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News von heute Linda Evangelista verlangt nach verpfuschter Schönheits-OP 50 Millionen Dollar

Linda Evangelista im Jahr 2014
Linda Evangelista im Jahr 2014
© Dennis Van Tine / Geisler-Fotopress / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

19.06 Uhr: Mehr als 780 Migranten seit Jahresbeginn auf Route zu den Kanaren gestorben

Auf der Route von Westafrika zu den spanischen Kanaren sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in den ersten acht Monaten dieses Jahres 785 Migranten ums Leben gekommen. Besonders hoch sei die Zahl im August gewesen, als 379 Migranten die Flucht nicht überlebten, teilte die IOM am Freitag mit. Im Vorjahreszeitraum waren 320 Flüchtlinge gestorben. Die IOM wies darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Toten sicherlich höher sei. Es gebe viele "unbemerkte" Bootsunglücke ohne Überlebende und ohne jede Möglichkeit einer Überprüfung, sagte IOM-Vertreter Frank Laczko.

18.30 Uhr: Linda Evangelista verlangt nach verpfuschter Schönheits-OP 50 Millionen Dollar

Das frühere Supermodel Linda Evangelista hat nach einer offenbar verpfuschten Schönheits-OP den Hersteller des dabei eingesetzten Gerätes auf 50 Millionen Dollar (42,6 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt. Die 56-Jährige reichte bei einem Bundesgericht in New York eine Klage gegen das Unternehmen Zeltiq Aesthetics ein. Darin begründet die Kanadierin die geforderte Summe mit "dauerhafter Verletzung und Entstellung, Schmerz und Leid, schwerwiegender emotionaler Belastung und Seelenqual und wirtschaftlichen Verlusten". Die schiefgegangene Fettreduzierung vor fünf Jahren habe "ihre Karriere und ihren Körper ruiniert", heißt es in der Klageschrift, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. So sei sie nicht mehr in der Lage, "ein Einkommen als Model zu verdienen".

18.14 Uhr: Spanien will Vulkaninsel La Palma zu Katastrophengebiet erklären

Spanien will die von einem Vulkanausbruch betroffene Kanareninsel La Palma zum Katastrophengebiet erklären und einen umfangreichen Wiederaufbauplan verabschieden. Das kündigte Regierungschef Pedro Sánchez am Freitag auf La Palma an. Unterdessen erhöhte der Vulkan im Süden der Insel seine Aktivität. Es tat sich eine weiterer Schlot auf, aus dem Lava austrat. Die Behörden ordneten deshalb die Evakuierung von etwa 1000 weiteren Bewohnern der Ortschaften Tajuya und Tacande an, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Seit Beginn des Ausbruchs am vergangenen Sonntag im Süden der Insel waren bereits rund 6000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Kanareninsel hat rund 83.000 Einwohner.

17.36 Uhr: Biden empört über berittene US-Grenzschützer: Sie werden bezahlen

US-Präsident Joe Biden hat empört auf den Einsatz berittener US-Grenzbeamter gegen Migranten in der Grenzstadt Del Rio reagiert und Konsequenzen angekündigt. "Das ist skandalös. Ich verspreche Ihnen, dass diese Leute dafür bezahlen werden", sagte Biden in Washington. Die Bilder des Einsatzes seien "schrecklich" und beschämend. "Das wird Konsequenzen haben." Was dort passiert sei, sei "gefährlich" und "falsch" und sende das falsche Signal aus - national wie international. Vor wenigen Tagen hatten Aufnahmen des Einsatzes von US-Grenzbeamten auf Pferden gegen Migranten in der Stadt Del Rio in Texas für einen Aufschrei gesorgt und die US-Regierung in Bedrängnis gebracht. Dramatische Fotos und Videos zeigten berittene Beamte des amerikanischen Grenzschutzes dabei, wie sie dort offensichtlich auf aggressive Weise Migranten zusammentrieben.

17.21 Uhr: Zehntausende Menschen demonstrieren bei neuem Klimastreik von Fridays for Future

Kurz vor der Bundestagswahl hat die Bewegung Fridays for Future in hunderten deutschen Städten für konsequenteren Klimaschutz  demonstriert. Nach Angaben der vor allem von jungen Menschen getragenen Bewegung gab es bei dem bundesweiten Klimastreik Aktionen an fast 500 Orten. In Berlin, Hamburg und München kamen dabei jeweils viele tausend Teilnehmer zusammen, darunter auch zahlreiche Prominente. Fridays for Future bezifferte die Gesamtzahl auf 620.000. Die Schätzungen der Polizei zur Teilnehmerzahl wichen allerdings teils erheblich von den Veranstalterzahlen ab. In Berlin, wo die Beamten generell keine eigenen Zahlen nennen, sprach Fridays for Future von hunderttausend Demonstranten. In Hamburg meldete die Polizei rund 21.000 Demonstranten, die Organisatoren nannte eine Zahl von 80.000. In München versammelten sich laut Polizei etwa 12.500 Menschen, nach Angaben von Fridays for Future aber knapp 30.000.

17.21 Uhr: Verbrechen an 16-Jähriger - Tatverdächtiger kommt in Psychiatrie

Nach dem gewaltsamen Tod eines 16 Jahre alten Mädchens in Großröhrsdorf in Ostsachsen kommt der 15-jährige Tatverdächtige in die geschlossene Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses. Das ordnete ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Bautzen an, teilten Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion in Görlitz mit. Der Jugendliche war am Donnerstag festgenommen worden. Die Durchsuchung seiner Wohnung dauerte bis Freitag. Die Ermittlungen zum Tatmotiv und den sonstigen Tatumständen würden andauern, hieß es.

17.00 Uhr: Nach Mord an 13-Jährigem – Lange Haft für zwei Jugendliche in England

Wegen Mordes an einem 13-jährigen Jungen müssen zwei Jugendliche in England lange hinter Gitter. Ein Gericht in der Stadt Reading verurteilte die erst 14-Jährigen Teenager am Freitag zu 13 und 12 Jahren Haft in einer Einrichtung für jugendliche Straftäter. Gemeinsam mit einem 14 Jahre alten Mädchen hatten sie den Jungen in einem Park der Stadt nahe London in einen Hinterhalt gelockt. Einer der Verurteilten war zum Tatzeitpunkt noch 13 Jahre alt. Die beiden Jungen waren bereits Ende Juli schuldig gesprochen worden. Das Mädchen wurde wegen Totschlags und Vertuschung zu drei Jahren und zwei Monaten Jugendstrafe verurteilt.

16.51 Uhr: Kölner Erzbischof Woelki nimmt mehrmonatige Auszeit

Papst Franziskus hat den für viele Katholiken in Deutschland untragbar gewordenen Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki im Amt belassen. Der wegen der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Kritik stehende Erzbischof des größten deutschen Bistums wird aber eine mehrmonatige geistige Auszeit von Mitte Oktober bis zum Anfang der Fastenzeit bekommen, teilte der Vatikan am Freitag mit. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, erwartet, dass der Beschluss Betroffene von Missbrauch "ratlos und verletzt" zurücklässt. Woelki war von einem in diesem Jahr veröffentlichten juristischen Gutachten entlastet worden. Er steht aber seit über einem Jahr in der Kritik, weil er davor ein anderes Gutachten unter Verschluss gehalten hatte. Zur Prüfung der Lage schickte der Papst deshalb zwei Visitatoren nach Köln.

16.25 Uhr: UN: Mehr als 350.000 Tote in zehn Jahren Syrienkrieg

Den Vereinten Nationen zufolge sind in dem seit zehn Jahren andauernden Konflikt in Syrien mehr als 350.000 Menschen getötet worden. Die Zahl sei lediglich eine überprüfbare Mindestgröße und nicht vollständig, sagte die UN-Menschenrechtschefin Michelle Bachelet in Genf. "Unsere Zahlen umfassen nur die Personen, die mit vollem Namen identifizierbar sind, ein Todesdatum haben und in einem identifizierten Gouvernement gestorben sind."

Analysen der UN wiesen darauf hin, dass die tatsächliche Anzahl der Getöteten zwischen März 2011 und März 2021 eigentlich höher liege. In vielen Fällen fehlten jedoch Informationen oder überhaupt eine Dokumentation der Todesfälle. UN-Angaben zufolge sind in dem Konflikt bislang auch mehr als 27.000 Kinder umgekommen. Die meisten Menschen wurden demnach in Aleppo getötet. "Die Ungerechtigkeit und der Horror jedes einzelnen dieser Todesfälle sollten uns zum Handeln zwingen", sagte Bachele.

16.11 Uhr: Tschechien schließt umstrittene Säuglingsheime bis 2025

In Tschechien dürfen von 2025 an Säuglinge und Kleinkinder mit wenigen Ausnahmen nicht mehr in Heimen untergebracht werden. Staatspräsident Milos Zeman unterzeichnete ein zuvor von beiden Parlamentskammern verabschiedetes Gesetz, wie sein Sprecher mitteilte. Stattdessen soll die Arbeit von Pflegeeltern besser anerkannt und unterstützt werden. Das Pflegegeld wird künftig mindestens auf dem Niveau des monatlichen Mindestlohns liegen – aktuell sind das umgerechnet knapp 600 Euro.

16.03 Uhr: Indien bestellt 56 Airbus-Militärflugzeuge – Produktion vor Ort folgt

Indien kauft 56 Militärflugzeuge bei Airbus und sichert sich dafür eine Produktion im eigenen Land. Die ersten 16 Transportmaschinen vom Typ C295 für Indien würden noch im Airbus-Werk im spanischen Sevilla montiert, teilten Airbus und das indische Unternehmen Tata Advanced Systems in Neu-Delhi mit. Die restlichen 40 Flugzeuge gleichen Typs sollen dann in einer Industriepartnerschaft von Airbus mit Tata in Indien entstehen.

Zum Kaufpreis der Flugzeuge machten die Partner keine Angaben. Indische Medien und das Staatsfernsehen berichteten von etwa 220 Milliarden Rupien (etwa 2,5 Milliarden Euro). Der Mitteilung zufolge sollen durch die Fertigung in Indien in den kommenden zehn Jahren direkt und indirekt etwa 25.000 Jobs entstehen.

15.55 Uhr: Zusätzliche Hilfen für Unternehmen nach Flutkatastrophe

Flutgeschädigte Unternehmen bekommen leichteren Zugang zur Überbrückungshilfe, dem zentralen Kriseninstrument der Regierung in der Corona-Pandemie. Das gilt für Firmen, die im Juni noch unter coronabedingten Umsatzeinbrüchen gelitten hatten und dann auch von der Hochwasserkatastrophe im Juli getroffen worden sind, wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Diese Firmen könnten ab heute Anträge auf die sogenannte Überbrückungshilfe III Plus für den Förderzeitraum Juli bis September stellen. Damit die Hilfen schnell wirken, könnten die Unternehmen Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten.

15.44 Uhr: Greta Thunberg: Deutschland ist einer der größten Klima-Bösewichte

Die schwedische Initiatorin von Fridays for Future, Greta Thunberg, hat Deutschland kurz vor der Bundestagswahl als "einen der größten Klima-Bösewichte" bezeichnet. "Deutschland ist der viertgrößte Kohlenstoffdioxid-Emittent in der Geschichte, und das bei einer Bevölkerung von 80 Millionen Menschen", sagte Thunberg vor dem Bundestag. "Deutschland ist objektiv gesehen einer der größten Klima-Bösewichte."

Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich auf der Wiese vor dem Reichstag, auch die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer sprach. Thunberg verließ am Nachmittag gemeinsam mit Neubauer unter Polizeischutz den Platz vor dem Reichstagsgebäude, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Zuvor hatten drei Männer die Klimaaktivistin bedrängt und beleidigt.

15.42 Uhr: Hubschrauber stürzt auf Halbinsel Kamtschatka ab

Kurz nach dem für sechs Menschen tödlichen Absturz eines Flugzeugs ist es in Russland zu einem ähnlichen Unglück gekommen – vermutlich wieder mit Toten. Auf der Halbinsel Kamtschatka ganz im Osten des Landes sei ein Hubschrauber mit fünf Menschen an Bord abgestürzt, teilte das Ermittlungskomitee mit. Zunächst lag keine offizielle Mitteilung vor, ob es Überlebende in dem nur schwer zugänglichen Gebiet gab.

Die Agentur Interfax meldete, dass die Überreste von mindestens drei Menschen gefunden worden seien. Der Hubschrauber vom Typ Kamow ??-27 gehört den Angaben nach zum Grenzschutz, der dem Inlandsgeheimdienst FSB unterstellt ist. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

15.35 Uhr: Bundesgerichtshof: Flugportal darf Zusatzkosten bei Buchung nicht verstecken

Ein Flugvermittlungsportal darf nicht eine eigene Kreditkarte als einzige kostenlose Zahlungsmöglichkeit anbieten und für andere Zahlungsarten eine Gebühr erheben. Auch müssten Informationen über eventuelle Zusatzkosten für das Gepäck vor der Buchung des Fluges angezeigt werden, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag mit. Er wies die Revision des Portals gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden zurück.

15.20 Uhr: Mehr Tote auf der Fluchtroute von Westafrika zu Kanarischen Inseln

Auf dem Weg von Westafrika zu den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln sind nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) in diesem Jahr bis Ende August schon mindestens 785 Menschen ums Leben gekommen. Das seien mehr als doppelt so viele Todesopfer wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Zudem gebe es sicher eine große Dunkelzimmer, teilte der Direktor des in Berlin ansässigen IOM-Analysezentrums für Migration, Frank Laczko, am Freitag mit.

15.18 Uhr: Deutschland: Kriegswaffenexport seit 2018 für über 4,5 Milliarden Euro

Deutschland hat in der zurückliegenden Legislaturperiode Kriegswaffen im Wert von mehr als 4,5 Milliarden Euro exportiert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Nachrichtenagentur AFP in Berlin vorlag. Die Angaben für die Hauptempfängerländer sind allerdings unvollständig, da die Daten teilweise von der Bundesregierung als Verschlusssache eingestuft wurden.

Ein Hauptempfängerland von Kriegswaffen war demnach Ägypten mit einem Volumen von 1081 Millionen Euro. In die Türkei gingen allein 2018 Kriegswaffen im Wert von 242 Millionen Euro, für die übrigen Jahre wurden keine Angaben veröffentlicht.

15.10 Uhr: Stiko empfiehlt parallele Corona-und Grippeimpfung

Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (Stiko) nun an einem Termin erfolgen. Geraten wird dabei zu einem Zeitpunkt ab Oktober. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die Stiko mit.

15.03 Uhr: Auto begräbt Dieb in Thüringen unter sich – Mann stirbt

Ein Dieb ist in Thüringen von einem Auto erdrückt worden. Beim Versuch, in einem Gebrauchtwagenhandel in Erfurt den Katalysator eines Fahrzeugs auszubauen, begrub der Wagen den Mann unter sich, wie die Polizei in der Landeshauptstadt mitteilte. Zuvor war der Wagenheber unter dem aufgebockten Fahrzeug verrutscht. Ein Mitarbeiter des Autohandels entdeckte den 29-Jährigen am Freitagvormittag tot unter dem Wagen. Die Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen zu dem Todesfall.

14.52 Uhr: Corona-Infektionen in New York: Bolsonaro hinterfragt Quarantäne

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die ihm auferlegte Quarantäne nach dem positiven Corona-Test seines Gesundheitsministers während einer Dienstreise in New York in Frage gestellt. Er habe deswegen bei der Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa nachgefragt, sagte Bolsonaro in einer Übertragung in sozialen Medien.

Bolsonaro befindet sich nach der Rückkehr aus den USA laut brasilianischen Medienberichten derzeit für fünf Tage in Isolation im Regierungspalast in der Hauptstadt Brasília. Danach wolle er einen neuen Test machen. Die Anvisa, die etwa Corona-Impfstoffe in Brasilien zulässt, hatte Bolsonaro und Mitgliedern der brasilianischen Delegation, die Kontakt mit Gesundheitsminister Marcelo Queiroga hatte, 14 Tage Quarantäne empfohlen.

14.47 Uhr: Frist für Blutspende von Homosexuellen verkürzt

Für eine Blutspende von Homosexuellen und anderen Menschen mit sogenanntem sexuellen Risikoverhalten gelten neue Zulassungskriterien. Durfte bislang erst zwölf Monate nach Beendigung des sexuellen Risikoverhaltens Blut gespendet werden, wurde diese Frist nun auf vier Monate verkürzt, wie die Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin mitteilte. Die BÄK hat die aktualisierte Richtlinie jetzt auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Eine Zulassung zur Spende vier Monate nach Beendigung eines sexuellen Risikoverhaltens führe nicht zu einem erhöhten Risiko für die Empfängerinnen und Empfänger von Blut und Blutprodukten. Infektionen mit dem Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virus oder HIV könnten nach dieser Zeitspanne sicher ausgeschlossen werden. Bisher galt eine Ausschlussfrist von zwölf Monaten.

14.42 Uhr: Uralte Fußspuren belegen menschliche Präsenz in Amerika schon in der Eiszeit

Uralte menschliche Fußabdrücke zeigen, dass schon vor rund 23.000 Jahren Menschen in Nordamerika lebten – lange vor dem Ende der letzten Eiszeit. Die in der Fachzeit "Science" veröffentlichte Entdeckung belegt, dass der Kontinent weit früher von Menschen besiedelt wurde als bislang vermutet. Menschen hinterließen die Spuren im Schlamm am Ufer eines längst verschwundenen Sees in der Wüste des heutigen White-Sands-Nationalparks im Bundesstaat New Mexico. Später versteinerten die Fußabdrücke durch Sediment-Ablagerungen. Heute bieten sie den Forschern einen Blick auf die Lebensweise der damaligen Bewohner der Region.

14.27 Uhr: Windkraft-Volksinitiative scheitert vor Landesverfassungsgericht in Schleswig

Eine Volksinitiative für ein Vetorecht der Gemeinden bei Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein ist vor dem Landesverfassungsgericht in Schleswig gescheitert. Der Gesetzentwurf der Initiative "Für die Durchsetzung des Bürgerwillens bei der Regionalplanung Wind" sei unzulässig, teilte das Gericht mit. Er verstoße gegen das Rechtsstaatsgebot. (Az. LVerfG 1/18) Die Initiative wollte, dass keine Flächen für die Erforschung, Entwicklung und Nutzung von Windenergie vorgesehen werden dürfen, wenn die betroffene Gemeinde sich dagegen ausspricht und es andere passende Flächen gibt. Der Landtag beschloss aber, dass die Initiative unzulässig sei. Dagegen zog sie vor das Landesverfassungsgericht.

Dieses entschied nun gegen die Windkraftgegner. Zwar habe das Land die formelle Gesetzgebungskompetenz für eine entsprechende Regelung. Inhaltlich verstoße der Gesetzentwurf aber gegen die Grundsätze des demokratischen und sozialen Rechtsstaats, begründete es sein Urteil. 

14.24 Uhr: China: Finanztransaktionen mit Kryptowährung illegal

Die chinesische Zentralbank hat sämtliche Finanztransaktionen unter Beteiligung von Kryptowährungen für illegal erklärt. Geschäfte im Zusammenhang mit digitalen Währungen seien "illegale Finanzaktivitäten" und mutmaßliche Verdächtige müssten mit Strafermittlungen rechnen, teilte die Notenbank mit. Mit ihrer Entscheidung sind nicht nur der Handel mit digitaler Währung, sondern auch der Verkauf digitaler Vermögenswerte und Transaktionen mit Krypto-Derivaten verboten.

14.10 Uhr: Vulkan Fuego in Guatemala ausgebrochen

In Guatemala ist der Vulkan Fuego ausgebrochen und hat Asche und Lava ausgespuckt. Ein langer Lavastrom wälzte sich am Donnerstag (Ortszeit) die Flanke des nur 35 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernten Vulkans herab ins Tal, wie die Vulkanwarte Insivumeh mitteilte. Evakuierungen wurden zunächst nicht angeordnet.

Der rund 3700 Meter hohe Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen in Guatemala. Im Juni 2018 war bei einem Ausbruch des Fuego ein komplettes Dorf durch eine Lawine aus Asche und Schlamm vernichtet worden, mehr als 200 Menschen kamen uns Leben.

14.05 Uhr: Verkehrsunfall mit zwei Toten: Raser muss in Psychiatrie

Nach einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten soll ein 39-jähriger Mann dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden. Einen entsprechenden Antrag stellte die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt. Wann es zum Prozess vor der Schwurgerichtskammer kommen wird, ist noch nicht bekannt, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen. Der beschuldigte Deutsche war laut Ermittlern am 13. Februar diesen Jahres mit rund 100 Stundenkilometern in Frankfurt-Sachsenhausen unterwegs. In der Nähe des Südbahnhofs erfasste er mit seinem Wagen zwei 31 und 49 Jahre alte Fußgänger, die bei Grün die Straße überqueren wollten. Beide wurden bei dem Aufprall getötet – eine weitere Fußgängerin entging einem Zusammenstoß nur knapp.

13.53 Uhr: Alkoholisierter E-Rollerfahrer auf Autobahn in Sachsen gestoppt

Ein alkoholisierter E-Rollerfahrer ist auf einer Autobahn in Sachsen gestoppt worden. Der junge Mann war von einem Klub in Dresden aus auf die A17 gefahren und fuhr dort in der Nacht auf dem Standstreifen, teilweise aber auch auf der Fahrbahn weiter in Richtung Berlin, wie die Polizei Dresden mitteilte. Nachdem ein Lastwagenfahrer einen Zusammenstoß vermeiden konnte, wurde der 20-Jährige schließlich auf der Überfahrt zur A4 vom Mitarbeiter einer Baustellensicherungsfirma gestoppt. Polizeibeamte kassierten den Führerschein des Rollerfahrers ein und stellten eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

13.52 Uhr: Norwegen verabschiedet sich von meisten Corona-Beschränkungen

Norwegen verabschiedet sich von den meisten in der Pandemie erhobenen Corona-Beschränkungen. Am Samstag um 16 Uhr werden die allermeisten Maßnahmen innerhalb des Landes aufgehoben, wie die scheidende Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz in Oslo bekanntgab. Unter anderem gilt künftig nicht mehr die Ein-Meter-Abstandsregel, auch die Teilnehmerbeschränkungen bei Veranstaltungen und Zusammenkünften fallen weg. Einzig die Anforderung, im Falle einer Corona-Erkrankung in Isolation zu gehen, bleibt bestehen. Auch die Einreisebeschränkungen werden schrittweise aufgehoben.

13.51 Uhr: Gericht: Maskenpflicht in Wahllokal in Nordrhein-Westfalen bleibt bestehen

Auch in Nordrhein-Westfalen muss am Sonntag zur Bundestagswahl im Wahllokal eine Maske getragen werden. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht ab. Der Antragsteller hatte angegeben, durch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in seinem Wohlbefinden und seiner Konzentration beeinträchtigt zu sein. Er wolle durch das Nichttragen einer Maske auch seine kritische Einstellung gegenüber den staatlichen Corona-Maßnahmen politisch kundtun, teilte das Gericht weiter mit. Der Mann finde, dass ihn die Maskenpflicht in seinem Wahlrecht verletze. Diese Argumentation überzeugte den 13. Senat aber nicht.

13.37 Uhr: EU-Kommission startet Kampagne für eine gesunde Lebensweise

Mit der Kampagne "HealthyLifestyle4All" will die EU-Kommission einen gesunden Lebensstil in der Europäischen Union fördern. Die Initiative (übersetzt: Gesunde Lebensweise für alle) soll bei Menschen jeden Alters mehr Bewusstsein schaffen und den Zugang zu Sport und gesunder Ernährung erleichtern, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. In verschiedenen EU-Programmen sollen bis 2027 insgesamt gut 750 Millionen Euro bereitgestellt werden.

13.32 Uhr: Als Anwälte verkleidete Angreifer erschießen Gangster in indischem Gerichtssaal

Als Rechtsanwälte verkleidete Angreifer haben in einem Gerichtssaal in Indien einen berüchtigten Gangster erschossen, bevor sie selbst von Polizisten getötet wurden. Nach Polizeiangaben stand der mutmaßliche Bandenchef Jitendra Gogi am Freitag vor Gericht in Neu Delhi, als zwei Männer plötzlich das Feuer auf ihn eröffneten. Gogi wurde von mehreren Kugeln getroffen, bevor die zu seinem Schutz abgestellten Polizisten die Angreifer erschossen.

Handyvideos von dem Vorfall zeigten, wie Anwälte und Zivilkläger panisch auf dem Flur vor dem Gerichtssaal Deckung suchen, während aus dem Inneren Schüsse zu hören sind. Vor seiner Festnahme im März vergangenen Jahres war Gogi in erbitterte Bandenkriege zwischen rivalisierenden Verbrechergangs verwickelt, ihm werden Morde, Raubüberfälle und Erpressung vorgeworfen. Ein erstes Mal war er bereits 2016 festgenommen worden, aber aus der Haft entkommen.

13.30 Uhr: Altweibersommer mit bis zu 26 Grad

Am Wochenende zeigt der Spätsommer zumindest gebietsweise, was in ihm steckt. Trotz einiger Niederschläge und Nebel bleibt es ziemlich warm, wie Julia Fruntke vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte.

Am Samstag halten sich erst zähe Nebelfelder, besonders in Flussniederungen. Wenn sich diese aufgelöst haben, scheint in der Mitte und im Süden laut DWD häufig und lang die Sonne. "Von Südwesten gelangt eine zunehmend feuchte, aber warme Luftmasse zu uns", erklärte Fruntke. In diesen Regionen steigen die Temperaturen auf spätsommerliche 23 bis 26 Grad: "Der Altweibersommer lässt grüßen." Im Norden hingegen hängen noch dichte Wolken.

13.27 Uhr: Spähsoftware auf Telefonen von fünf französischen Kabinettsmitgliedern entdeckt

Die Telefone von mindestens fünf französischen Kabinettsmitgliedern sind mit der Spionagesoftware Pegasus infiziert worden. Zwei mit dem Fall befasste Vertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten, bestätigten der Nachrichtenagentur AFP einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenportals Mediapart. Bei einer Untersuchung der Behörde für IT-Sicherheit sei aufgefallen, dass die Telefone 2019 und 2020 mit Pegasus infiziert worden seien, berichtete Mediapart. 

Zu den Betroffenen zählen Bildungsminister Jean-Michel Blanquer und Wohnungsstaatssekretärin Emmanuelle Wargon. Auch das Telefon eines Diplomaten im Elysée-Palast sei betroffen gewesen.

13.25 Uhr: Scholz: Dass Klimastreik ist, ist richtig

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Proteste für mehr Klimaschutz als richtig bezeichnet. Scholz schrieb auf Twitter, er sei dankbar für das Engagement von Fridays for Future. Sie hätten mitgeholfen, dass Klimaschutz oben auf der Agenda stehe. "Ich sage ausdrücklich: Dass heute #Klimastreik ist, ist richtig." Klimapolitik gehöre zu den wichtigen Themen, über die bei der Wahl entschieden werde.

Die Aktivisten von Fridays for Future haben für diesen Freitag zu einem weltweiten Protest für mehr Klimaschutz aufgerufen. Sie gehen auf die Straße, um von den politisch Verantwortlichen eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik zu fordern. Auch in Deutschland setzen die Klimaschützer zwei Tage vor der Bundestagswahl ein deutliches Zeichen.

13.10 Uhr: Baerbock bei Klima-Demo in Köln

Überraschender Gast: Annalena Baerbock hat am Rande einer Demonstration von Fridays for Future in Köln mit Umweltaktivisten gesprochen. Die Grünen-Kanzlerkandidatin kam zwei Tage vor der Bundestagswahl zu einem der Treffpunkte für den so genannten Klimastreik der Umweltbewegung. Noch vor dem eigentlichen Beginn des Protestmarschs verabschiedete sie sich wieder. Am Nachmittag wird Baerbock zum bundesweiten Wahlkampfabschluss ihrer Partei in Düsseldorf erwartet.

13.05 Uhr: FPÖ-Chef in Österreich weist Gerüchte über heimliche Corona-Impfung zurück

Mit einem öffentlichkeitswirksamen Auftritt hat der Parteichef der rechspopulistischen FPÖ in Österreich versucht zu demonstrieren, dass er sich anders als behauptet nicht heimlich gegen das Coronavirus habe impfen lassen. Den ungewöhnlichen Schritt mit dem Nachweis eines negativen Antikörpertests vollzog Herbert Kickl bei einer Pressekonferenz in Wien. Zur Begründung führte er Gerüchte an, er habe sich heimlich impfen lassen - dies sei ein "Frontalangriff" auf seine Glaubwürdigkeit, sagte Kickl.

Zuvor waren Gerüchte aufgekommen, der FPÖ-Chef habe sich anders als von ihm öffentlich dargestellt doch gegen das Coronavirus impfen lassen. Der frühere Innenminister machte die konservative ÖVP für die Kampagne verantwortlich. 

12.47 Uhr: EU wirft Russland vor Bundestagswahl gezielte Cyberangriffe vor

Die EU wirft Russland kurz vor der Bundestagswahl gezielte Cyberangriffe vor. Die bösartigen Aktivitäten richteten sich gegen zahlreiche Abgeordnete, Regierungsbeamte, Politiker sowie Vertreter der Presse und der Zivilgesellschaft in der EU, heißt es in einer aktuellen Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Die Angreifer würden dabei auf Computersysteme und persönliche Konten zugreifen und Daten stehlen.

12.17 Uhr: Frankfurter Zoll beschlagnahmt zwölf Millionen illegale Zigaretten

Zwölf Millionen geschmuggelte Zigaretten hat der Zoll in Frankfurt am Main beschlagnahmt. Der verhinderte Steuerschaden liege bei 2,1 Millionen Euro, teilte das Zollfahndungsamt Frankfurt mit. Die unversteuerte Ware sei in der vergangenen Woche bei einer Razzia in einer Lagehalle in der Nähe von Wetzlar entdeckt worden. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten 1200 Gehäuse mit je 50 Stangen à 200 Zigaretten.

12.10 Uhr: Hospitalisierungsinzidenz in vielen Bundesländern rückläufig

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen – der wesentliche Parameter für eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen – geht in den meisten Bundesländern zurück. So sind die aktuellen Werte von Freitag in 11 von 16 Ländern laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) kleiner als die Vergleichszahl der Vorwoche. In vier Bundesländern war diese Hospitalisierungsinzidenz etwas höher als vor sieben Tagen (Hamburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen), in Mecklenburg-Vorpommern blieb sie stabil.

Bundesweit gab das RKI die Zahl der Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitag mit 1,58 an - ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zur Vorwoche. Besonders hoch ist diese Inzidenz demnach in Bremen (3,38), Hessen, Rheinland-Pfalz (je 1,88) und Bayern (1,84). Niedrige Werte melden das Saarland (0,81), Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (beide 0,87). Dabei ist zu beachten, dass diese Werte die tatsächliche Lage etwas unterschätzen, weil einige Patienten noch nachgemeldet werden.

11.57 Uhr: Zwei italienische Mafiamitglieder in Baden-Württemberg festgenommen

In Baden-Württemberg hat die Polizei zwei mutmaßliche italienische Mafiamitglieder festgenommen. Die beiden 35 und 36 Jahre alten Männer wurden am Freitagmorgen in ihrer Wohnung in der Gemeinde Spaichingen gefasst, wie das Polizeipräsidium Konstanz und die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart gemeinsam mitteilten. Die Aktion sei in Zusammenarbeit mit italienischen Ermittlungsbehörden aus Sizilien erfolgt.

Diese werfen den Festgenommen den Angaben zufolge Mitgliedschaft in einer kriminellen mafiaartigen Vereinigung und illegalen Handel mit Drogen vor. Grundlage der Festnahme seien europäische Haftbefehle eines sizilianischen Untersuchungsrichters gewesen. Weitere Festnahmen fanden demnach zeitgleich in Italien statt.

11.45 Uhr: Indischer Friseur soll für schlechten Haarschnitt 231.000 Euro Schadenersatz zahlen

Ein indischer Friseursalon ist zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von umgerechnet knapp 231.000 Euro verurteilt worden, nachdem eine Kundin wegen eines misslungenen Haarschnitts über einen "schweren seelischen Zusammenbruch" geklagt hatte. Das Model Aashna Roy war 2018 in den in einem Luxus-Hotel gelegenen Salon in Neu Delhi gegangen und hatte gebeten, ihr die Spitzen um etwa zehn Zentimeter zu kürzen, wie das Verbrauchergericht der Stadt berichtete.

11.33 Uhr: Sexueller Missbrauch: 45-Jähriger zu Bewährungsstrafe verurteilt

Ein 45-Jähriger ist vor dem Landgericht Ulm wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in mehr als 100 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es bei seiner Urteilsverkündung am Freitag als erwiesen an, dass sich der Angeklagte in 129 Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gemacht hatte - in zwei Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Der Mann hatte die Taten in den Jahren 1996 bis 2005 vor Gericht teilweise eingestanden. In seiner Wohnung in Ulm hatte er seine Halbschwester und vier weitere Mädchen nach Überzeugung des Gerichts wiederholt sexuell missbraucht. Die Mädchen waren zum Zeitpunkt der Taten zwischen 6 und 13 Jahre alt, der Angeklagte 20 bis 29 Jahre.

11.20 Uhr: Bei Flutkatastrophe beschädigte Ahrbrücke für Verkehr freigegeben

Die Ahrbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist rund zwei Monate nach den verheerenden Überschwemmungen seit Freitagvormittag wieder befahrbar. "Wir kommen beim Wiederaufbauen zügig voran und können heute ein weiteres wichtiges Bauwerk in der Region für den Verkehr freigeben", teilte die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) mit. Die Brücke war bei der Flut stark beschädigt worden und musste teilerneuert werden. Sie ist eine wichtige Verbindung sowohl überörtlich als auch zwischen den Stadtteilen. 

10.47 Uhr: Klimaaktivisten blockieren Hafeneingang in Dover

Klimaaktivisten der Organisation "Insulate Britain" haben am Freitagmorgen den Eingang des Hafens von Dover blockiert. Das bestätigte eine Sprecherin der Hafenpolizei auf Anfrage. Lastwagen und andere Fahrzeuge, die den Hafen erreichen wollten, kämen derzeit nicht durch. Die Polizei sei vor Ort im Einsatz. Berichten zufolge bildeten sich vor dem Hafen Staus.

10.25 Uhr: Weiterer Migrant an Grenze zu Belarus gestorben

In Polens Grenzgebiet zu Belarus ist nach Angaben des polnischen Grenzschutz erneut ein Migrant gestorben. In der Nacht zu Freitag sei 500 Meter von der Grenze zum östlichen Nachbarland eine Gruppe von Menschen aus dem Irak angehalten worden, teilten die Grenzschützer auf Twitter mit. Einer der Männer sei vermutlich an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, Wiederbelebungsversuche durch Rettungskräfte eines Krankenwagens seien vergeblich gewesen. Ein weiterer Mensch sei nach einem positiven Covid-Test in ein Krankenhaus gebracht worden.

10.20 Uhr: Jugendliche wählen aus Langeweile dutzende Male Notruf der Bundespolizei Dortmund

Aus Langeweile haben zwei Mädchen in Nordrhein-Westfalen bis zu 50 Mal Notrufe bei der Bundespolizei vorgetäuscht. Zwischen dem frühen Donnerstagabend und Freitagmorgen riefen die 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen immer wieder die Bundespolizei im Dortmunder Hauptbahnhof an. Am Telefon beleidigten und beschimpften die Anruferinnen demnach die Bundespolizisten, ahmten tierische Laute nach oder legten direkt wieder auf.

Eine Beamtin verwickelte sie am frühen Morgen schließlich in ein längeres Gespräch. Bundespolizisten nahmen die Jugendlichen mit zur Wache, wo sie die Anrufe einräumten. Ihre Mobiltelefone wurden beschlagnahmt. Die 16-Jährige ist demnach unter anderem bereits wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen "hinreichend polizeibekannt", sie wurde in eine Jugendschutzstelle gebracht. Die 14-Jährige wurde in die Obhut ihrer Mutter übergeben. Die Bundespolizei ermittelt wegen Missbrauchs von Notrufen und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, weil bei einem der Mädchen eine Ecstasy-Tablette gefunden wurde.

10.16 Uhr: Studie: Europaweit mehr Cannabiskonsumenten

Die Zahl der Cannabiskonsumenten ist im vergangenen Jahrzehnt europaweit um mehr als ein Viertel gestiegen. Zwischen 2010 und 2019 erhöhte sich die Zahl der Konsumenten im Schnitt um 27 Prozent, wie eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt. Zugleich wurde europaweit ein Anstieg der Behandlungen wegen eines problematischen Cannabiskonsums um etwa 30 Prozent beobachtet. Der Studie zufolge stieg der Anteil der Cannabiskonsumenten in dem untersuchten Zeitraum von 3,1 auf 3,9 Prozent in der Altersgruppe zwischen 15 und 64 Jahren. Den stärksten Anstieg gab es bei den 35- bis 64-Jährigen.

10.10 Uhr: Wiederaufbauhilfe in Rheinland-Pfalz startet

Die von der Flutkatastrophe Mitte Juli betroffenen Privatleute, Unternehmen, Landwirte, Winzer, Kommunen und andere Einrichtungen in Rheinland-Pfalz können ab Montag Geld für den Wiederaufbau beantragen. Das teilte die Landesregierung am Freitag mit. "65 000 Menschen in Rheinland-Pfalz sind von der Flut betroffen. Mehr als 40 000 allein im Ahrtal", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Geltend gemacht werden können beispielsweise zerstörte oder beschädigte Gebäude, Hausrat, Maschinen sowie Miet- und Einnahmeausfälle.

9.50 Uhr: Flüchtiger nach Ausbruch aus Psychiatrie festgenommen

Nach der Flucht von vier Männern aus einer geschlossenen Psychiatrie in Weinsberg nahe Heilbronn hat die Polizei einen der Flüchtigen festgenommen. Er sei noch am Donnerstagabend nach konkreten Hinweisen auf den Aufenthaltsort festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Bei dem Festgenommenen soll es sich um einen 37-Jährigen handeln. Den vier Männern war am Mittwochabend die Flucht aus der geschlossenen Station des Klinikums gelungen.

9.42 Uhr: Ironman-WM erstmals nicht auf Hawaii

Ironman bricht wegen der Corona-Pandemie mit der größten Triathlon-Tradition. Die Weltmeisterschaft über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen wird nach einer erneuten Verschiebung erstmals nicht auf Hawaii stattfinden. Der legendäre Wettkampf, der eigentlich im Oktober auf der Pazifik-Insel steigt und bereits auf Februar kommenden Jahres verschoben worden war, wird nun am 7. Mai in St. George im US-Bundesstaat Utah stattfinden. Zudem wird die regulär für 2022 geplante WM bei der Rückkehr nach Kailua-Kona Anfang Oktober anders als sonst nicht nur an einem Tag ausgetragen.

9.12 Uhr: Hamburger Zoll beschlagnahmt Plastiktrinkhalme und Wegwerfgetränkebecher

Der Hamburger Zoll hat bei Routinekontrollen über hunderttausend Plastiktrinkhalme und mehr als 120.000 Wegwerfgetränkebecher beschlagnahmt. Die Waren wurden bereits Ende Juli entdeckt, wie das Zollamt in der Hansestadt mitteilte. Sie kamen unter anderem aus China und Vietnam und waren für den deutschen Markt bestimmt. Die Trinkhalme müssen wiederausgeführt oder vernichtet werden. Die Getränkebecher können nach Zollangaben nachgebessert und mit der erforderlichen Kennzeichnung versehen werden. Die Einfuhr von Einweggeschirr aus Kunststoff ist seit Juli generell verboten. Getränkebecher dürften nur mit einer entsprechenden Kennzeichnung in Verkehr gebracht werden.

9.10 Uhr: Ex-Polizist Chauvin legt Berufung im Fall George Floyd ein

Der wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd zu langjähriger Haft verurteilte Ex-Polizist Derek Chauvin hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Wie aus veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorging, brachte Chauvin Beschwerde in 14 Punkten im Zusammenhang mit seinem Prozess vor einem Gericht im US-Bundesstaat Minnesota ein. Er beschuldigte die Justiz unter anderem des voreingenommenen Fehlverhaltens.

Chauvin war im Juni in Minneapolis zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden und sitzt derzeit seine Gefängnisstrafe ab. Eine Geschworenen-Jury hatte ihn unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen, was in Deutschland in etwa einem Totschlag in einem schweren Fall entspricht.

8.55 Uhr: Pädagogik-Professor: "Über 40 Prozent der Lehrer ungeeignet"

Knapp die Hälfte aller Lehrer in Deutschland sollte aus Sicht des Passauer Schulpädagogik-Professors Norbert Seibert einen anderen Job machen. "Über 40 Prozent der Lehrer in Deutschland sind eigentlich nicht geeignet", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Und die Pandemie treibe diese Zahl noch hoch. "Zum einen hatten wir jetzt drei Semester lang keine Präsenzveranstaltungen an der Uni. In der Zeit hat sich die Durchfallerquote bei Prüfungen fast verdoppelt", sagte er der Zeitung.

Dazu komme, dass der Staat aufgrund des Lehrermangels Absolventen der Lehrämter Grund- und Mittelschule sicher verbeamte – egal mit welchem Notendurchschnitt sie bestehen. Auch Quer- und Seiteneinsteiger würden als Lehrkräfte rekrutiert. "Kurzum: Der Begriff "Qualität" scheint ein Oxymoron zu sein, ein Begriff, der sich in allen Aspekten selbst widerspricht", sagte Seibert. Das Fatale sei: "Die am schlechtesten ausgebildeten Lehrkräfte werden im Moment auf die schwächsten Schüler losgelassen, die aufgrund von Corona auch noch massive Wissenslücken aufweisen."

8.50 Uhr: Rangierunfall in Wolfsburg behindert Zugverkehr

Nach einem Rangierunfall beim Bahnunternehmen Enno ist der Zugverkehr rund um den Wolfsburger Hauptbahnahnhof seit dem frühen Freitagmorgen erheblich eingeschränkt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, wirkt sich dies auch auf den Fernverkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Hannover und Berlin aus. Derzeit lasse sich nur ein Gleis für die Durchfahrt durch den Bahnhof nutzen, die Züge könnten zudem noch nicht wieder in Wolfsburg halten. Es gebe bereits Verspätungen. Weil Oberleitungen beschädigt seien, habe die Bahn Spezialfahrzeuge angefordert. Diese dürften aber wohl erst gegen Mittag an der Unfallstelle eintreffen, hieß es.

8.44 Uhr: Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit mehr als zehn Jahren

Der Preisanstieg bei Wohnimmobilien hat sich beschleunigt. Nach vorläufigen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes lag der sogenannte Häuserpreisindex im zweiten Quartal um 10,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Es war der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Im ersten Vierteljahr des laufenden Jahres waren die Kaufpreise für Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser innerhalb eines Jahres nach jüngsten Berechnungen durchschnittlich noch um 8,9 Prozent gestiegen.

Immobilienkäufer mussten sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen deutlich mehr zahlen als im zweiten Quartal 2020. Besonders stark verteuerten sich Wohnimmobilien erneut in den Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten dort im Schnitt 14,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 12,9 Prozent. In den Werten sind die Nebenkosten eines Immobilienkaufs, zum Beispiel Maklerkosten, nicht abgebildet.

8.30 Uhr: Russland: Fünf Bergsteiger bei Schneesturm in Elbrus gestorben

Bei einem heftigen Schneesturm am Elbrus im russischen Nordkaukasus sind fünf Bergsteiger ums Leben gekommen. 14 weitere seien in der Nacht zum Freitag aus dem Gebirge gerettet worden, teilte der Zivilschutz mit. Die Retter sprachen von extrem schwierigen Wetterbedingungen. Der Wind erreichte demnach bis zu 70 Stundenkilometer bei einer Lufttemperatur von minus 20 Grad. Fast 70 Rettungskräfte hätten sich durch den nassen Schnee gekämpft.

Die Gruppe war in rund 5000 Metern Höhe unterwegs, als der Schneesturm sie überraschte. Die meisten seien keine Profis gewesen, berichteten Medien. Der Rettungseinsatz zog sich über Stunden hin. Der 5642 Meter hohe Berg Elbrus ist der höchste Berg Russlands.

8.15 Uhr: Verkehrsunfall in Mittelfranken – drei Tote

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind auf einer Bundesstraße in Bayern drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei Mittelfranken in Nürnberg mit. Demnach stießen auf der Bundesstraße 2 bei Weißenburg zwei Autos frontal zusammen. Ein 82-Jähriger geriet laut Polizei mit seinem Wagen in den Gegenverkehr und prallte mit dem Auto eines 21-Jährigen zusammen. Beide Fahrer wurden schwer verletzt und mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht.

Die Beifahrerin des 82-Jährigen sowie der Beifahrer und eine weitere Mitfahrerin des 21-Jährigen starben noch an der Unfallstelle. Zahlreiche Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls.

7.34 Uhr: Bundestag dürfte nach Wahl Platznot drohen

Sollte der Bundestag nach der Wahl am Sonntag wie erwartet deutlich mehr Abgeordnete zählen, dann werden zunächst nicht allen eigene Büros zur Verfügung stehen. Der Grund dafür ist, dass der Bau eines neuen Abgeordneten-Gebäudes erst zum Jahresende abgeschlossen sein soll. "Bis zum Ende des Jahres stehen mit der Fertigstellung des Modulbaus Büros für etwa 840 Abgeordnete zur Verfügung", sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Plenarsaal habe weitaus höhere Kapazitäten. "Problematischer wird es sicherlich in den Ausschüssen", betonte der FDP-Politiker. Insofern habe ein Anwachsen auch "Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit". Die konstituierende Sitzung des Bundestages ist für den 26. Oktober geplant; Fraktionssitzungen werden schon in der kommenden Woche stattfinden. Bisher sei der Bundestag mit 709 Parlamentariern ausgelastet, das neue Gebäude werde daher so oder so gebraucht. Der Bundestag wächst von Wahl zu Wahl. Vor vier Jahren kamen 78 Abgeordnete hinzu, wodurch das Parlament auf 709 Mandatsträgerinnen und -träger anwuchs. Bei dieser Wahl dürfte das Parlament nach Einschätzung von Experten nochmals größer werden – womöglich sogar deutlich.

5.01 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen schnelles Ende der Corona-Auflagen

Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür. "Sollten in Deutschland jetzt alle Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgehoben werden?" 33 Prozent lehnten dies kategorisch ab, 28 Prozent antworteten mit "eher nein". 19 Prozent sind entschieden für eine Aufhebung, 14 Prozent wählten "eher ja". Die stärkste Ablehnung eines sofortigen Endes aller Beschränkungen gab es bei alten Menschen.

4.08 Uhr: RKI registriert fast 10.000 Neuinfektionen – Inzidenz bei 62,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht zurückgegangen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, lag der Wert bei 62,5. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 63,1 gelegen. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 74,7. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche an. Laut den jüngsten Zahlen des RKI wurden binnen 24 Stunden 9727 Neuinfektionen verzeichnet.

3.00 Uhr: Stiko empfiehlt Auffrischungsimpfung für Risikopatienten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat Corona-Auffrischungsimpfungen für einige Risikopatienten empfohlen. "Wir haben die Sichtung aller wissenschaftlichen Daten zur Frage der Auffrischungsimpfungen für bestimmte Risikogruppen abgeschlossen und als Kommission eine Empfehlung beschlossen", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine generelle Empfehlung für Auffrischungsimpfungen nach Altersgruppen gebe die Stiko derzeit noch nicht. Mertens bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Angaben.

2.28 Uhr: Erstes digitales Smiley für über 200.000 Dollar versteigert

Das erste digitale Smiley ist in den USA für 237.500 Dollar (etwa 200.000 Euro)versteigert worden. Der zunächst nicht bekannte Meistbietende ersteigerte das Emoji online, wie auf der Webseite des Auktionshauses Heritage Auctions im texanischen Dallas zu sehen war.

Die Zeichenkombination ":-)" hatte der Computerwissenschaftler Scott Fahlman von der Universität Pittsburgh am 19. September 1982 erstmals für die Benutzung in diesem Kontext vorgeschlagen - er gilt nun vielen als Urvater des digitalen Smileys.

1.10 Uhr: USA: Angreifer schießt in Supermarkt um sich

Ein Angreifer hat in einem Supermarkt in der Nähe der US-Stadt Memphis am Donnerstag mindestens einen Menschen erschossen und zahlreiche weitere verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erschoss sich der Mann anschließend selbst. Der Polizeichef von Collierville, Dale Lane, sagte, dass einige der insgesamt zwölf Verwundeten "sehr schwere Verletzungen" hätten. Er warnte, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte.

Spezialkräfte der Polizei, die zum Supermarkt geeilt waren, fanden laut Lane eine "schreckliche" Szenerie vor. Sie fanden demnach unter anderem Menschen, die sich in Kühltruhen vor dem Angreifer versteckt hatten. Welche Verbindung der Täter zu dem Supermarkt hatte, wollte Lane nicht sagen. Das FBI habe mit Ermittlungen begonnen.

0.14 Uhr: Anführerin kubanischer Oppositionsgruppe "Damen in Weiß" festgenommen

Die Vorsitzende der kubanischen Oppositionsgruppe "Damen in Weiß", Berta Soler, ist festgenommen worden. Sie sei zusammen mit ihrem Ehemann Ángel Moya in Havanna in Gewahrsam genommen worden, sagte die Aktivistin Martha Beatriz Roque der Nachrichtenagentur AFP. Das Paar hatte sich demnach zur Staatsanwaltschaft begeben, um dort einen Antrag einzureichen, um ein Lebenszeichen des festgenommenen Dissidenten José Daniel Ferrer zu erhalten. 

Ferrer ist einer der bekanntesten kubanischen Regierungskritiker und Chef der Oppositionellengruppe Unión Patriótica de Cuba (Unpacu). Er wurde bereits Mitte Juli während der großen Proteste gegen die kubanische Regierung verhaftet. Die "Damen in Weiß" sind eine Gruppe von Ehefrauen, Müttern und anderen weiblichen Angehörigen politischer Gefangener. Sie war 2003 gegründet worden als Reaktion auf die Festnahme und Verurteilung von 75 Oppositionellen, unter ihnen Ferrer und Moya. 2005 wurden die "Damen in Weiß" mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet.

cl DPA AFP

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