Sinzig in Rheinland-Pfalz
Polizei stürmt Volksbank – war der Vorfall gar keine Geiselnahme?

Sinzig
Die Polizei ist in Sinzig mit Spezialkräften vor Ort
© Thomas Frey / DPA

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Die Polizei stürmt nach knapp sechs Stunden eine Bank in Sinzig in Rheinland-Pfalz. Die Behörden waren von einer Geiselnahme ausgegangen. Doch nun stellen sich Fragen.

War es eine Geiselnahme in der Bankfiliale in Sinzig? Nachdem die Polizei nach stundenlangem Warten zwei Menschen aus einem verschlossenen Raum befreit hat, laufen die Ermittlungen zur Tat und dem genauen Ablauf. „Wir sind über den Tag von einer Geiselnahme ausgegangen“, sagte ein Polizeisprecher. Ob die Tat mit den aktuellen Erkenntnissen weiterhin so bezeichnet werden könne, müsse geklärt werden. Ein Tatbestand sei Freiheitsberaubung. Ob auch Raub dazuzähle, gab der Sprecher nicht an. Bislang ist unklar, ob die Täter mit Beute geflüchtet sind. 

Der Unterschied zwischen einer Geiselnahme und Freiheitsberaubung liegt vor allem in der zusätzlichen Nötigungskomponente und den Forderungen, die bei einer Geiselnahme hinzukommen.

Mehrere Hundert Kräfte in Sinzig im Einsatz

Die Polizei hatte die Bank nach etwa sechs Stunden gestürmt. Zwei Personen, bei denen es sich wohl um Opfer handele, seien unverletzt angetroffen worden, sagte ein Polizeisprecher. Tatverdächtige seien nicht gefunden worden. Die Fahndung nach ihnen laufe. 

Der Zugriff erfolgte durch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK). Die zwei Personen, auf die sie stießen, seien in einem Raum eingeschlossen gewesen. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass die beiden Personen im Tresorraum eingeschlossen wurden. Der oder die Täter hätten laut dieser Annahme auf noch unbekanntem Weg den Tatort verlassen. 

Hinweis: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

DPA · AFP
pgo

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