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Internet-Überwachung in den USA: Verdächtiger Google-Eintrag löst Terroralarm aus

Eigentlich wollte ein US-Ehepaar nur online einen Dampfkochtopf kaufen: Doch dann klingelte die Polizei an ihrer Tür - und vermutete eine Bombe. Nun rechtfertigt sich die Behörde für den Einsatz.

Von Alexander Sturm

Wer verstehen möchte, wie die Mechanismen in Amerikas Überwachungsstaat ineinandergreifen, muss die Geschichte der New Yorker Journalistin Michele Catalano lesen. In ihrem Blog gibt sie einen Einblick, was genügt, um in den USA Terroralarm auszulösen: Im ihrem Fall reichte schon das Googeln von zwei Schlagworten für den Hausbesuch einer ganzen Polizeimannschaft.

Eigentlich, schreibt Catalano, habe sie nur im Internet nach dem Begriff "Dampfkochtop" gesucht, ihr Ehemann habe "Rucksack" gegoogelt. Vielleicht habe auch ihr Sohn, der einen CNN-Beitrag über Bombenpläne im Internet las, unfreiwillig ein wenig nachgeholfen. "Aber wer klickt solche Links nicht an?", fragt Catalano und malt sich aus: "Wahrscheinlich hat sich eine Gruppe von Polizisten in einem Überwachungsraum voll mit Geflüster und Alarmglocken um einen Computer versammelt und meinen Google-Verlauf durchstöbert."

"Besitzen sie irgendwelche Bomben?"

Fest steht, dass einige Wochen nach der Internet-Suche die Polizei an der Haustür der Catalanos auf Long Island klingelte. Gegen neun Uhr morgens waren drei schwarze SUVs vorgefahren, sechs bewaffnete Agenten stiegen aus und beäugten das Grundstück. Catalanos Ehemann - sie selbst war im Büro - ließ die Beamten hinein. "Wer sind Sie?", fragten sie und setzten nach: Wo er herkomme, was seine Eltern machten, wo seine Frau arbeite? Und: "Besitzen sie irgendwelche Bomben? Haben Sie einen Dampfkochtopf?" Nein, antwortete dieser, aber sie hätten einen Reiskocher. "Haben Sie jemals danach geschaut, wie man Bomben aus Dampfkochtöpfen baut?", fragen die Polizisten. Ob sie selbst nicht schon einmal neugierig gewesen seien, wie das funktioniere, entgegnete Catalanos Ehemann schlagfertig. Zwei der Beamten gaben das zu. Irgendwann habe die Polizei ihren Irrtum bemerkt, schreibt Catalano. Den Computer beschlagnahmten sie nicht, das Haus wurde nicht weiter durchsucht.

"Ich habe Angst. Aber nicht vor den richtigen Dingen."

Als Catalanos Ehemann sie kurz danach anruft und ihr von dem Besuch erzählt, schreibt sie die Geschichte sofort auf. "Nun sind wir schon an dem Punkt angelangt, an dem wir kein Privatleben mehr erwarten können", heißt es in ihrem Blog. "Wo man schon auf einer Verdachtsliste landet, wenn man sich nur danach erkundigt, wie man ein Linsengericht kocht. Wo man genau darauf achten muss, was man tut, weil dir jemand dabei zusieht. " Wenn sie sich das nächste Mal einen Dampfkochtopf kaufe, schreibt Catalano, werde sie das nicht mehr im Internet tun. "Ich habe Angst. Aber nicht vor den richtigen Dingen."

Kurz darauf meldet sich die zuständige Polizeistelle des nahen Suffolk County zu Wort. In einem Statement wehrt sie sich gegen der Vorwurf des voreiligen Eingreifens: Anlass des Besuchs sei ein Hinweis von einer New Yorker Computerfirma gewesen, die auf dem PC eines kürzlich entlassenen Angestellten verdächtige Sucheinträge gefunden habe. Dieser habe nach den Begriffen "Rucksäcke" und "Dampfkochtopfbomben" gegoogelt - also nicht nur nach "Dampfkochtopf". Nach einem Gespräch mit dem Chef der Firma habe man das Haus des Verdächtigen aufgesucht und ihn schließlich für unschuldig befunden.

Bis zu 100 Besuche bei Verdächtigen pro Woche

Das bringt Catalano etwas in Bedrängnis. Auf Twitter schreibt sie: "Wir haben durch das Suffolk Police Department herausgefunden, dass bei den Durchsuchungen auch die Einträge meines Mannes im PC auf seiner ehemaligen Arbeitsstätte einbezogen wurden. Ich wollte diese Geschichte nicht aufbauschen. Ich habe die Story mit den Informationen geschrieben, die wir damals hatten." Zum genauen Wortlaut der Suchbegriffe will sie sich nicht äußern - welcher Google-Eintrag nun den Terroralarm auslöste, bleibt unklar. Indes lässt ein Satz in Catalanos Blog das Ausmaß der fragwürdigen Internet-Überwachung erahnen. Dort schreibt sie: "Die Polizei erwähnte, dass sie jede Woche um die 100 solcher Besuche abstattet. 99 stellten sich als falsch heraus."

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Alexander Sturm