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News des Tages: Friseur infiziert absichtlich Männer mit HIV - lange Haft

Haftstrafe für Friseur, der Männer absichtlich mit HIV infizierte +++ Erdogan kündigt Neuwahlen in der Türkei für Juni an +++ Seehofer fährt überraschend deutsche Grenzkontrollen zurück +++ Die Nachrichten im stern-Ticker.

HIV Virus

HI-Virus unter dem Elektronenmikroskop

Picture Alliance

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Friseur infiziert absichtlich Männer mit HIV - lange Haft (17.30 Uhr)
  • Rentner zerstückelt in Tiefkühltruhe - Täter zu lebenslang verurteilt (16.13)
  • Erdogan kündigt Neuwahlen in der Türkei für den 24. Juni an (15.11 Uhr)
  • UN-Sicherheitsteam bei Erkundungstour im syrischen Duma beschossen (15.03 Uhr)
  • Seehofer fährt überraschend deutsche Grenzkontrollen zurück (13.26 Uhr) 
  • US-Polizisten erschießen Unbewaffneten nahe Los Angeles (8.06 Uhr)

Die News des Tages im -Ticker: 

+++ 21.42 Uhr: Von der Leyen verabschiedet ihren obersten Soldaten Wieker +++

Mit einem Großen Zapfenstreich ist der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Er habe die Bundeswehr in einer prägenden Phase mit seiner Erfahrung aus mehr als vier Jahrzehnten Dienst wesentlich mitgestaltet, teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit. "Ich danke ihm ganz persönlich und von ganzem Herzen für seine großen Verdienste für die Bundesrepublik Deutschland und für seine herausragenden Leistungen für die Bundeswehr." 

+++ 20.30 Uhr: Erstes Kino in Saudi-Arabien seit mehr als 35 Jahren eröffnet +++

In Saudi-Arabien ist das erste öffentliche Kino seit mehr als 35 Jahren eröffnet worden. In der Hauptstadt Riad feierten zahlreiche geladene Gäste das historische Ereignis, zu dem eine Vorstellung des Hollywood-Blockbusters "Black Panther" geplant war. Was in Deutschland völlig normal ist, stellt in Saudi-Arabien einen Kulturbruch dar: Das Königshaus hatte Kinos Anfang der 1980er Jahre im Zuge einer konservativeren Politik verboten. Hintergrund ist die extreme saudische Lesart des Islam, die Vergnügungen wie Konzerte oder Filme eigentlich verbietet. 

+++ 18.59 Uhr: Wrestling-Legende Samartino gestorben +++

Der frühere Wrestling-Star Bruno Sammartino ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das teilte der Veranstalter "World Wrestling Entertainment" am Mittwoch in den USA mit. Der gebürtige Italiener war von 1963 bis Ende 1973 für fast elf Jahre die Nummer eins des Wrestlings und damit der am längsten amtierende Weltmeister. Seine Familie war vor den Nationalsozialisten aus einem italienischen Dorf in die USA geflohen. In Pittsburgh wurde Bruno Sammartino Profi.
Seine Kämpfe im New Yorker Madison Square Garden waren 187 Mal ausverkauft.

+++ 18.52 Uhr: Britisches Oberhaus verpasst Theresa May Brexit-Niederlage +++

Die britische Regierung hat bei einer Brexit-Abstimmung im Oberhaus eine empfindliche Niederlage erlitten. Die Lords votierten mehrheitlich für einen Änderungsantrag zum EU-Austrittsgesetz, damit ihr Land nach der Scheidung von der Europäischen Union vielleicht doch in der Zollunion bleiben kann. Abweichler aus den Reihen der Konservativen unterstützten den Antrag der Opposition. Damit ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen: Das Unterhaus kann in einer späteren Phase versuchen, das Abstimmungsergebnis wieder zu kippen. Premierministerin Theresa May regiert seit einer Wahlschlappe nur mit einer hauchdünnen Mehrheit. 

+++ 17.30 Uhr: Friseur infizierte Männer mit HIV - lange Haft +++

Ein britischer Friseur, der absichtlich mehrere Männer mit dem Aids-Erreger infizierte, muss für mindestens zwölf Jahre ins Gefängnis. Er hatte seine zehn Opfer auf einer Dating-App kennengelernt - fünf von ihnen steckten sich tatsächlich bei ihm mit dem HI-Virus an. Der Täter, der von den Männern als Soziopath bezeichnet wurde, nahm das Urteil am Mittwoch völlig regungslos auf.  Nach Angaben der Richterin ist der 27-Jährige aus Brighton der erste Mann in Großbritannien, der wegen der absichtlichen Verbreitung von HIV verurteilt worden ist. Gutachter bescheinigten ihm unter anderem Sadismus. Seinen Sex-Partnern gaukelte er vor, gesund zu sein. Einem Opfer schrieb er nach dem Geschlechtsverkehr: "Ich habe HIV. LOL."

Bei dem Friseur war im Jahr 2015 die Infektion diagnostiziert worden. Er lehnte aber jegliche Behandlung und Ratschläge seiner Ärzte ab. Acht der Männer lernte er im südenglischen Brighton kennen, zwei an einem Ort im Nordosten. Dorthin war er vor der Polizei geflohen.   

+++ 16.53 Uhr: Serbischer Nationalist provoziert diplomatischen Eklat mit Kroatien +++

Der serbische Nationalist Vojislav Seselj hat einen diplomatischen Skandal mit dem Nachbarland Kroatien provoziert. Kroatiens Parlamentspräsident Gordan Jandrokovic hat in Belgrad einen als historisch bezeichneten Besuch abgebrochen, nachdem Seselj nach Medienberichten eine kroatische Fahne mit Füßen getreten und die Gäste als Faschisten beschimpft hatte, berichtete der kroatische Gast. Er werde umgehend nach Zagreb zurückkehren. Die beiden Nachbarländer haben seit dem Bürgerkriegen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina (1991-1995) eine konfliktbeladene Beziehung.

+++ 16.13 Uhr: Lebenslange Haft für Mord an Rentner +++

Mehr als elf Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Berliner Rentners, der zerstückelt in einer Tiefkühltruhe lag, ist ein Trödelhändler zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den 56-Jährigen am Mittwoch des Mordes schuldig und stellte zugleich die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine Entlassung auf Bewährung nach frühestens 15 Jahren unwahrscheinlich.

Der Witwer sei kaltblütig getötet und die Leiche brutal beseitigt worden, sagte Richter Peter Schuster. Laut Urteil erschoss der Händler um die Jahreswende 2006/2007 den alten Mann und versteckte die zerteilte Leiche in einer Tiefkühltruhe, um die Rente von monatlich 2000 Euro zu kassieren. Die Tat blieb rund zehn Jahre unentdeckt.

In seinem Schlusswort wies der Angeklagte den Mordvorwurf erneut zurück: "Ich habe Heinz nicht umgebracht und keinen anderen." Er hatte im Prozess aber seinen Anwalt erklären lassen, er habe seinen Bekannten zerteilt und in der Kühltruhe versteckt, um mit der Rente seine Spielsucht zu finanzieren. 

+++ 16.03 Uhr: Philippinischer Präsident Duterte lässt australische Nonne festnehmen +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat eine regierungskritische, australische Nonne festnehmen lassen. Duterte machte am Mittwoch deutlich, dass dies als Warnung an alle ausländischen Kritiker seiner Regierung zu verstehen sei, dass sie mit Abschiebungen rechnen müssten. "Nicht das Militär hat die Nonne festgenommen. Es war in meinem Auftrag", betonte der philippinische Präsident in einer Rede vor Soldaten.
Die 71-Jährige Schwester Patricia Fox war am Montag von der Einwanderungsbehörde festgenommen worden, am nächsten Tag wurde sie ohne Anklage freigelassen. Fox lebt seit vielen Jahren auf den Philippinen. Ihr wurde nun vorgeworfen, sich politisch engagiert zu haben.

+++ 15.34 Uhr: Seeleute streiken - keine Fähren in der Ägäis bis Freitag +++

Der Streik der Seeleute in Griechenland geht weiter. Ihre Gewerkschaft beschloss den am Mittwoch begonnenen eintägigen Streik um 24 Stunden zu verlängern. Die griechischen Fähren sollen demnach erst am Freitagmorgen um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MESZ) wieder auslaufen. Ursprünglich sollte der Streik am Donnerstagmorgen enden. Die Seeleute protestieren gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Kurz- und Schwarzarbeit sowie den Einsatz von Fähren aus anderen Staaten im Inlandsverkehr.

+++ 15.11 Uhr: Erdogan kündigt Neuwahlen in der Türkei für den 24. Juni an +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen um fast anderthalb Jahre vorziehen. Termin solle der 24. Juni 2018 sein, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Geplant waren die beiden gleichzeitig stattfindenden Wahlen bislang für November 2019. Eine finale Festlegung des Termins unterliegt in der Regel der Wahlbehörde.

Erdogan nannte als Gründe unter anderem die Situation in den Nachbarländern Irak und Syrien, sowie die Notwendigkeit, wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen würden die schrittweise Einführung eines Präsidialsystems abschließen, für das im April 2017 eine knappe Mehrheit der Türken per Referendum gestimmt hatte. Erdogan, der sich als Staatspräsident wiederwählen lassen will, würde bei einem Erfolg deutlich mehr Macht erhalten. 

+++ 15.03 Uhr: UN-Sicherheitsteam bei Erkundungstour im syrischen Duma beschossen +++

Ein UN-Sicherheitsteam ist bei einer Erkundungstour in der syrischen Stadt Duma beschossen worden. Bei dem Zwischenfall sei auch ein Sprengsatz detoniert. Das Team sei unverletzt nach Damaskus zurückgekehrt, sagte ein UN-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. Das Team sollte prüfen, ob die Experten der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) am Ort eines mutmaßlichen Giftgasangriffs in Duma ihre Arbeit aufnehmen können.

Die OPCW-Experten waren am Samstag nach Damaskus gereist, um zu klären, ob die syrischen Regierungstruppen in Duma tatsächlich Giftgas eingesetzt haben. Laut örtlichen Helfern wurden bei einem Chemiewaffenangriff in der früheren Rebellenbastion in Ost-Ghuta am 7. April mehr als 40 Menschen getötet. Die USA, Frankreich und Großbritannien flogen daraufhin in der Nacht zu Samstag einen Vergeltungsangriff auf drei Chemiewaffenanlagen.

+++ 14.52 Uhr: AfD darf rechtsextremistisch genannt werden +++

Die AfD darf laut einem Urteil des Landgerichts Gießen als rechtsextremistisch bezeichnet werden. Diese Äußerung sei von der Meinungsfreiheit gedeckt, erläuterte ein Gerichtssprecher am Mittwoch die im März ergangene Entscheidung. Über den Rechtsstreit zwischen dem Gießener Kreisverband der AfD und dem Vorsitzenden des Kreis-Ausländerbeirates hatten zuvor verschiedene Medien berichtet.

Anlass des Streits war eine Rede des Beiratsvorsitzenden im Gießener Rathaus 2017, in der er die Partei als "rechtsextremistisch" bezeichnet beziehungsweise ihr "eine rechtsextreme Ausrichtung" nachgesagt hatte. Die AfD beantragte, ihn zu verpflichten, dies zu unterlassen. Der Mann klagte dann darauf, dass die Partei darauf keinen Anspruch habe - und bekam nun Recht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 14.14 Uhr: Kinder in Wiener Moschee mussten Krieg spielen +++

In einer der größten Moscheen Wiens haben nach Recherchen des Magazins "Falter" türkische Kinder Kriegsspiele gespielt. Auf den am Mittwoch veröffentlichten Fotos aus dem Jahr 2016 sind Kinder zu sehen, die als tote Soldaten auf dem Boden liegen, zugedeckt mit türkischen Fahnen. Laut "Falter" mussten die Kinder die Schlacht von Gallipoli von 1915 nachstellen, ein blutiges Gefecht des Ersten Weltkriegs, das die Türken gewonnen hatten. Jungen hätten in Tarnuniform in der Moschee exerziert, salutiert und türkische Fahnen geschwenkt. Ähnliche Aktionen gebe es bis heute.


+++ 14.02 Uhr: Auszubildender soll Kinder in Ludwigsburger Kita missbraucht haben - U-Haft +++

Ein 20-Jähriger steht im Verdacht, Kleinkinder in einer Tagesstätte in Baden-Württemberg sexuell missbraucht zu haben. Der junge Mann war Auszubildender in der Einrichtung im Kreis Ludwigsburg. Er sei Anfang April festgenommen worden und befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Demnach handelt es sich um Missbrauch in drei Fällen, einer davon schwer. Die Ermittler waren dem Tatverdächtigen auf die Spur gekommen, nachdem sich die Mutter einer heute Dreijährigen an die Polizei gewandt hatte. Das Mädchen hatte demnach sexuelle Handlungen des 20-Jährigen geschildert.

+++ 14.02 Uhr: Symphonie-Orchester des BR löscht Echo-Preis aus der Biografie +++

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Chefdirigent Mariss Jansons nimmt Abstand von seinen Echo Klassik-Auszeichnungen. Man habe den Preis aus der Biografie des Orchesters gelöscht und würde derzeit auch keinen neuen annehmen, sagte Orchestermanager Nikolaus Pont bei der Vorstellung der Konzertsaison 2018/2019 in München mit Blick auf die Debatte um antisemitische Textzeilen in einem Rapper-Album, das trotz vieler Proteste einen Echo erhalten hat. Mit einer Rückgabe wolle man sich aber nicht profilieren. Der Preis habe ohnehin nicht so große Bedeutung, da er sich an den Verkaufszahlen orientiere und nicht rein an der künstlerischen Leistung.


+++ 13.56 Uhr: Untersuchung von Chemie-Waffenexperten in Duma stockt +++

Die Mission der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zur Untersuchung des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes im syrischen Duma ist offensichtlich ins Stocken geraten. "Es gibt Sicherheitsbedenken in dem Team", sagte eine regierungsnahe Quelle in Syrien. Es blieb zunächst unklar, ob das Team aus neun Chemiewaffenexperten noch an diesem Mittwoch seine Arbeit in der Region Ost-Ghuta bei Damaskus würde aufnehmen können.

+++ 13.45 Uhr: Berlusconi-Vertraute soll Regierungsbildung in Italien vorantreiben +++

Bei der komplizierten Regierungsbildung in Italien soll nun die Senatspräsidentin und Vertraute von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine Lösung finden. Staatspräsident Sergio Mattarella gab Maria Elisabetta Alberti Casellati von Berlusconis Forza Italia den Sondierungsauftrag. Sie soll bis Freitag ausloten, ob es Mehrheiten für eine Regierung zwischen dem Mitte-Rechts-Bündnis und der Fünf-Sterne-Bewegung gebe, teilte Casellati mit. Bei der Parlamentswahl am 4. März hatte es keinen klaren Gewinner gegeben. Zwar wurde die europakritische Fünf-Sterne-Bewegung stärkste Einzelkraft. Insgesamt hatte aber die Mitte-Rechts-Allianz um die fremdenfeindliche Lega und die konservative Forza mehr Stimmen.

+++ 13.36 Uhr: Bruder des vermissten Karl-Erivan Haub führt Tengelmann künftig allein +++

Nach dem Verschwinden von Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub übernimmt sein Bruder Christian Haub ab sofort die alleinige Geschäftsführung der Unternehmensgruppe. Das teilte Tengelmann in Mülheim an der Ruhr mit. Bereits seit dem Generationswechsel im Jahr 2000 waren die Brüder Co-Chefs des mehr als 150 Jahre alten Familienunternehmens und trafen nach Tengelmann-Angaben alle wesentlichen Entscheidungen gemeinsam. Karl-Erivan Haub wird seit dem 7. April 2018 in den Schweizer Alpen vermisst. Er kehrte von einer Skitour am Matterhorn nicht zurück.

+++ 13.26 Uhr: Seehofer fährt überraschend deutsche Grenzkontrollen zurück +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fährt überraschend die wegen der Flüchtlingskrise eingeführten Grenzkontrollen zurück. Nach AFP-Informationen vom Mittwoch unterrichtete Seehofer die EU-Kommission zwar über die Verlängerung der Kontrollen zu Österreich ab Mai um weitere sechs Monate. Er verzichtete aber darauf, die bisherigen systematischen Kontrollen für Flüge aus Griechenland fortzuführen. Im Schengenraum aus 26 Staaten ist normalerweise Reisen und Gütertransport ohne Grenzkontrollen möglich. Kontrolliert wird nur an den Außengrenzen des Gebiets.

Deutschland hatte wegen der Flüchtlingskrise als erstes Schengenland im September 2015 wieder Grenzkontrollen eingeführt. Inzwischen begründet die Bundesregierung diese auch mit Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit und Terrorgefahr. Bei der letzten Verlängerung im November 2017 hatte Seehofers Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) die Ausweitung auf Flugverbindungen aus Griechenland angeordnet, das zu den Hauptankunftsländern in der Flüchtlingskrise gehört. Damit sollte eine überdurchschnittlich hohe Zahl unerlaubter Weiterreisen nach Deutschland über diese Route fortan verhindert werden. Die seitdem erfolgten Kontrollen hätten "kein signifikantes Dunkelfeld in Bezug auf illegale Einreisen über Flugverbindungen von Griechenland nach Deutschland" gezeigt, teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf AFP-Anfrage mit.

+++ 13.21 Uhr: Merkel trifft Trump am 27. April in Washington +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht am 27. April US-Präsident Donald Trump in Washington. Das teilte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin mit. Bei dem Treffen werde es um die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sowie um Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik gehen.

+++ 12.58 Uhr: Demografischer Wandel ist beherrschbar +++

Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Sozialsysteme sind einer Studie zufolge durch ein politisches Umsteuern auf einen Bruchteil reduzierbar. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die ihre Erkenntnisse in Berlin vorgestellt haben. Danach könnte eine veränderte Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik die Belastungen für die deutschen Sozialkassen auf bis zu 20 Prozent der bislang erwarteten Belastungen senken.

Nach Ansicht der Forscher werden in Deutschland erhebliche Beschäftigungspotenziale nicht genutzt. Migranten, Frauen und Ältere seien im internationalen Vergleich relativ schwach in den Arbeitsmarkt integriert. Ihnen komme damit eine Schlüsselrolle zu: "Mit besserer Erwerbsintegration kann der demografisch bedingte Ausgabenanstieg ganz erheblich eingedämmt werden, ohne die Leistungsniveaus schmälern zu müssen und ohne das gesetzliche Rentenalter weiter nach oben zu verschieben", heißt es in der Studie.


+++ 12.31 Uhr: Flugsicherung erwartet weitere Rekorde am deutschen Himmel +++

Am deutschen Himmel wird es immer voller: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) erwartet für das laufende Jahr einen erneuten Rekord an Verkehrsflügen. Nach 3,21 Millionen im vergangenen Jahr rechne er für 2018 mit rund 3,4 Millionen Flugbewegungen, erklärte der DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle am Mittwoch in Langen bei Frankfurt.

Nicht so schnell wie befürchtet wuchs hingegen die Zahl der Drohnen und der von ihnen verursachten Zwischenfälle. Piloten meldeten im vergangenen Jahr 88 gefährliche Annäherungen. 

+++ 12.28 Uhr: Zerstückelter Rentner in Tiefkühltruhe - lebenslange Haft gefordert +++

 Im Mordprozess um die zerstückelte Leiche eines Berliner Rentners hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. "Er hat ihn bewusst und gezielt getötet, um die Rente zu kassieren", sagte Staatsanwalt Reinhard Albers am Mittwoch in seinem Plädoyer. "Er verfolgte ein zügelloses Gewinnstreben." Es sei ein Mord aus Habgier, Heimtücke und zur Ermöglichung einer anderen Straftat gewesen. Der 56-Jährige habe die Tat minutiös geplant. Beantragt wurde auch, die besondere Schwere der Schuld festzustellen.

Ein Urteil des Landgerichts wurde nach den bisherigen Planungen noch erwartet. Zuvor sollte noch die Verteidigung plädieren. Der angeklagte Trödelhändler soll sich das Vertrauen des Witwers erschlichen, ihn um die Jahreswende 2006/2007 erschossen und rund zehn Jahre lang die Rente des Mannes in Höhe von etwa 2000 Euro im Monat kassiert haben.

+++ 12.08 Uhr: Iran plant keine Aggressionen gegen Nachbarn +++

Irans Präsident Hassan Ruhani hat bei einer Militärparade versichert, dass sein Land keinen Staat in der Region angreifen wolle, aber weiter aufrüsten werde. "Wir sagen der Welt, dass wir alle Waffen produzieren werden, die wir brauchen", sagte Ruhani am Mittwoch bei einer Parade in Teheran zum jährlichen Tag der Armee. "Zugleich sagen wir unseren Nachbarn in der Region, dass wir keine Aggression gegen euch im Schilde führen."

+++ 12.06 Uhr: Iraner wegen Raubüberfalls hingerichtet +++

Wegen eines bewaffneten Raubüberfalls ist ein Mann im Westiran hingerichtet worden. Der Iraner wurde nach der Bestätigung des Urteils durch das oberste Gericht am Mittwoch im Gefängnis der Provinzhauptstadt Hamadan gehängt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Im Iran wird die Todesstrafe unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung, bewaffneten Raubes und Drogenhandels mit mehr als einem Kilogramm Rauschgift verhängt. Deswegen steht die Islamische Republik auch seit Jahren international massiv in der Kritik.

+++ 10.59 Uhr: Rummenigge würde Rückkehr von Klose begrüßen +++

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge würde sich über eine Rückkehr von Fußball-Weltmeister Miroslav Klose als Jugendtrainer zum FC Bayern München freuen. "Das ist eine tolle Idee, die ich sehr begrüße. Wir haben gerne Spieler bei uns im Verein, die eine große Spieler-Karriere hatten, und die hatte Miro bei uns. Er will Trainer werden, deshalb ist das eine gute Sache und ich wünsche ihm viel Glück", sagte Rummenigge nach dem 6:2 am Dienstagabend im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen.

+++ 10.59 Uhr: Mordanklage nach tödlichem Messerangriff auf Jugendliche in Kandel +++

Nach dem tödlichen Messerangriff auf ein 15-jähriges Mädchen im pfälzischen Kandel hat die Staatsanwaltschaft  Landau den Ex-Freund der Jugendlichen wegen Mordes angeklagt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll der mutmaßlich aus Afghanistan stammende Flüchtling die junge Frau am 27. Dezember in einem Drogeriemarkt erstochen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass er seine Ex-Freundin bestrafen wollte, weil sie sich einige Wochen zuvor von ihm getrennt hatte und dann mit einem anderen Jungen befreundet gewesen sei.

Aufgrund eines medizinischen Gutachtens nimmt die Staatsanwaltschaft an, dass der Verdächtige zum Zeitpunkt der Tat sehr wahrscheinlich etwa 20 Jahre alt war. Er selbst gibt an, erst 16 Jahre alt zu sein. Der junge Mann sitzt in Untersuchungshaft und äußert sich nach wie vor nicht zu den Vorwürfen.

+++ 10.59 Uhr: Tausende Israelis und Palästinenser gedenken gemeinsam ihrer Toten +++

 Tausende Israelis und rund 100 Palästinenser haben am Dienstagabend gemeinsam ihrer Angehörigen gedacht, die im Konflikt beider Völker ums Leben gekommen sind. Israelische Medien berichteten am Mittwoch, an der alternativen Gedenkzeremonie in Tel Aviv hätten rund 8000 Menschen teilgenommen. Der israelische Schriftsteller David Grossman, der im Libanon-Krieg seinen Sohn Uri verloren hatte, rief zu einer Friedenslösung auf. Dutzende rechtsextreme Israelis demonstrierten am Rande der Zeremonie, die in Israel heftige Kritik ausgelöst hatte.

Grossman kritisierte die Entscheidung des Verteidigungsministers Avigdor Lieberman, den rund 100 palästinensischen Teilnehmern die Einreise nach Israel zu verbieten. Lieberman hatte erklärt, die gemeinsame Zeremonie am israelischen Soldaten-Gedenktag sei "geschmacklos" und verletze die Angehörigen gefallener Soldaten. Das Höchste Gericht hatte jedoch entschieden, dass die Palästinenser einreisen dürfen. Lieberman kritisierte, das Gericht habe damit "Opfer und Mörder auf eine Stufe gestellt".

+++ 10.38 Uhr: Zwei Leichen in Obdachlosenheim in Hamburg gefunden +++

Putzkräfte haben am Morgen zwei Leichen in einem Obdachlosenheim in Hamburg gefunden. Das sagte ein Polizeisprecher. Nähere Erkenntnisse lagen zunächst nicht vor. Das Landeskriminalamt ermittele. Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" berichtet.

+++ 10.38 Uhr: Razzien bei Porsche wegen Abgasskandals +++

Im Abgasskandal durchsuchen Staatsanwälte und Einsatzkräfte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern mehrere Objekte des Autobauers Porsche. Die Ermittlungen richten sich gegen Mitarbeiter der Porsche AG wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung, wie die Staatsanwaltschaft in Stuttgart mitteilte.

+++ 10.09 Uhr: Polnische Aktivisten zeigen Israels Präsidenten wegen Holocaust-Äußerung an +++

Polnische Nationalisten haben Israels Präsidenten Reuven Rivlin wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das umstrittene Holocaust-Gesetz angezeigt. Rivlin habe in einer Erklärung nach dem Besuch des früheren NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vergangene Woche den polnischen Staat für Nazi-Verbrechen verantwortlich gemacht, teilte die rechtsextreme Bewegung Ruch Narodowy mit. Damit habe Rivlin "bewusst und vorsätzlich" gegen polnisches Recht verstoßen. Die Erklärung des israelischen Staatschefs zum Holocaust verlange nach einem "schnellen und effektiven Verfahren und einer gravierenden Strafe". Das im März in Kraft getretene Gesetz der rechtskonservativen Regierung in Warschau stellt es unter anderem unter Strafe, der "polnischen Nation oder dem polnischen Staat" eine Mitschuld an den Nazi-Verbrechen zu geben.


+++ 10.04 Uhr: Mindestens 21 Menschen bei Unfall auf dem Weg zu Hochzeit in Indien getötet +++

Bei einem Unfall eines Fahrzeugs mit einer Hochzeitsgesellschaft sind in Indien mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei im Bundesstaat Madhya Pradesh mitteilte, stürzte ein Lastwagen mit mehr als 40 Passagieren auf dem Weg zu einer Hochzeit von einer Brücke knapp 20 Meter in die Tiefe. 21 weitere Menschen seien verletzt worden, viele von ihnen lebensgefährlich.

Der Lastwagen durchbrach demnach die Schutzplanke auf der Brücke und krachte dann in ein trockenes Flussbett. Die Unfallursache war zunächst unklar, allerdings könnte der Fahrer zu schnell unterwegs gewesen sein, wie die Behörden mitteilten

+++ 9.29 Uhr: Über 100 Festnahmen bei Großrazzia gegen Zwangsprostitution +++

Die Bundespolizei hat im Zusammenhang mit ihrer groß angelegten Aktion gegen eine Bande im Rotlichtmilieu mehr als 100 Personen vorläufig festgenommen. Sieben Haftbefehle wurden vollstreckt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Viele dieser Personen seien in den durchsuchten Bordellen und Massagesalons angetroffen worden. In zahlreichen Fällen bestehe zumindest der Verdacht des illegalen Aufenthaltes. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nannte die Großrazzia der Bundespolizei einen beispiellosen Schlag gegen "ein bundesweit verzweigtes Netzwerk". "Viele hunderte Frauen und Männer waren der menschenverachtenden grenzenlosen Profitgier von Schleusern über Jahre und Landesgrenzen hinweg ausgeliefert", so Seehofer. Opfer des Netzwerkes waren laut DPA-Informationen vor allem Frauen und Transexuelle aus Thailand.

+++ 8.45 Uhr: In Passau getöteter Jugendlicher erstickte am eigenen Blut +++

Der 15-jährige Jugendliche, der am vergangenen Montag in Passau bewusstlos geschlagen wurde und im Krankenhaus starb, ist an seinem eigenen Blut erstickt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Polizeisprecher, der "Aspiration von Blut" als Todesursache angegeben haben soll. Demnach ergab die Obduktion des Jugendlichen, dass er anders als für möglich gehalten nicht unter einer Vorerkrankung litt. Gegen vier der mutmaßlichen Täter wurde dem Bericht zufolge Haftbefehl erlassen, gegen einen weiteren 14-jährigen Verdächtigen wurde Unterbringungsbefehl erlassen.

+++ 8.41 Uhr: Profi-Surf-Liga beendet Wettbewerb nach Hai-Attacken +++

Aufgrund der Hai-Attacken auf zwei Surfer haben die Veranstalter einen Profi-Surfwettbewerb in Australien abgesagt. Wie die Chefin der Surfliga WSL, Sophie Goldschmidt, auf Twitter mitteilte, habe man sich wegen der aggressiven Haie dazu entschieden, den Wettbewerb bei Margaret River im Bundesstaat Western Australia zu beenden. Die Sicherheit der Teilnehmer und Mitarbeiter gehe vor. In den vergangenen Tagen waren zwei Hobby-Surfer in der Region angegriffen und gebissen worden - vermutlich von einem Weißen Hai, wie der Sender ABC meldete. 

+++ 8.30 Uhr: China hält Militär-Manöver mit Schießübungen vor Taiwan ab +++

Chinas Marine hat in der Taiwanstraße ein Manöver mit Schießübungen begonnen. Die Übung ziele darauf ab, "Chinas Souveränität und territoriale Integrität zu schützen", zitierte der Staatssender CGTN Liu Jiueyi, den Direktor des Pekinger Taiwan-Büros. Chinesische Staatsmedien sprachen vom ersten Manöver in der Meeresstraße zwischen dem chinesischen Festland und Taiwan seit zwei Jahren.  Die Inselrepublik Taiwan, die von Peking als abtrünnige Provinz betrachtet wird, hatte zuvor angekündigt, die Bewegungen der chinesischen Schiffe und Kampfflugzeuge genau beobachten zu wollen. 

+++ 8.20 Uhr Streik legt Fährverkehr in der Ägäis lahm +++

Ein Streik der Seeleute trifft den Fährverkehr in der Ägäis hart: Aus Protest gegen harte Sparmaßnahmen der Regierung haben griechische Seeleute die Arbeit niedergelegt. Seit 6.00 Uhr Ortszeit (5.00 MESZ) läuft keine Fähre aus Piräus und den anderen Häfen der Ägäis aus. Der Streik soll bis Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr Ortszeit andauern, teilte die Gewerkschaft der Seeleute (PNO) mit. Inseln ohne Flughafen bleiben wegen des Streiks für 24 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. Die Seeleute protestieren laut PNO gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Kurz- und Schwarzarbeit.

+++ 8.06 Uhr: US-Polizisten erschießen unbewaffneten Schwarzen +++

Polizisten haben im US-Bundesstaat Kalifornien einen unbewaffneten Afro-Amerikaner erschossen. Die Beamten hätten vor einem Supermarkt in Barstow östlich von Los Angeles 30 Kugeln auf den 26-jährigen Diante Yarber abgefeuert, sagte dessen Anwalt Lee Merritt. Er beklagte den "institutionellen Rassismus", der zum Tod seines Mandanten geführt habe. Von dem Familienvater und dessen Begleitern sei keine Gefahr ausgegangen. Nach Angaben der Polizei ermittelten die Beamten wegen Autodiebstahls, Yarber galt demnach als Verdächtiger. Als sie auf dem Supermarktparkplatz eintrafen, habe der 26-Jährige sein Fahrzeug mehrmals in Richtung der Polizisten beschleunigt und dabei zwei Streifenwagen gestreift. Einer der Beamten habe daraufhin das Feuer eröffnet. Zwei der vier Insassen des Autos wurden festgenommen, später aber wieder freigelassen. Einer der Passagiere wurde mit Schusswunden im Krankenhaus behandelt. 

+++ 8.02 Uhr: Stoiber braucht nach OP keine Brille mehr +++

Einer der berühmtesten Brillenträger des Landes ist sein Markenzeichen los: Der ehemalige CSU-Chef Edmund Stoiber, 76, hat sich laut einem Bericht des Magazins "Bunte" an den Augen operieren lassen - und ist nun ohne Brille unterwegs. "Den meisten Menschen fällt das gar nicht auf. Manche fragen mich, ob ich schlanker geworden bin", erklärte Stoiber dem Blatt. Er fühle sich ohne Brille "viel besser". Dem Bericht zufolge hat sich der frühere bayerische Ministerpräsident Linsen unter die Hornhaut einsetzen lassen. Die Reaktionen der Leute seien positiv, viele sagten: "Das steht dir aber gut." 

+++ 7.10 Uhr: 24-Stunden-Blitzmarathon der Polizei läuft bundesweit +++

In mehreren Bundesländern hat die mit einer groß angelegten Tempo-Kontrollaktion begonnen. Der Blitzmarathon startete am Morgen planmäßig, wie ein Polizeisprecher in Hessen sagte. Geblitzt wird seit 6 Uhr an Hunderten Kontrollstellen. Viele davon - etwa in Hessen und Thüringen - wurden vorab veröffentlicht. "Die Unfallprävention ist die vornehmste Aufgabe der Polizei", sagte der Sprecher. Der sogenannte "Speedmarathon" dauert bis zu 24 Stunden. Jedes Präsidium kann laut Polizei eigene Schwerpunkte setzen. Hintergrund ist eine Aktionswoche des europäischen Polizei-Netzwerks Tispol.  

+++ 6.44 Uhr: Bundespolizei geht gegen Zwangsprostitution von Thailänderinnen vor +++

Bei einer bundesweiten gegen Organisierte Kriminalität geht es nach Informationen der DPA um die Zwangsprostitution von Thailänderinnen. Frauen und Transsexuelle sollen mit gefälschten Visa nach Deutschland geschleust worden sein, um anzuschaffen. Das eingenommene Geld mussten die Opfer an ihre Peiniger abgeben, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Stuttgart sagte. 17 Hauptbeschuldigte stünden bundesweit im Fokus. Die Prostituierten sollen von Bordell zu Bordell gereicht worden sein. Wie alt sie sind, wollte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Bundesweit werden seit dem Morgen Privatwohnungen und Bordelle durchsucht - mehr als 60 Einrichtungen sollen es sein, etwa 1500 Beamte der Bundespolizei seien im Einsatz, sagte die Sprecherin. Das Verfahren liege bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main.

+++ 5.49 Uhr: Camping weiterhin beliebt +++

Das schöne Frühlingswetter macht vielen Campingfreunden in wieder Lust auf Urlaub mit Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil. Nach vier Rekordjahren in Folge dürfte es auch in diesem Jahr mit den Übernachtungszahlen weiter aufwärts gehen, sagte Gunter Riechey, Präsident des Branchenverbandes BVCD. "Wir erwarten einen deutlichen Zuwachs." Im vergangenen Jahr hatten die Platzbetreiber mit 31 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland einen neuen Höchstwert erzielt. Campingland Nummer eins blieb Bayern mit 5,6 Millionen Übernachtungen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (4,6 Mio) und Niedersachsen (4,4 Mio).

+++ 5.06 Uhr: Mehrheit der Hamburger gegen Räumung der Roten Flora +++

Eine Mehrheit der Bürger in Hamburg lehnt einer Umfrage zufolge eine Räumung des umstrittenen linksautonomen Zentrums Rote Flora ab. 56 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa gegen ein solches Vorgehen aus. 37 Prozent sind für die Räumung, wie die Umfrage im Auftrag von "Welt" und "Bild" ergab. Der Treffpunkt der linken Szene im Schanzenviertel war zuletzt durch die Ausschreitungen beim G20-Gipfel in die Kritik geraten. Die Sprecher der hatten zu der Demonstration "Welcome to Hell" aufgerufen, die den Ausgangspunkt für schwere Krawalle bildete.

+++ 5.04 Uhr: Springschwänzen wird die Arktis zu warm +++

Nach Eisbären auf schrumpfenden Eisschollen könnten bald auch die winzigen Springschwänze zum Sinnbild der sich erwärmenden Arktis werden. Forscher aus den USA und Dänemark stellten fest, dass sich der Bestand wichtiger Insekten, Spinnentiere oder Tausendfüßer in der Polarregion in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich verändert hat. Eine Auswertung von fast 600.000 Gliederfüßern, die nach 1996 im Nordosten Grönlands in Fallen gefangen worden waren, zeigte: Höhere Temperaturen im Sommer und Herbst sowie weniger Fröste im Winter haben den Anteil Pflanzen-fressender und parasitärer Krabbeltiere erhöht. Gleichzeitig sei die Zahl der Gliederfüßer, die sich wie Springschwänze von Aas und Pflanzenresten am oder im Boden ernährten, zurückgegangen, so die Studie.

+++ 4.52 Uhr: Internationaler Surf-Wettbewerb nach Hai-Attacken abgebrochen +++

Nach zwei Hai-Attacken ist in Australien ein internationaler Surf-Wettbewerb vorzeitig beendet worden. "Angesichts der außergewöhnlichen Umstände" und "mit Blick die Sicherheit unserer Surfer" sei entschieden worden, den Wettbewerb Margaret River Pro abzubrechen, teilten die Veranstalter mit. Zwar seien Haie eine "gelegentliche Realität", die aktuellen Umstände seien aber "sehr ungewöhnlich und beunruhigend", hieß es. Die Hai-Attacken ereigneten sich nahe Gracetown im Südwesten des Landes. Beide Surfer wurden am Bein verletzt.

+++ 4.34 Uhr: Wieder mehr Rechtsrock-Konzerte +++

Die rechtsextreme Musikszene in Deutschland wird wieder lauter. Nachdem die Zahl der rechten Konzerte in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen war, gab es 2017 erstmals wieder einen Anstieg. In diesem Jahr wurden bundesweit 289 Konzerte, Liederabende und andere Veranstaltungen mit Musik gezählt, 66 mehr als 2016. Die Zahlen hat der Linke-Politiker André Hahn im Bundestag erfragt. Die meisten Auftritte gab es demnach in Thüringen und Sachsen.


+++ 3.26 Uhr: Toter 15-Jähriger in Passau - Obduktionsergebnis wird erwartet +++

Nach dem Tod eines 15-Jährigen bei einer Schlägerei in Passau wird das Obduktionsergebnis erwartet. Die Rechtsmedizin in München hat den Leichnam untersucht, an diesem Mittwoch will die Polizei über das Ergebnis informieren. Bislang ist völlig unklar, ob der Jugendliche an den Folgen von Gewalt starb oder ob er möglicherweise unerwartet einer Krankheit erlag. Der Tod des 15-Jährigen hatte in der niederbayerischen Stadt für Erschütterung und Entsetzen gesorgt. Er war bei der Schlägerei am Montagabend zu Boden gegangen und wenig später in einer Passauer Klinik gestorben. Nach der Auseinandersetzung wurden nach Polizeiangaben sechs junge Leute im Alter zwischen 14 und 25 Jahren festgenommen.


+++ 3.06 Uhr: Pkw-Maut kommt laut Bericht erst 2020 +++

Die Pkw-Maut soll einem Zeitungsbericht zufolge erst Mitte des Jahres 2020 eingeführt werden. Erst dann sei eine "realistische" und "risikoarme" Inbetriebnahme der Maut möglich, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben) unter Berufung auf Regierungskreise. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte sich zuletzt nicht auf einen Starttermin festlegen wollen. Die im Frühjahr 2017 vom Bundestag beschlossene Maut, für die sich vor allem die CSU eingesetzt hatte, sollte aber in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden.
Mit dem verzögerten Start fehlten im Bundeshaushalt in den kommenden beiden Jahren mindestens 720 Millionen Euro an Einnahmen aus der Pkw-Maut, hieß es in dem Bericht weiter.

+++ 2.30 Uhr: Frau beinahe aus Flugzeug-Fenster gesogen +++


+++ 1.56 Uhr: Frühere First Lady Barbara Bush ist tot +++

Die frühere First Lady der USA, Barbara Bush, ist tot. Sie sei am Dienstag im Alter von 92 Jahren gestorben, teilte das Büro ihres Mannes mit. Barbara Bush war die Ehefrau des früheren Präsidenten George Bush und die Mutter des späteren Präsidenten George W. Bush.


+++ 1.32 Uhr: Kontakte zu Nordkorea "auf höchster Ebene": Trump optimistisch für Friedensvertrag +++

Das Weiße Haus hat Kontakte mit Nordkorea "auf höchster Ebene" bestätigt. Ein direktes Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un fand nach Angaben des Weißen Hauses zwar nicht statt, Berichten zufolge empfing Kim aber den CIA-Chef und designierten US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang. Trump zeigte sich unterdessen optimistisch hinsichtlich eines möglichen Friedensvertrags zwischen Nord- und Südkorea. "Der Präsident hat gesagt, dass es Gespräche auf höchster Ebene gab und hinzugefügt, dass diese nicht mit ihm direkt stattgefunden haben", stellte Regierungssprecherin Sarah Sanders in Washington klar. Trump hatte kurz zuvor die Frage bejaht, ob er selbst mit Kim gesprochen habe.

+++ 0.47 Uhr: Deutliche Gehaltssteigerungen im Öffentlichen Dienst +++

Die Löhne der 2,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen sollen rückwirkend ab März steigen. Der Tarifabschluss, den Bund, Kommunen sowie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund am Mittwoch in Potsdam billigten, sieht drei Tarifanhebungen während der Laufzeit von 30 Monaten vor. Ab 1. März gebe es knapp 3,2, zum April 2019 knapp 3,1 sowie zum März 2020 in der dritten Stufe knapp 1,1 Prozent, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Verdi-Bundeschef Frank Bsirske sprach vom besten Tarifergebnis seit Jahren.


dho / DPA / AFP