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News des Tages: Rückzug nach der Europawahl? Merkel tritt Gerüchten entgegen

Mutmaßlicher Unfallfahrer von Moers stellt sich der Polizei +++ Merkel tritt Mutmaßungen über geplanten Rückzug entgegen +++ Hannovers Oberbürgermeister Schostok tritt zurück +++ Samsung mit deutlichem Gewinnrückgang +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Getty Images

Über die aktuelle Lage des Machtkampfes in Venezuela informieren wir Sie fortlaufend hier.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mutmaßlicher Unfallfahrer von Moers stellt sich der Polizei (15.58 Uhr)
  • Merkel tritt Mutmaßungen über geplanten Rückzug entgegen (14.53 Uhr)
  • Hannovers Oberbürgermeister Schostok tritt zurück (11.27 Uhr)
  • Zahl der Arbeitslosen sinkt im April auf 2,229 Millionen (10.08 Uhr)
  • Samsung mit deutlichem Gewinnrückgang (4.43 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 15.58 Uhr: Mutmaßlicher Unfallfahrer von Moers stellt sich der Polizei +++

 Nach dem mutmaßlichen Autorennen in Moers mit einer getöteten unbeteiligten Frau hat sich der gesuchte Tatverdächtige gestellt. Der 21-Jährige solle am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden, teilten die Ermittler in Nordrhein-Westfalen mit.

+++ 14.57 Uhr: Fünfeinhalb Jahre Haft für tödliche Prügelattacke auf Fußgänger +++

Bei einem Streit im Straßenverkehr hat ein Radfahrer in Hannover einen Fußgänger zu Tode geprügelt und muss dafür jetzt fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den 28-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge und ordnete zudem seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Der Angeklagte war im vergangenen Oktober mit einem Fußgänger aneinandergeraten, der plötzlich auf die Straße gelaufen war. Der 40-Jährige starb an den Schlägen des kampfsporterfahrenen Radlers. 

Die Richter seien zu dem Schluss gekommen, dass der Drogenabhängige das ihm nicht bekannte Opfer zwar verletzen, aber nicht töten wollte, sagte ein Gerichtssprecher nach der Verhandlung. Dem Mann war zunächst Totschlag vorgeworfen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 14.53 Uhr: Merkel tritt Mutmaßungen über geplanten Rückzug entgegen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist Mutmaßungen entgegengetreten, sie wolle kurz nach der Europawahl einen geplanten Rückzug aus dem Amt bekannt machen. Auf die allgemeine Frage, ob es eine schon länger getroffene Entscheidung gebe, über die sie anlässlich einer nach der Wahl vorgesehenen CDU-Vorstandsklausur informieren wolle, sagte Merkel am Dienstag in Berlin, dies könne sie "mit einem klaren Nein beantworten". 

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat für den 2. und 3. Juni eine Führungsklausur einberufen - kurz nach der Europawahl am 26. Mai. Dies hatte Mutmaßungen ausgelöst, es könne je nach Ausgang der Wahl und der parallelen Wahl in Bremen auch um einen raschen Wechsel von Merkel zu Kramp-Karrenbauer im Kanzleramt gehen.

+++ 14.51 Uhr: Junge stirbt an Darmverschluss - Haftstrafe für die Mutter +++

Nach dem qualvollen Tod durch Darmverschluss eines fünfjährigen Jungen aus Eschweiler bei Aachen ist die Mutter zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die 34-jährige Angeklagte habe sich der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gemacht, stellten die Richter des Aachener Landgerichts in ihrem Urteil fest. Sie ließen Revision zu.  

Spätestens als ein verschriebenes Medikament gegen Verstopfung nicht half, der Bauch des Jungen am Todestag aufblähte und grün wurde sowie bei jeder kleinsten Berührung höchst schmerzempfindlich reagierte, hätte die Mutter mit dem Kind zum Arzt gehen müssen, erklärte der Vorsitzende Richter Roland Klösges.

+++ 14.42 Uhr: Mutmaßlicher Serienbankräuber aus Österreich in Berlin gefasst +++

Ein wegen 16 Raubüberfällen in Österreich gesuchter Mann ist in Berlin gefasst worden. Damit sei ein Schlussstrich unter die längste Bank- und Postraubserie eines Einzeltäters in dem Alpenland gezogen worden, sagte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Wie die Polizei Wien mitteilte, nahmen Zielfahnder und ein Spezialeinsatzkommando aus Berlin den Verdächtigen bereits am 5. Februar in einem Lagerhaus fest. In Vernehmungen habe sich der 54-Jährige geständig gezeigt, hieß es.

+++ 14.27 Uhr: Bei Abrissarbeiten in Lügde weiteres Kinderporno-Material gefunden +++

Beim Abriss der Campingplatz-Behausung des Hauptverdächtigen im Missbrauchsfall von Lügde ist weiteres kinderpornografisches Material gefunden worden. Unter den Mitte April sichergestellten Datenträgern sei eine CD-ROM mit kinderpornografischen Filmen sichergestellt worden, teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in einer Sondersitzung des Innenausschusses des Landtags mit. Die CD war neben weiteren Datenträgern von dem Abrissunternehmer gefunden worden. Weitere elf Video-Kassetten hatten Reul zufolge keinen relevanten Inhalt. Teilweise konnten CDs nach Angaben Reuls nicht ausgelesen werden.  

+++ 13.47 Uhr: Erschütterte Ermittler: Prozess wegen Misshandlung von Säugling +++

Darmverletzung, Rippenbrüche, Schädelfraktur - ein sieben Wochen alter Säugling ist nach Ansicht der pfälzischen Staatsanwaltschaft von seinen Eltern misshandelt und gequält worden. Weil sie ihren kleinen Sohn dabei lebensgefährlich verletzt haben sollen, stehen die 26-jährige Mutter und der 24-jährige Vater in Frankenthal vor Gericht. Nur eine Notoperation rettete demnach den Jungen. Wie und warum es zu den Verletzungen kam, dazu machte das Paar aus Ludwigshafen beim Prozessauftakt keine Angaben. 

Der auf fünf Verhandlungstage angesetzte Prozess wurde nach dem Verlesen der Anklage auf den 7. Mai vertagt. Dann will zumindest die Mutter eine Erklärung abgeben.

+++ 13.04 Uhr: Mehr als 42.000 Vertriebene durch Kämpfe um Tripolis in Libyen +++

Seit Beginn der jüngsten Kämpfe um die libysche Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 42.000 Menschen vertrieben worden. Manche hätten in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden Zuflucht gefunden, andere seien bei Angehörigen untergekommen, sagte ein UNHCR-Sprecher in Genf. Mindestens 278 Menschen seien seit Aufflammen der Kämpfe Anfang des Monats ums Leben gekommen und mehr als 1300 seien verletzt worden. Viele Menschen seien verängstigt und verzweifelt und trauten sich nicht mehr aus den Häusern. Es fehlten Nahrungsmittel, Wasser und Benzin. Immer öfter falle der Strom aus.

+++ 13.00 Uhr: Schwere Zerstörung nach Wirbelsturm "Kenneth" in Mosambik +++

Der zweite Wirbelsturm innerhalb weniger Wochen hat in Mosambik nach ersten Schätzungen rund 35 000 Häuser und 200 Klassenzimmer zerstört. Tausende Menschen seien obdachlos geworden. Zyklon "Kenneth" habe zudem mindestens 14 Kliniken und Gesundheitsstationen beschädigt, sagte ein Sprecher des UN-Nothilfebüros (Ocha) in Genf. 

Manche Ortschaften sähen aus der Luft aus, als seien sie von einem Bulldozer zerstört worden. Die Menschen hätten ihre Lebensgrundlage verloren, darunter Fischerboote und Kokospalmen.  "Wir erwarten in den nächsten Tagen noch mehr Regen, deshalb dürften die Überschwemmungen noch schlimmer werden, Straßen zerstören und damit auch die humanitäre Hilfe zur Herausforderung machen", warnte Herve Verhoosel, Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP). Es hat nach seinen Angaben seit Samstag gut 11.000 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt.

+++ 12.55 Uhr: Vollzeitbeschäftigte arbeiten im Schnitt 41 Stunden die Woche +++

Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeiten im Schnitt 41 Stunden pro Woche. Diese Zahl gab das Statistische Bundesamt für das Jahr 2018 zum Tag der Arbeit bekannt. Teilzeitbeschäftigte brachten es demnach auf durchschnittlich 19 Stunden Arbeit pro Woche. Damit lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Voll- und Teilzeiterwerbstätigen zusammengenommen bei 35 Stunden. 

+++ 12.47 Uhr: Zwei Millionen Bedürftige nach Überschwemmungen im Iran +++

Rund zwei Millionen Menschen sind im Iran nach den schwersten Überschwemmungen seit mehr als 50 Jahren auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das berichtete das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen in Genf. Die Organisation werde in den nächsten Tagen 350 Tonnen Hilfsgüter liefern, wie ein Sprecher sagte.

+++ 11.53 Uhr: Medien: Berlusconi wegen Nierenkolik im Krankenhaus +++

Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist erneut in einem Krankenhaus behandelt worden. Er sei wegen einer Nierenkolik in Mailand in einer Klinik untersucht worden, berichteten italienische Medien unter Berufung auf seine Partei Forza Italia. Der 82-Jährige wolle aber dennoch einen für Dienstag geplanten Termin für den Europawahlkampf wahrnehmen. 

Berlusconi hat sich trotz seines Alters und gesundheitlicher Probleme als Kandidat für die Europawahl Ende Mai aufstellen lassen. Im Juni 2016 wurde der Mailänder Multimillionär am Herzen operiert. Diesen März wurde er wegen eines Leistenbruchs operiert. 

+++ 11.27 Uhr: Hannovers Oberbürgermeister Schostok tritt zurück +++

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) tritt in Folge einer Affäre um die Bezahlung von Mitarbeitern zurück. Weil ihm für eine weitere Amtsführung nicht mehr das nötige Vertrauen entgegengebracht werde, werde er seinen vorzeitigen Ruhestand beantragen, gab Schostok bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche Anklage wegen schwerer Untreue gegen Schostok erhoben. Er soll über Gehaltszulagen für Spitzenbeamte Bescheid gewusst haben, ohne diese Zahlungen zu stoppen.

Stefan Schostok (SPD), Oberbürgermeister Stadt Hannover, tritt von seinem Amt zurück

Stefan Schostok (SPD), Oberbürgermeister Stadt Hannover, tritt von seinem Amt zurück

DPA

+++ 10.48 Uhr: Netflix macht aus Thai-Höhlendrama Serie +++

Das Drama um die Rettung einer Jungen-Fußballmannschaft aus einer thailändischen Höhle wird nun auch von Netflix verfilmt. Der Regisseur des Hollywood-Erfolgs "Rich Asians", Jon Chu, macht daraus im Auftrag des US-Streamingdienstes eine Serie, wie Netflix in Bangkok bekanntgab. Das Schicksal der zwölf Jungen und ihres Trainers hatte im vergangenen Jahr die Welt bewegt. Zum ersten Jahrestag ihres Verschwindens kommt in diesem Sommer bereits ein thailändischer Film in die Kinos.

+++ 10.27 Uhr: Neuseeländische Polizei nimmt in Christchurch Verdächtigen fest +++

Wegen eines verdächtigen Pakets hat die Polizei in Christchurch einen 33 Jahre alten Mann festgenommen. In der neuseeländischen Stadt hatte es im März einen blutigen Anschlag auf Moscheebesucher gegeben. In dem Paket seien Sprengstoff und Munition vermutet worden, teilte die Polizei mit. Es sei von Experten entschärft worden. Zum mutmaßlichen Hintergrund machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Bei einem rassistisch motivierten Anschlag in Christchurch auf zwei Moscheen waren Mitte März 50 Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt worden. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslang Gefängnis.

+++ 10.19 Uhr: Heftige Regenfälle sorgen in Québec für Überschwemmungen +++

Heftige Regenfälle haben in der kanadischen Provinz Québec für Überschwemmungen gesorgt. Im Osten des Landes sehen ganze Regionen wie Wasserlandschaften aus. Straßen und Felder wurden überflutet, mehr als 1000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Mindestens eine Frau starb, als ihr Auto von den Wassermassen mitgerissen wurde. Zuvor hatten heftige Regenfälle die Flüsse über die Ufer treten lassen. Betroffen waren auch die kanadische Hauptstadt Ottawa und die Großstadt Montreal. Die kanadische Regierung schickte Soldaten in die Flutgebiete. Sie würden so lange vor Ort bleiben, wie es nötig sei, sagte der kanadische Verteidigungsminister.

Ausnahmezustand: Kanada: Drohnenbilder zeigen Ausmaß der Überflutungen

+++ 10.11 Uhr: Japans Kaiser Akihito vollzieht Abdankungszeremonie +++

Japans Kaiser Akihito hat offiziell abgedankt. Während einer kurzen Zeremonie erklärt er seinen Thronverzicht. Formell bleibt Akihito noch bis Mitternacht Kaiser. Am Mittwoch geht die Herrschaft des Tenno, wie der Kaiser in Japan genannt wird, offiziell an Akihitos 59-jährigen Sohn Naruhito über. In einer kurzen Ansprache sagte der 85-jährige Akihito, er habe seine 30-jährige Herrschaft mit "tiefem Respekt und mit Liebe für das Volk" ausgeübt. "Das war ein großer Segen." Er danke dem japanischen Volk "von Herzen", dass es ihn als "Symbol des Staates akzeptiert und unterstützt" habe, sagte Akihito.  

Akihito: Japans Kaiser dankt freiwillig ab – warum das geschichtsträchtig ist

+++ 10.08 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt im April auf 2,229 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April auf 2,229 Millionen gesunken. Das waren 72 000 Arbeitslose weniger als im März und 155 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent.

+++ 10.02 Uhr: Trump verschärft Asylverfahren in den USA +++

US-Präsident Donald Trump hat seine Asylpolitik weiter verschärft. Wie das Weiße Haus mitteilte, wies Trump die zuständigen Behörden an, künftig Gebühren für Asylanträge zu verlangen und diese innerhalb von 180 Tagen zu bearbeiten. Asylsuchende müssen nach dem Willen des US-Präsidenten künftig auch zahlen, wenn sei eine Arbeitserlaubnis beantragen.    

Migranten, die illegal ins Land eingereist waren oder es versuchten, sollen keine vorübergehende Arbeitsgenehmigungen mehr erhalten, bis ihr Status geklärt ist. Migranten mit einem endgültigen Abschiebebescheid soll die Arbeitserlaubnis entzogen werden. Zuvor hatte sich der US-Präsident auf Twitter über die "schwachen, wirkungslosen und gefährlichen" Einwanderungsgesetze des Landes ausgelassen.  

+++ 9.57 Uhr: Erneut Kanadier in China wegen Drogenhandels zum Tode verurteilt +++

China hat erneut einen Kanadier wegen Drogengeschäften zum Tode verurteilt. Wie ein Gericht in der südchinesischen Stadt Jiangmen (Provinz) Guangdong mitteilte, erhielten der Kanadier Fan Wei und ein Mann namens Wu Ziping, dessen Nationalität nicht genannt wurde, die Todesstrafe. Sie sollen Köpfe einer Bande gewesen sein, die Drogen herstellte und verkaufte. Insgesamt seien in dem Fall elf Menschen verurteilt worden, darunter auch ein US-Amerikaner und vier Mexikaner, die lebenslange Haftstrafen erhielten.

+++ 9.13 Uhr: Mehr Masernfälle in USA: Behörde ruft eindringlich zu Impfungen auf +++

Angesichts der steigenden Zahl an Masern-Fällen in den USA hat die Gesundheitsbehörde CDC die Bevölkerung eindringlich zu Impfungen aufgerufen. Insbesondere kleine Kinder sollten den Schutz erhalten. Von Anfang des Jahres bis Freitag seien 704 Masern-Fälle in 22 der insgesamt 50 US-Bundesstaaten registriert worden, sagte Nancy Messonnier von der US-Gesundheitsbehörde CDC. Ein weiterer Anstieg werde erwartet, womöglich seien bereits über das Wochenende neue Fälle hinzugekommen. In den USA ist die Zahl der Masern-Erkrankungen aktuell auf dem höchsten Stand, seit die Krankheit im Jahr 2000 dort für besiegt erklärt worden war. 

Letzteres hat Deutschland nie geschafft. Bislang hat Deutschland in diesem Jahr knapp halb so viele Masern-Fälle wie die USA - bei einem Viertel der Bevölkerung. Die Masern-Zahlen schwanken jährlich stark.

+++ 8.03 Uhr: Australische Polizei findet Sprengstoff in Wohnung +++

Die australische Polizei hat am Montagabend in einer Wohnung in der Nähe der Stadt Adelaide Sprengstoff entdeckt. Ein 43-jähriger Mann wurde in diesem Zusammenhang festgenommen und einem Richter vorgeführt, wie die Polizei mitteilte. Spezialkräfte seien vor Ort im Einsatz und würden den Sprengstoff unschädlich machen. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht. Nach einem Bericht des Senders ABC war der 43-Jährige den Behörden wegen islamfeindlicher Äußerungen in den sozialen Netzwerken aufgefallen. Der in der Wohnung aufgefundene Sprengstoff-Typ werde auch von Dschihadisten oder anderen extremistischen Gruppen verwendet, berichteten örtliche Medien. 

+++ 7.20 Uhr: Foto des toten Fußballers Sala im Netz: Zwei Festnahmen +++

Zwei Menschen in Großbritannien sollen sich ein Foto des tödlich verunglückten argentinischen Fußballers Emiliano Sala im Leichenhaus unrechtmäßig beschafft und online gestellt haben. Die Polizei in Wiltshire im Südwesten Englands nahm eine 48-jährige Frau und einen 62 Jahre alten Mann vorübergehend fest.

Das Foto zeigt den Informationen zufolge den im Januar bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen 28-jährigen Spieler von Cardiff City nach der Obduktion. Es tauchte den Angaben zufolge im Februar auf Twitter auf und wurde "auf mehreren Scoial-Media-Seiten" weiter verbreitet.

+++ 7.18 Uhr: Ex-US-Diplomat bestätigt Zahlungszusage an Nordkorea für Freilassung von Student +++

Ein früherer US-Diplomat hat bestätigt, dass die USA Nordkorea für die Freilassung des inhaftierten Studenten Otto Warmbier zwei Millionen Dollar zugesagt hatten. Joseph Yun sagte dem Sender CNN, er sei 2017 nach Pjöngjang geflogen, um Warmbier freizubekommen. In der nordkoreanischen Hauptstadt sei ihm dann eine Rechnung für die medizinische Behandlung des 22-Jährigen in Höhe von zwei Millionen Dollar vorgelegt worden.    

Er habe sich an den damaligen US-Außenminister Rex Tillerson gewandt, um grünes Licht zu bekommen, sagte Yun. Er gehe davon aus, dass der Außenminister sich mit Präsident Donald Trump kurzgeschlossen habe. Tillerson habe sich schnell bei ihm zurückgemeldet und gesagt: "Ja, machen Sie weiter und unterschreiben Sie." Er sei der Auffassung, dass die USA die Zusage einhalten und das Geld zahlen müssten, betonte Yun auf CNN.

+++ 6.54 Uhr: Drei Tote bei Hubschrauberabsturz auf Hawaii-Insel +++

Drei Menschen sind beim Absturz eines Rundflug-Hubschraubers auf der Hawaii-Insel Oahu ums Leben gekommen. Die Feuerwehr habe dies bestätigt, berichtete der örtliche Sender KITV. Über die Identität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Der Hubschrauber stürzte in ein Wohngebiet in der Stadt Kailua. Fernsehbilder zeigten das brennende Wrack auf einer Straße. Auf dem Boden sei niemand verletzt worden, hieß es. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall und Rauch in der Luft, bevor der Hubschrauber auf die Straße prallte. Die Absturzursache war zunächst nicht bekannt.

+++ 5.13 Uhr: Italien nimmt 147 Flüchtlinge aus Libyen auf +++

Italien hat 147 Flüchtlinge aus der libyschen Küstenstadt Misrata aufgenommen. Die Flüchtlinge wurden zu einem Militärstützpunkt nahe Rom geflogen. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums stammen die meisten Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia, außerdem aus Syrien, Äthiopien und dem Sudan. Demnach befanden sich in der Gruppe 68 Minderjährige.    

UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi rief andere Staaten auf, dem italienischen Beispiel zu folgen und Flüchtlinge aufzunehmen, die in dem nordafrikanischen Krisenstaat festsäßen. Mit Blick auf die neuen Gefechte in Libyen warnte er, vielen Flüchtlingen drohe ein "tragisches" Schicksal.

+++ 4.43 Uhr: Samsung mit deutlichem Gewinnrückgang +++

Schwächere Geschäfte mit Speicherchips und Displays haben dem Technologieriesen Samsung im ersten Quartal 2019 einen deutlichen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Überschuss sei im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 5,04 Billionen Won (3,8 Milliarden Euro) zurückgegangen, teilte das südkoreanische Unternehmen mit. Damit bestätigte der führende Anbieter von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern seine frühere Gewinnwarnung. Mit Halbleitern verdient der Konzern mit Abstand das meiste Geld. Im Geschäft mit Displays und Smartphones hat es Samsung wiederum mit wachsender Konkurrenz aus China zu tun. Der Umsatz fiel im ersten Quartal um 13,5 Prozent auf 52,4 Billionen Won.

+++ 3.27 Uhr: Bericht: Zahl der Kinder in Pflegefamilien auf Höchststand +++

In Deutschland leben einem Medienbericht zufolge so viele Kinder in Pflegefamilien wie nie zuvor. Die Zahl der Kinder, die zur Vollzeitpflege in Pflegefamilien untergebracht sind, sei von gut 60.000 im Jahr 2008 auf mehr als 81.000 im Jahr 2017 gestiegen, schreibt die "Welt" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage. Knapp 100.000 weitere Kinder und Jugendliche waren 2017 in Heimerziehung untergebracht.

+++ 2.58 Uhr: Serbien und das Kosovo bekennen sich bei Westbalkantreffen zu Dialog +++

Beim Westbalkantreffen in Berlin haben sich Serbien und das Kosovo nach Angaben der Bundesregierung zum Dialog bekannt. Das Bundespresseamt erklärte am Montagabend nach der Konferenz, Serbien und das Kosovo seien übereingekommen, "ihre Anstrengungen zur Umsetzung bestehender Vereinbarungen voranzutreiben". Beide Seiten wollten sich unter Vermittlung der EU wieder "konstruktiv in den Dialog zur Normalisierung der Beziehungen" einbringen, um zu einem "umfassenden und endgültigen Abkommen zu gelangen". 

+++ 2.23 Uhr: Keine Verschütteten nach Halleneinsturz in Luckenwalde gefunden +++

Nach dem Einsturz eines Hallendaches in Luckenwalde bei Berlin haben die Retter keine Verschütteten gefunden. "Wir wollten ganz sicher sein und haben deshalb mehrmals gesucht. Nun haben wir die Suche beendet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag. Das Dach der Industrieruine war am Montagabend krachend eingestürzt. Anwohner hätten kurz davor noch Kinderstimmen gehört, hieß es. Daraufhin rückten Polizei und Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot an. Eine Drohne mit Wärmebildkamera kreiste über der Ruine. Suchhunde schnüffelten die Trümmer in den Abendstunden ab.

+++ 1.12 Uhr: USA geloben nach Auftauchen von Bagdadi-Video Sieg über den IS +++

Die USA haben nach der Verbreitung des ersten Videos mit IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi seit fünf Jahren betont, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat dauerhaft besiegen zu wollen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, die "Terroristen" würden bezwungen. Jeder Anführer der Miliz, der noch am Leben sei, werde zur Verantwortung gezogen.    

Auch wenn al-Bagdadi noch am Leben sei: Der IS habe mit seiner territorialen Niederlage im Irak und in Syrien einen "vernichtenden strategischen und psychologischen Schlag" erlitten, sagte der Sprecher. Sein sogenanntes Kalifat sei zusammengebrochen. Derzeit prüfen die USA noch die Authentizität des al-Bagdadi-Videos, das am Montag vom IS veröffentlicht worden war. Die USA haben ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf den IS-Anführer ausgesetzt, der 2014 das "Kalifat" des Islamischen Staates ausgerufen hatte.

wue / vit / AFP / DPA