kamen mehr als 5000 Menschen ums Leben. Etwa 10.000 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der UNO sind acht Millionen der 28 Millionen Einwohner des Bergstaats von der Katastrophe betroffen.

tis/AFP / AFP