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+++ Ticker +++

News des Tages: 14-Jähriger stürzt bei Bergwanderung in den Tod

Peter Madsen gibt Zerstückelung von Kim Wall zu +++ Lehrerverband will Milliarden für Schulsanierung +++ CDU-Politiker fordert Aus von Rente mit 63 +++ Saudi-Arabien erlaubt Frauen Stadion-Besuch +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bei einer Wanderung im Tennengebirge ist ein 14-Jähriger ums Leben gekommen

Bei einer Wanderung im Tennengebirge ist ein 14-Jähriger ums Leben gekommen

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.47 Uhr: ICE kollidiert mit Wildschwein +++

Ein ICE der Deutschen Bahn ist auf dem Weg von München nach Berlin mit einem Wildschwein zusammengestoßen. Der Zug musste am Montagabend vor Luckenwalde in Brandenburg auf freier Strecke für etwa 50 Minuten stoppen, konnte seine Fahrt dann aber fortsetzen, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Passagiere blieben unverletzt. Der Zusammenstoß ereignete sich kurz nach 20.00 Uhr. Das Wildschwein wurde verletzt.

+++ 22.26 Uhr: Düsseldorf und Bochum trennen sich torlos +++

Der VfL Bochum hat die Siegesserie von Fortuna Düsseldorf in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt und setzt weiter auf Interimstrainer Jens Rasiejewski. Nach dem peinlichen Pokal-Aus beim Drittligisten SC Paderborn kam die Revierelf gegen den souveränen Tabellenführer immerhin zu einem 0:0. Zuvor hatten die obersten Vereinsgremien dem Coach zunächst bis zur Winterpause das Vertrauen ausgesprochen. Die Rheinländer bleiben mit 29 Punkten Spitzenreiter und konnten den Vorsprung auf Rang drei sogar auf sieben Punkte ausbauen. 27 599 Zuschauer im Ruhrstadion sahen eine abwechslungsreiche Partie mit Vorteilen für die Gäste.

+++ 21.15 Uhr: Jamaika-Ziel: Vollbeschäftigung +++

CDU, CSU, FDP und Grüne wollen in einer möglichen Jamaika-Koalition Vollbeschäftigung in Deutschland anstreben. Voraussetzung von Teilhabe und sozialer Sicherheit seien ausreichend Arbeitsplätze bei guter Bezahlung, heißt es in einem in Berlin veröffentlichten Papier der Jamaika-Unterhändler. Zudem sei das gemeinsame Ziel, die Sozialversicherungsbeiträge bei 40 Prozent zu stabilisieren. Dabei solle auch geprüft werden, ob weitere Einkommensarten - etwa aus Vermietung - einbezogen werden sollen. Auch werde man über eine Absenkung der Arbeitslosenbeiträge in dieser Legislaturperiode nachdenken. Zudem müsse eine Weiterentwicklung des Arbeitszeitgesetzes geprüft werden. 

+++ 21.01 Uhr: Darstellungen jüdischer Sportler beschädigt +++

Vor dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund sind zwei Darstellungen jüdischer Sportler beschädigt worden. Die beiden Aufsteller lagen abgebrochen auf dem Boden, wie die Dortmunder Polizei bestätigte. Die Polizei ermittelt und wertet Videos von Überwachungskameras aus. Gemeldet wurde der Vorfall bereits am Sonntagmorgen. 

Das Fußballmuseum zeigt derzeit auf dem Museumsvorplatz 17 Figuren früherer jüdischer Sportstars und widmet sich dabei auch der Verfolgung im Nationalsozialismus. Museumsdirektor Manuel Neukirchner nannte den Vorfall "schockierend". "Er hält uns aber nicht davon ab, dass wir uns intensiv mit diesem Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzen", sagte er der "Bild".

+++ 20.06 Uhr: Anwalt bestätigt: Puigdemont in Belgien +++

Der in Spanien wegen Rebellion angeklagte katalanische Ex-Regierungschef Carles Puigdemont ist nach Belgien ausgereist. Er habe dort mit einem Anwalt gesprochen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Abend unter Berufung auf den Juristen.


+++ 19.06 Uhr: Feuer in Kalifornien: Jetzt 43 Tote - Mädchen stirbt an Verbrennungen +++

Drei Wochen nach Ausbruch der tödlichsten Buschbrände in der Geschichte Kaliforniens ist ein Mädchen an seinen Verbrennungen gestorben. Die 17-Jährige ist das 43. Todesopfer in einer Serie großer Buschfeuer, die mehrere Wochen lang nördlich von San Francisco wüteten. Die meisten Feuer in dem US-Westküstenstaat sind inzwischen eingedämmt, wie die Behörden am Montag mitteilten.  

+++ 18.03 Uhr: Bus stürzt 200 Meter in die Tiefe: Mindestens neun Tote in Peru +++

In Peru ist ein Reisebus in eine 200 Meter tiefe Schlucht gestürzt. Dabei seien mindestens neun Menschen gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Andina. Mindestens 19 weitere Menschen seien bei dem Unfall, der am Sonntagabend in Huancavelica geschah, verletzt worden. Die Ursache für das Unglück rund 230 Kilometer südlich von Lima soll ersten Erkenntnissen zufolge die hohe Geschwindigkeit des Busses gewesen sein. Ein Passagier sagte dem Sender RPP, ein Lastwagen habe den Bus mit 45 Insassen in einer Kurve von der Straße abgedrängt. Das Fahrzeug sei daraufhin in die Tiefe gestürzt und in einem Fluss versunken.

+++ 17.46 Uhr: Berlin sagt Finanzierung für Auffanggesellschaft von Air Berlin zu +++

Berlin wird eine Transfergesellschaft für bis zu 1200 Verwaltungsangestellte von Air Berlin mit einer Millionensumme mitfinanzieren. "Das Land Berlin wird einen Zuschuss von bis zu 11,5 Millionen Euro dazugeben", bestätigte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Arbeit. Die Auffanggesellschaft für den Betriebsteil Boden sei für bis zu sechs Monate ausgelegt, mit der Finanzierungszusage könne das Unternehmen diese nun gründen.

+++ 16.19 Uhr: Ex-Angestellte wirft Sara Netanjahu Misshandlung vor +++

Ein weiteres Mal sieht sich die Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten mit Misshandlungsvorwürfen einer ehemaligen Hausangestellten konfrontiert: Gegen Sarah Netanjahu sei von einer 24-jährigen Reinigungskraft eine Klage eingereicht worden, berichteten israelische Medien. Die Ex-Angestellte werfe der Frau des Regierungschefs vor, sie bei der Arbeit in der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wie eine "Sklavin" behandelt zu haben. Sie habe nicht essen, nicht trinken und keine Pausen einlegen dürfen. 

Die Ex-Angestellte verlangt nun 225.000 Schekel (umgerechnet 54.000 Euro) Schadenersatz. Nach ihrer Darstellung sagte Sarah Netanjahu, sie stelle niemals "dicke Frauen" ein, weil ihre Angestellten bei der Arbeit "nicht gehen, sondern laufen sollten". In einem ähnlichen Fall sprach ein Arbeitsgericht im Februar 2016 einem früheren Hausangestellten der Netanjahus 170.000 Schekel zu. Der Angestellte hatte Sara Netanjahu wiederholte Erniedrigung und Misshandlung am Arbeitsplatz vorgeworfen.

+++ 15.26 Uhr: Vater von Amoklauf-Opfer verursacht Eklat in Gerichtsprozess +++

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Waffenverkäufer des Amokläufers von München ist es zu einem Eklat gekommen. Während der Verhandlung am Montag vor dem Landgericht München I stand der Vater eines der Todesopfer auf, schlug mit der Faust gegen eine Trennwand und rief in Richtung des Angeklagten: "Du sollst nie rauskommen!" Der Vorsitzende Richter Frank Zimmer verwies den Nebenkläger des Saals.
Der Prozess wird bis ins kommende Jahr hinein dauern.

Der Sohn des Mannes, der vor Gericht die Fassung verlor, gehört zu den neun Menschen, die der Amokläufer David S. am 22. Juli 2016 im Olympia-Einkaufszentrum erschoss, bevor er sich selbst tötete. Der in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte Philipp K. soll dem Amokläufer die Tatwaffe vom Typ Glock 17 verkauft haben. Er ist wegen fahrlässiger Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandels auch in weiteren Fällen angeklagt. Zum Prozessauftakt hatte er ein Geständnis abgelegt.

+++ 15.07 Uhr: 36 Leichen in libyschem Massengrab gefunden +++

Libyens Behörden haben 36 Leichen in einem Massengrab gefunden. Die an den Händen gefesselten Leichen wiesen Spuren von Folter und Kopfschüsse auf, wie ein libyscher Regierungsvertreter am Montag mitteilte.

22 der Leichen seien identifiziert worden. Alle seien Libyer, sagte Sahar Banun, der stellvertretende Justizminister der Interimsregierung in Tobruk. Die Toten wurden am Wochenende in der Stadt Al-Abjar rund 60 Kilometer östlich der Stadt Bengasi aufgefunden.

+++ 14.43 Uhr: DFB ermahnt Nagelsmann wegen Flaschenwurfs +++

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann wird für seinen missglückten Flaschenwurf nicht bestraft, soll derartige Aktionen aber künftig unterlassen. "Der DFB-Kontrollausschuss sieht mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts von der Einleitung eines Verfahrens gegen Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ab, da das Treffen des Zuschauers mit der Plastikflasche unbeabsichtigt war und sich der Trainer nach Spielende persönlich bei dem Zuschauer sowie öffentlich entschuldigt hat", hieß es am Montag in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes. 

+++ 14.27 Uhr. 14-Jähriger bei Bergwanderung abgestürzt +++

Vor den Augen seiner Familie ist ein 14-Jähriger aus Deutschland bei einer Bergwanderung in Österreich abgestürzt und ums Leben gekommen. Nach Angaben der österreichischen Polizei war der Junge aus dem Landkreis Altötting in Bayern am Sonntagnachmittag mit seinen Eltern und vier Geschwistern gestartet. Sie machten sich zu einer Wanderung im Tennengebirge auf. In rund 1200 Metern Höhe wollte der Jugendliche bei der Querung einer steilen Passage seinen vor ihm gehenden Vater überholen und stieg vom Steig nach unten. Dabei rutschte er auf dem nassen und rutschigen Boden aus und stürzte rund 100 Meter in eine steile, felsdurchsetzte Rinne ab.

Der Vater stieg sofort ab und versuchte den Sohn wiederzubeleben. Die Bergrettung rückte mit 17 Mann und einem Bergrettungsarzt aus. Der Arzt konnte aber nur noch den Tod des 14-Jährigen feststellen. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Angehörigen.

+++ 13.55 Uhr: U-Boot-Bauer Madsen gibt Zerstückelung von Leiche zu +++

Der mordverdächtige dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hat zugegeben, die Leiche der Journalistin Kim Wall zerstückelt zu haben. Nach eigenen Angaben hat er die Teile ins Wasser geworfen, wie die Kopenhagener Polizei mitteilte. Der Erfinder, 46, behaupte inzwischen zudem, die 30 Jahre alte Journalistin sei im Inneren seines U-Bootes an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, während er an Deck gewesen sei.
Zuvor hatte Madsen noch angegeben, der Schwedin sei eine schwere Klappe auf den Kopf gefallen. Am Schädel der Frau fand man von einer solchen Verletzung aber keine Spuren. Den Mord bestreite Madsen weiter, teilte die Polizei mit.

+++ 13.38 Uhr: Zwei Tote bei Bootsunglück - Suche nach Drittem erfolglos +++

Einen Tag nach dem Bootsunglück in Mecklenburg-Vorpommern mit bisher zwei Toten wird der dritte Gekenterte weiter vermisst. Die Suche nach dem 48-Jährigen per Hubschrauber, Schlauchboot und Sonargerät auf dem Peenestrom blieb bisher erfolglos, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte. Die Urlauber waren am Sonntag trotz Warnung vor Sturmtief "Herwart" mit einem kleinen Motorboot auf den aufgewühlten Peenestrom hinausgefahren und gekentert.

Retter holten einen 56 Jahre alten Mann und eine 48-jährige Frau bewusstlos und mit starken Unterkühlungen aus dem Wasser und konnten sie wiederbeleben. Beide starben aber danach in Krankenhäusern. Der dritte Urlauber wird seitdem vermisst. Die Überlebenschancen seien sehr gering, hieß es.

+++ 12.45 Uhr: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Puigdemont und Minister +++

Die spanische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Kataloniens ehemaligen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont und weitere Angehörige der abgesetzten Regierung erhoben. Der Vorwurf gegen die Angeklagten laute unter anderem auf Rebellion, Auflehnung gegen die Staatsgewalt und Unterschlagung öffentlicher Gelder, sagte Generalstaatsanwalt José Manuel Maza in Madrid.

+++ 12.07 Uhr: Auslieferung des mutmaßlichen Kindermörders dürfte Wochen dauern +++

Die Auslieferung des Mannes, der in Hamburg seine zweijährige Tochter umgebracht haben soll, dürfte sich einige Wochen hinziehen. Der Mann war am Sonntag in Spanien festgenommen worden. Der 33-Jährige ist ein abgelehnter Asylbewerber aus Pakistan. Mit dem internationalen Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft Hamburg in der vergangenen Woche ausgestellt hatte, sei auch bereits das Ersuchen um Auslieferung nach Deutschland gestellt, sagte ein Sprecher der Behörde.

+++ 11.59 Uhr.  Haftstrafen im Dortmunder Prozess um Lidl-Erpressung +++

Wegen Erpressung des Lebensmittel-Discounters Lidl hat das Dortmunder Landgericht zwei Männer zu je zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die beiden 45 und 46-Jährigen hatten laut Urteil in verschiedenen Filialen in Dortmund, Wuppertal und dem Rheinland mit Pflanzenschutzmittel vergiftete Lebensmittel in die Regale gestellt. Die Dosierung war dem Gericht zufolge aber so gering, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für Verbraucher bestand. Zur Zahlung der später per E-Mail geforderten fünf Millionen Euro in der Internetwährung Bitcoin kam es nicht. Die Angeklagten hatten die Tat bis zuletzt bestritten.

+++ 10.52 Uhr: Nachfrage nach Arbeitskräften wächst erneut +++

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland steigt bereits seit mehr als drei Jahren. Auch im Oktober legte der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) weiter zu, wie die Behörde in Nürnberg mitteilte. Der Index kletterte demnach um einen Punkt auf 245 Punkte - er liegt damit 23 Punkte über dem Vorjahreswert. Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ist laut BA in vielen Branchen höher als vor einem Jahr, etwa im verarbeitenden Gewerbe und in den qualifizierten Dienstleistungen. Leichte Rückgänge dagegen gibt es bei den sonstigen Dienstleistungen und im Gastgewerbe. Deutlich gesunken ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Öffentlichen Dienst, und das bereits seit mehreren Monaten. Die BA erklärte, dies dürfte mit der Zahl der Flüchtlinge zusammenhängen: Vor einem Jahr habe der Öffentliche Dienst noch viel Personal für das Flüchtlingsmanagement benötigt. 

+++ 10.18 Uhr: Zwei tote Frauen in Gelsenkirchener Wohnung entdeckt +++

In einer Wohnung in der Altstadt von Gelsenkirchen sind zwei Frauenleichen entdeckt wurden. Das berichtet die "Bild.de". Die Polizei in der Ruhrgebietsstadt hat demnach bestätigt, dass die Leichen am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr aufgrund von Zeugenhinweisen gefunden wurden. Die Beamten gehen von einem Gewaltverbrechen aus und haben eine Mordkommission eingerichtet. Über die Hintergründe der Tat ist bisher noch nichts bekannt.

+++ 10.13 Uhr: Mindestens neun tote Polizisten durch Taliban-Angriff +++

Bei einem Angriff auf einen Polizeiposten haben die radikalislamischen Taliban in Afghanistan mindestens neun Polizisten getötet. Vier weitere Sicherheitskräfte wurden bei der Attacke am Morgen verletzt, wie afghanische Quellen berichteten. Die Angreifer attackierten den Sicherheitsposten in der Provinz Ghazni im Südosten des Landes mit schweren Waffen und zerstörten ihn. In der Provinz Ghazni kam es zeitgleich zu mehreren weiteren Angriffen, auch in der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Den Sicherheitskräften sei es aber gelungen, die Taliban zurückzuschlagen und ihnen schwere Verluste zuzufügen, sagte ein Mitglied des Provinzrats.

+++ 10.09 Uhr: Käßmann kritisiert Halloween als "Kommerz-Fest" +++

Die Botschafterin der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hegt Vorbehalte gegen Halloween-Feiern am Reformationstag. "Das ist ein reines Kommerzfest", sagte die 59-Jährige der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien." Das Merchandising um die 500-Jahr-Feier der Reformation verteidigte Käßmann jedoch. Solche Vermarktungsaktionen gebe es heute zu jedem Großereignis. "Wir hatten Luther-Bier, Luther-Brote und Luther-Playmobil. Den Papst gibt es als Spardose, als Anhänger und Postkarte", sagte Käßmann. Man solle es mit Luther halten: "Der hat gesagt: Das Evangelium kann nur mit Humor gepredigt werden. Und Humor tut der Evangelischen Kirche gut." Der Reformationstag am Dienstag steht ganz im Zeichen des 500. Reformationsjubiläums und ist deshalb ausnahmsweise ein bundesweiter Feiertag.

+++ 9.41 Uhr: Werder Bremen feuert Trainer Alexander Nouri +++

Nach dem enttäuschenden 0:3 gegen den FC Augsburg war es zu erwarten: Werder Bremen hat seinen Trainer Alexander Nouri nach Informationen der "Sport Bild" entlassen. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann hatte bereits am Abend Nouri "keine Jobgarantie" geben wollen. Nach zehn Spieltagen steht der SV Werder ohne Sieg auf dem vorletzten Platz der Bundesligatabelle.


+++ 8.10 Uhr: Bierabsatz ist erneut gesunken +++

Vergeht den Deutschen der Bierdurst? Der Absatz des Gerstensafts ist in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent beziehungsweise 2,3 Millionen Hektoliter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager somit in den Monaten Januar bis einschließlich September 2017 rund 72 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malzgetränke sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten. Biermischungen (Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen) machten in den ersten neun Monaten 2017 mit 3,3 Millionen Hektolitern 4,6 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.

+++ 6.46 Uhr: Bahnverkehr kommt nach Sturm langsam wieder in Gang +++

Der Bahnverkehr im Norden und Osten Deutschlands kommt nach dem Sturm "Herwart" langsam wieder in Gang. Es gibt aber immer noch einige Strecken, auf denen weiterhin keine Fernzüge fahren. Seit dem Morgen sind wieder erste Fernzüge zwischen Hannover und , Hannover und Magdeburg, Berlin und Dresden sowie Münster (Westfalen) und Norddeich unterwegs, wie die Bahn am Morgen mitteilte. Ab etwa 14 Uhr sollen zwischen Hamburg und Berlin wieder erste Fernzüge fahren. Wegen des Umfangs der Schäden könne es allerdings auf diesen Strecken weiter zu Einschränkungen und auch Zugausfällen kommen. "Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt", hieß es.


Bahnchaos und Sturmflut: "Herwart" legt Norddeutschland lahm


+++ 6.07 Uhr: Saudi-Arabien erlaubt Frauen Besuch von Sportstadien - in Begleitung +++

Frauen in Saudi-Arabien dürfen künftig Sportereignisse im Stadion verfolgen, wenn sie mit ihrer Familie kommen. Die allgemeine Sportbehörde werde "die Hauptstadien in Riad, Dammam und Dschidda sanieren, um ab 2018 Familien empfangen zu können", sagte Behördenchef Turki Al-Ascheich laut dem Internetmagazin "Arab News" und anderer Medien. Hintergrund der Entscheidung sei, den saudischen Sportsektor zu stimulieren und zu unterstützen. Die Maßnahme folgt mehreren Entscheidungen der saudischen Führung, die in kleinen Schritten auf eine größere Gleichstellung von Frauen zulaufen.

+++ 5.49 Uhr: Nato-Generalsekretär bezeichnet Nordkorea als globale Bedrohung +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Nordkorea als "globale Bedrohung" bezeichnet. Die Militärallianz sei "genauso schockiert wie Sie über das provokative, rücksichtslose Verhalten" , sagte Stoltenberg in einer Rede vor japanischen Sicherheitsexperten und Verteidigungsbeamten in Tokio. "Es stellt eine direkte Bedrohung für die Länder in dieser Region (einschließlich) Japan dar, aber es ist auch eine globale Bedrohung." Die Nato unterstütze politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea und begrüße die im September beschlossene Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang. Noch wichtiger aber sei es sicherzustellen, dass die Sanktionen vollständig und transparent umgesetzt würden, fügte Stoltenberg hinzu.

+++ 5.06 Uhr: Jamaika-Sondierer sprechen über Bildung, Digitales, Rente und Pflege +++ 

Die Jamaika-Unterhändler gehen am Vormittag in die nächste Sondierungsrunde - und machen sich weiterhin gegenseitig Vorwürfe. Die kleine Runde der Verhandler von , CSU, FDP und Grünen berät zunächst über Bildung und Digitales, dann über Arbeit, Rente, Gesundheit und Pflege sowie über Inneres und Recht. Am späteren Nachmittag will die große Gruppe mit mehr als 50 Teilnehmern eine Zwischenbilanz zum bisherigen Stand der Dinge ziehen. Die Sondierungsgespräche waren am vergangenen Donnerstag wegen Streitigkeiten vor allem in der Klima- und Flüchtlingspolitik vertagt worden. Die Vorsitzenden der vier Parteien waren am Sonntagabend zu einem Geheimtreffen in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin zusammengekommen, um die Lage und das weitere Vorgehen zu besprechen. Über Inhalte wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 4.30 Uhr: Regierung in Madrid übernimmt Amtsgeschäfte von Katalonien +++

Zwei Tage nach der Entmachtung der Separatisten in Katalonien übernimmt die spanische Zentralregierung die Amtsgeschäfte in der Region. Ministerien und Behörden nehmen in Barcelona erstmals unter Madrider Leitung die Arbeit auf. Nach Berichten der Zeitung "El Periódico" und anderer Medien werden mehrere Staatssekretäre von Madrider Ministerien am Montag den katalanischen Regierungssitz Palau de la Generalitat aufsuchen. Die Regionalregierung von Carles Puigdemont war am Samstag von Ministerpräsident Mariano Rajoy abgesetzt worden.

+++ 1.04 Uhr: Lehrerverband fordert Milliarden für marode Schulen +++

Der deutsche hat wegen der vielen heruntergekommenen Schuldgebäude Sanierungsausgaben in Höhe von zehn Milliarden Euro über vier Jahre gefordert. "Angesichts des skandalösen Sanierungsstaus an zahlreichen Schulen muss im Koalitionsvertrag unbedingt ein umfassendes Investitionsprogramm für Schulrenovierungen und -sanierungen enthalten sein", sagte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hatte die Gesamtkosten für die Instandsetzung maroder Schulen bereits auf 34 Milliarden Euro beziffert. Für die Länder und Kommunen bleibe also bei zehn Milliarden Euro immer noch genügend zu tun, sagte Meidinger.

+++ 0.34 Uhr: CDU-Präsidiumsmitglied Spahn fordert Aus der Rente mit 63 +++

CDU-Präsidiumsmitglied hat die Abschaffung der Rente mit 63 gefordert. "Wir sollten diese Form der Frühverrentung auslaufen lassen und mit den eingesparten Milliarden lieber die Renten von Witwen oder Erwerbsgeminderten stärken", sagt Spahn der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Die Rente mit 63 für langjährig Versicherte werde vor allem von männlichen Facharbeitern genutzt, die eigentlich noch dringend gebraucht würden, so Spahn.

+++ 0.07 Uhr: Türkei klagt Unterzeichner von Friedensappell wegen Terrorpropaganda an +++

Hunderte türkische Akademiker, die vergangenes Jahr einen Aufruf für Frieden in den Kurdengebieten unterzeichnet hatten, sollen einem Medienbericht zufolge wegen "Terrorpropaganda" vor Gericht gestellt werden. Auch einigen in Deutschland lebenden Unterzeichnern des Appells vom Januar 2016 sei eine entsprechende Anklageschrift zugestellt worden, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die Dokumente. In der Anklageschrift heißt es dem Bericht zufolge, der "sogenannte Friedens-Aufruf" trage "den Charakter der offenen Propaganda für die Terrororganisation PKK". Der zuständige Oberstaatsanwalt in Istanbul werfe den Unterzeichnern vor, sie hätten zum Ziel gehabt, den türkischen Staat als "illegitime, zerstörende Kraft" und als "verbrecherisch" darzustellen sowie Gewalt durch die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu legitimieren, heißt es weiter. Laut türkischem Gesetz drohen Strafen von bis zu siebeneinhalb Jahren Haft für Terror-Propaganda.

dho/wue / DPA / AFP